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Open-Source-Remote-Desktop Was ist eigentlich Guacamole?

Von lic.rer.publ. Ariane Rüdiger 1 min Lesedauer

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Mit dem leckeren gleichnamigen Avocado-Dip hat „Guacamole“ in der IT leider nichts zu tun. Hier geht es um den unkomplizierten Remote-Zugriff auf Ressourcen.

Mit dem gleichnamigen Avocado-Dip hat „Apache Guacamole“ nichts zu tun. Dafür hilft die Technik beim clientlosen Remote-Zugriff über Webbrowser.(Bild:  frei lizenziert/Repic Studio /  Pixabay)
Mit dem gleichnamigen Avocado-Dip hat „Apache Guacamole“ nichts zu tun. Dafür hilft die Technik beim clientlosen Remote-Zugriff über Webbrowser.
(Bild: frei lizenziert/Repic Studio / Pixabay)

Wohl jeder Admin kennt ein Tool für den Fernzugriff. Sie tragen beispielsweise die Bezeichnungen Guacamole „ISL Light“, „Kasm“, „Pulseway“, „Kaseya“, „Windows RDS“ oder „Splashtop“. Sie kosten in der Regel Geld oder sind an fetsgelegte Betriebssystemumgebungen gebunden. Man verwendet sie beispielsweise beim Troubleshooting und für Updates oder zur Kontrolle von technischen Änderungen, gelegentlich auch für anwenderspezifische Einweisungen.

Wer für solche Aufgaben lieber Open Source nutzt, kann es mit Apache Guacamole versuchen. Dieses Gateway für den Remote-Zugriff wird unter der Apache-Lizenz 2.0 vertrieben und lässt sich kostenlos herunterladen. Großer Vorteil dieser Software neben Open Source: Ein Client oder Plugin auf dem besuchten PC ist unnötig, da das Programm HTML 5 unterstützt.

Der zugreifende Desktop kann sich irgendwo befinden. Also auch auf einer virtuellen Maschine vor Ort oder in der Cloud - Hauptsache, es läuft ein Webbrowser darauf. Denn eine solche Technik ist die einzige, die das Tool für den Remote-Zugriff braucht.

Protokollvielfalt inklusive

Zwischen Remote- und Guacamole-Desktop unterstützt das Tool wichtige Protokolle wie „VNC“ (Virtual Network Connection), „RDP“ (Remote Desktop Protocol) oder „SSH“ (Secure Shell). Gelobt wird Guacamole beispielsweise für seine sehr detaillierte Dokumentation.

Außerdem erlauben APIs die Integration in Dritt-Applikationen. Auch Third-Party-Support gibt es für Guacamole. Die offizielle Guacamole-Website listet allerdings nur britische Firmen.

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