Der zunehmende Einsatz von Programmierschnittstellen verlangt nach einem innovativen, idealerweise automatisierten Management des API-Lebenszyklus. Welche API-Entwicklungen im Jahr 2022 in der DACH-Region zu erwarten sind, erläutert Sven Walther, Principal Solutions Engineer EMEA bei Kong.
Sven Walther: „Der Mega-Trend, dass in der IT und Software-Entwicklung alles automatisiert werden muss, verstärkt sich.“
In den vergangenen 20 Jahren haben sich Application Programming Interfaces (APIs) zu einem kritischen Bestandteil des modernen Lebens entwickelt. Diese Code-Stücke ermöglichen den problemlosen Datenfluss zwischen verschiedenen Systemen und verbinden Anwendungen und Datenbanken auf vielfältige Art und Weise. Doch die Technologie macht immer größere Fortschritte und die Anwendungsfälle werden zunehmend ausgereifter, weshalb auch hier Anpassung notwendig.
eBook „API-Entwicklung“
(Bild: Dev-Insider)
E-Book zum Thema
Im eBook „API-Entwicklung“ erfahren Sie, wie moderne API-Architekturen aufgebaut sind, wie sich APIs erstellen und einbinden lassen und welche Werkzeuge es gibt. Darüber hinaus beleuchtet es einige Best Practices.
Derzeit ist die IT auf zu viele manuelle Prozesse, komplexe Schritte und kostspielige Aktivitäten angewiesen, um die APIs zu erstellen, auf die sich die neuen digitalen Erlebnisse stützen. Organisationen unternehmen jedoch verstärkt Anstrengungen, um ein effektives Management des API-Lebenszyklus aufzubauen, das die Planung, Entwicklung, Implementierung, Prüfung und Versionierung umfasst.
Wie überall in der IT ist auch hier die Automatisierung auf dem Vormarsch. Die Vision von Kong sind Plug-and-Play-Lösungen, mit denen die Nutzung und Verfügbarkeit von API- und Microservice-Konnektivität genauso einfach wird, wie der Gebrauch von Strom aus der Steckdose. Im folgenden deshalb
1. Durchbruch für das vollautomatisierte Publishing von Microservices – von der Spezifikationsphase bis hin zur Veröffentlichung und Dokumentation
DevOps und GitOps haben sich für agile Software-Entwicklung auf breiter Front durchgesetzt. Der Mega-Trend, dass auch in der IT und Software-Entwicklung alles automatisiert werden muss, verstärkt sich. Das betrifft vor allem den Prozess des APIOps, der sich ganzheitlich der automatisierten Erstellung, Validierung, Publizierung und Dokumentation annimmt. Im Umkehrschluss heißt das: 2022 sollte sich niemand mehr mit manuellen Prozessen für die Verwaltung eines API Gateway oder Developer Portal befassen müssen. Dies sichert Geschwindigkeit und Agilität und gibt den Entwicklern und Operatoren die dringend benötigte Zeit, die Entwicklung von Time-to-Market zu optimieren.
2. Service Mesh schafft den Sprung aus der Nische in die breite Nutzung
Service Mesh hat – dank ZeroTrust und Governance – 2021 in den internen Netzwerken die ersten Schritte von einem viel diskutierten, zukunftsorientierten Hype-Thema in die reale Umsetzung auf Enterprise-Level vollzogen. Dieser Trend beschleunigt sich aktuell sehr stark. Es ist absehbar, dass im kommenden Jahr der große Schritt von einer Nischentechnologie hin zu einem umfassend genutzten Best Practice vollzogen wird. Service Mesh ist für Top-Unternehmen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich bereits jetzt ein wichtiges und viel diskutiertes Thema, wenn es um die in 2022 anlaufenden Umsetzungen für ein zentrales Service Mesh auf Konzernebene geht.
3. Beschleunigte Ablösung von Standardkonzepten wie Load Balancer
Mit Microservices, DevOps und CI/CD, die als moderne Konzepte für Entwicklung akzeptiert und als Best Practice umgesetzt sind, ergeben sich sowohl neue Herausforderungen als auch neue Chancen. Gleichzeitig werden Technologien, die als gesetzt angesehen werden durch neue ersetzt: Technologien, die über viele Jahre perfekt in eine zentralisierte IT-Struktur passten, müssen nun in einer zunehmend fragmentierten Microservices- und Multi-Cloud-Infrastruktur hinterfragt werden. Andernfalls drohen sie zum neuen Bremsklotz für die agile Softwareentwicklung zu werden.
Im kommenden Jahr wird sich der nächste großen Wechsel weg von den klassischen, zentralen Load Balancern vollziehen, die insbesondere in der Service-to-Service-Kommunikation unnötig Latenzen und Single-Point-of-Failure verursachen. Gerade hier findet ein Umschwenken hin zu ZeroLB mit Service Mesh basiertem Load Balancing in der direkten Kommunikation zwischen den Diensten statt.
4. Das komplexe Setup von eigenen Rechenzentren, verschiedenen Cloud-Anbietern und Verfügbarkeitszonen findet in einem Enterprise-weiten Netzwerk wieder zusammen
Themen wie VPN, VPC-Pairing oder Firewalls bereiten den IT-Verantwortlichen Sorgen. Diese Themen stammen noch aus der Welt der internen Firmennetze und der klaren Definition für Innen/Außen. Einerseits ist die Komplexität der Infrastruktur komplizierter geworden, andererseits muss sie eine Infrastruktur bereitstellen, die trotz aller Agilität weiterhin Sicherheit und Monitoring ermöglicht.
Dieses Ziel wird nur erreicht, wenn diese verteilten Welten wieder unter einem zentralen Management stehen, ohne dabei die Vorteile in puncto Agilität zu opfern. Deshalb wird 2022 das Interesse an Multi-Zone Lösungen auf Service Mesh Basis sprunghaft ansteigen, denn mit diesem Netz können über die vielen, dezentralen Inseln konzernweite Policies durchgesetzt werden. Einzelne Entwickler-Teams können ohne großen bürokratischen Aufwand weiterhin erfolgreich arbeiten.
Stand: 08.12.2025
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* Sven Walther ist Ansprechpartner für alle technischen Fragen im Bereich API und Services und zeichnet sich im Solutions Engineering von Kong verantwortlich für Präsentationen und Installationen bei Interessenten. Dabei konzentriert er sich auf die Bereitstellung von erstklassigen Lösungen für APIs, Services und Developer Engagement. Sven Walther hat ein Studium der Wirtschaftswissenschaften absolviert und verfügt über eine mehr als 20-jährige internationale Erfahrung mit verschiedenen IT-Lösungen für Unternehmen, die APIs nutzen, bereitstellen und verwalten.
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APIs sind das Herzstück moderner Anwendungsarchitekturen und innovativer Geschäftsmodelle der „API-Wirtschaft“. Startups in diesem Bereich fließen üppige Kapitalsummen zu. Entsprechend scheint sich auch das Innovationstempo weiter zu beschleunigen.