„SAP Datasphere“ positioniert sich als offenes Daten-Ökosystem mit dem Ziel, allen Anwendern im Unternehmen einen effizienten Zugriff auf Daten zu ermöglichen. Damit ist das Produkt eine Daten-Management-Plattform, die sowohl den Anforderungen der Fachbereiche an Self-Service-Datenbereitstellung als auch den Governance-Anforderungen der IT im Data Warehousing gerecht wird, sagt Andreas Dietz.
Statt eines Datenlagers, Data Warehouse, braucht ein Data-Management belebtes ein 'Data Lake House'.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)
Für die produktive Arbeit im Unternehmen ist der reibungslose Zugriff auf geschäftskritische Daten heute wichtiger denn je. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen in der Lage sein, auch aus riesigen Datenmengen schnell die benötigten Informationen herauszufiltern. Dies erfordert zunehmend Software, die sowohl kontextsensitiv als auch hoch skalierbar ist.
Da kommt den geneigten SAP-Nutzer Dataspehere in den Sinn. Doch was zeichnet das Produkt aus und ist es wirklich die Zukunft des Daten-Managements? Diesen Fragen geht der Beitrag auf den Grund!
Data Lake House und klassische Data Warehouses
Im Gegensatz zu traditionellen Data Warehouse (DWH)-Systemen, die oft nicht mehr den heutigen fachlichen und technologischen Anforderungen gerecht werden, bietet das Konzept des Data Lake House eine flexible und skalierbare Alternative. Data Lake Houses kombinieren die besten Eigenschaften von Data Lakes und Data Warehouses, indem sie strukturierte und unstrukturierte Daten in einem einzigen System integrieren. SAP Datasphere unterstützt diese Integration und erleichtert den nahtlosen Zugriff auf hybride und Cloud-Umgebungen.
Ein wichtiges Merkmal von SAP Datasphere ist seine Fähigkeit, sich nahtlos mit verschiedener Technik zu integrieren. Durch Partnerschaften mit weiteren Technologie-Anbietern wie Google Cloud, Databricks, Collibra, Confluent und Datarobot schafft SAP ein offenes Datenökosystem, das die Integration, Sicherung und Governance von Datenlandschaften vereinfacht. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Unternehmen, ihre bestehenden Investitionen zu maximieren und neue, innovative Datenanwendungen zu entwickeln.
Die Funktionen von Datasphere erstrecken sich insbesondere auf die folgenden Bereiche:
Datenbereitstellung: Datasphere stellt Daten aus SAP-Quellen immer im jeweiligen fachlichen Kontext zur Verfügung. Semantische Definitionen und Assoziationen aus SAP-Anwendungen können automatisch wiederverwendet werden, was die Modellierung auch komplexer Zusammenhänge vereinfacht. Darüber hinaus wird die Governance über den gesamten Datenlebenszyklus sichergestellt, um die Integrität und Sicherheit der Daten zu gewährleisten.
Datenanreicherung: Mit Datasphere lassen sich heterogene Daten harmonisieren und komplexe Datenlandschaften in einem semantischen Modell abbilden. So können Datenquellen gebündelt und für den Zugriff bereitgestellt werden. Über den „SAP Datasphere Marketplace“ sind eigene Datenprojekte mit hochwertigen Branchendaten verschiedener Anbieter anreicherbar, um zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen. Im Gegenzug können eigene Datenprodukte öffentlich bereitgestellt und vermarktet werden.
Vereinheitlichung der Datenlandschaft: Datasphere ermöglicht einen einheitlichen Zugriff auf Daten, unabhängig davon, wo sie gespeichert sind, ob in der Cloud oder in hybriden Umgebungen. Mit SAP Datasphere Spaces können Anwender Self-Service implementieren und vorhandene Inhalte aus dem „SAP BW“ über die „BW Bridge“ wiederverwenden, wodurch sich die Nutzung vorhandener Ressourcen optimieren lässt.
