Arbeiten mit dem Virtual Machine Manager von KVM

Workshop: Virtualisierung mit Linux KVM, Teil 2 – Laufen lassen

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Die Einstellungen

„Einstellungen“ legt im Gegensatz dazu fest, wie oft die Software die Statistiken zu CPU-Last, Speichernutzung und ähnlichem aktualisiert, wie lange sie den Verlauf beibehält und für welche Komponenten sie Statistiken erstellt (CPU-Last, Arbeitsspeicher, HDD-I/O und Netzwerk-I/O).

Der Reiter „VM Details“ übernimmt im Gegensatz dazu die Installation von Audiogeräten in den VMs und definiert, ob sich die Systemkonsolen automatisch öffnen und ob KVM die Tastatureingaben bei Mouse-Over oder im Vollbild aufnehmen soll.

Das Anzeigemenü dient schließlich dazu, die Anzeige von Parametern wie Domain-ID, Status, CPUs, CPU-Last, Speicherverbrauch, Festplatten-I/O und Netzwerk-I/O in der VM-Liste ein- und auszuschalten. Darüber hinaus haben Nutzer auch die Option, in der Liste der vorhandenen virtuellen Maschinen die aktiven oder die inaktiven VMs ein- und auszublenden.

Im Arbeitsbereich des Virtual Machine Managers findet sich schließlich die eben erwähnte Auflistung mit dem KVM-Hypervisor und den dazugehörigen Virtual Machines. Hier können Sie – wie zuvor demonstriert – neue VMs hinzufügen und den CPU-Verbrauch, den Speicherverbrauch sowie den Status der Gast-Systeme einsehen.

Das Gastfenster

Auch das Gastfenster, das die Konsole der VM-Systeme darstellt, kommt wieder mit einer Menüleiste daher, über die sich der Virtual Machine Manager aufrufen lässt. VMs können hier dazu bestimmt werden, zu pausieren, herunterzufahren und gespeichert zu werden.

Außerdem lassen sich die Guests auf andere Server migrieren, im Vollbild anzeigen und auf die Fenstergröße skalieren. Zusätzlich können Sie an dieser Stelle auch Screenshots und Tastenkombinationen wie STRG-ALT-ENTF an die virtuellen Systeme gesendet werden.

Die Icon-Leiste

Eine Icon-Leiste stellt einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Befehle wie Pause, Reboot, Vollbild und ähnliches bereit. Im Arbeitsbereich verfügt das Gastfenster über drei Reiter. Der erste zeigt die Konsole an und der zweite bietet einen Überblick über den Namen, den Status, die CPU-Last, den Festplatten I/O und ähnliche Faktoren (wenn sinnvoll sogar in grafischer Form). Der dritte Reiter befasst sich schließlich mit der virtuellen Hardware, also CPU, Speicher, Boot-Optionen, Netzwerk und ähnlichem, die sich an gleicher Stelle bei Bedarf auch modifizieren lässt.

Hier kann es zum Beispiel Sinn ergeben, den virtuellen Maschinen unter „Anzeige“ einen VNC-Server hinzuzufügen, über den die VM-Desktops dann von beliebigen Clients im Netz aus über VNC erreichbar sind. Alternativ ist es für den Remote-Access auf die Guests auch möglich, in der Firewall des Hosts ein Portforwarding auf die VMs zu konfigurieren, um so systemeigene Remote-Access-Dienste wie RDP für Windows-Rechner nutzen zu können.

Der Autor:

Dr. Götz Güttich leitet das Testlabot IAIT in Korschenbroich. Hier geht es zu seinem Blog.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2051791)