Business Data Fabric: Datasphere vereinfacht das Management wachsender Datenlandschaften und integriert Daten und verschiedene KI-Plattformen in einer gemeinsamen Umgebung. Der Datenzugriff erfolgt in Echtzeit, wodurch Geschäftsprozesse beschleunigt werden und eine 'Business Data Fabric' entsteht. Dies fördert eine effizientere und reaktionsschnellere Datenverwaltung und -nutzung.
Diese umfassenden Funktionen machen SAP Datasphere zu einem leistungsstarken Werkzeug für Unternehmen, die ihre Datenlandschaft modernisieren und optimieren möchten, um den heutigen Anforderungen an Datenmanagement und -integration gerecht zu werden.
Aus der Praxis
Angenommen, eine Bestellung wird aufgegeben: Bestelldaten werden normalerweise nicht in einer einzigen Tabelle, sondern in mehreren Tabellen gespeichert. Diese Tabellen stehen miteinander in Beziehung und enthalten wichtige Informationen wie Währungseinstellungen, Zugriffskontrollen und Sicherheitsmaßnahmen. Beim Replizieren dieser Daten von einer Quelle in eine andere geht dieser Kontext jedoch oft verloren, was die Verwaltung und Kontrolle dieser Informationen für Unternehmen äußerst komplex macht.
Man stelle sich vor,
der Kontext von Daten ließe sich bewahren und verstehen,
die Beziehungen zwischen den Daten ließen sich erfassen sowie die Informationen wer Zugriff auf welche Daten hat oder haben sollte,
Anwender wüssten, wo sich die Daten genau befinden, und
könnten nachvollziehen, wie Tabellen miteinander verknüpft sind.
Dies würde die Effizienz und Position von Datenprojekten und zentralen Data Warehouses erheblich verbessern.
... und in der Cloud?
Mit dem Aufkommen von Cloud-Technologien ist die Verwaltung des Datenkontexts noch anspruchsvoller geworden. Unternehmen, die mehrere Quellsysteme nutzen, arbeiten oft mit verschiedenen Hyperscalern zusammen, um Cloud-Datenquellen mit lokalen Datenquellen zu integrieren. Dies macht die Verwaltung und Kontrolle des Datenkontextes noch schwieriger.
Mit SAP Datasphere
steht eine Technik zur Verfügung, die eine zentrale Semantik- und Katalogebene bietet, die den Kontext der Daten stets berücksichtigt,
erhalten Unternehmen die Möglichkeit, eine Business-Data-Fabric-Architektur für das Management von Geschäftsdaten zu schaffen, die Daten mit ihrem Kontext und ihrer Logik bereitstellt.
Zielgruppe von SAP Datasphere sind Unternehmen, die ihre Datenlandschaft vereinheitlichen möchten und gegebenenfalls leistungsstarke KI-Funktionen nutzen wollen, die über eine Integration der „SAP HANA Cloud“ oder durch Partner -Tools wie Databricks zugänglich sind. Diese Funktionen sind entscheidend, um aus den wachsenden Datenmengen weiterhin wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, die zur Wertschöpfung und Entscheidungsunterstützung beitragen.
SAP Datasphere richtet sich somit an Unternehmen jeder Größe, die den Anforderungen einer modernen digitalen Geschäftsstruktur gerecht werden wollen.
*Der Autor Andreas Dietz ist Bereichsleiter für Enterprise Data Management beim BBeratungscontor. Er hält fest: SAP Datasphere präsentiert sich als umfassende und zukunftsorientierte Lösung für integratives Datenmanagement. Mit ihrer Fähigkeit, Daten aus verschiedenen Quellen zu harmonisieren und in einem semantisch reichen Kontext bereitzustellen, bietet sie Unternehmen die Flexibilität und Skalierbarkeit, die sie benötigen, um heutigen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Durch die enge Zusammenarbeit mit führenden Technologiepartnern und die Integration moderner Technologien wird SAP Datasphere die Zukunft des Daten-Managements darstellen.
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