Alle großen Serverhersteller bieten für ihre Systeme eigene Verwaltungs-Tools an. Diese sind meist die naheliegende Lösung für das Management der Geräte, da sie auf die Server abgestimmt werden. Zudem sind sie oftmals günstiger und einfacher zu nutzen als die mächtigen Management-Suiten von Drittanbietern.
Für eine einfache und flexible Verwaltung ihrer Server in physischen, virtuellen, lokalen und Remote-Umgebungen stellen die großen Server-Hersteller eigene Tools bereit.
(Bild: Dell Technologies)
Die grafischen Oberflächen der Management-Controller von Servern eignen sich gut für die Verwaltung einzelner Systeme. In größeren IT-Infrastrukturen brauchen Administratoren jedoch Anwendungen, mit denen sie mehrere Geräte zentral und unterstützt durch Automatisierungsfunktionen verwalten können. Deshalb bieten alle namhaften Serverhersteller spezialisierte Management-Tools für ihre Systeme an – dazu zählen etwa „Dell Open Manage Enterprise“, „Fujitsu Server View“, „HPE One View“ und „Lenovo X Clarity“.
Die Tools werden üblicherweise als virtuelle Appliance bereitgestellt und lassen sich dadurch sehr schnell in Betrieb nehmen. Ursprünglich waren sie vor allem für das Monitoring der Systeme und der Systemkomponenten sowie das Patch-Management gedacht. Inzwischen sind allerdings viele weitere Funktionen hinzugekommen, so dass die Applikationen alles bieten, was man für das System-Management benötigt.
Sie helfen zum Beispiel bei der Remote-Installation von Betriebssystemen, übernehmen die Verwaltung von Geräteprofilen, erstellen detaillierte Reports und überwachen den Service-Status der Systeme, sodass die Verantwortlichen die Support-Laufzeiten im Blick haben und Beschaffungen rechtzeitig planen können.
Oft überwachen und verwalten die Tools nicht nur Server, sondern auch andere Systeme im Rechenzentrum wie Storage-Arrays, Switches und USVs – teilweise beherrschen sie sogar das Management von Clients und Druckern. Allerdings sind sie meist auf die Lösungen des jeweiligen Herstellers beschränkt und kommen nicht mit den Systemen anderer Anbieter zurecht. Unterstützen sie diese doch, dann nur mit einem sehr limitierten Funktionsumfang – mehr als ein Basis-Monitoring ist in der Regel nicht möglich.
Einfache Erweiterung und Integration
Zwar existieren Management-Frameworks wie „CA Unicenter“ oder „IBM Tivoli“, die Systeme unterschiedlichster Hersteller unterstützen und einen enormen Funktionsumfang bieten. Die herstellereignen Tools sind allerdings deutlich einfacher zu nutzen und in nicht allzu heterogenen IT-Umgebungen meist völlig ausreichend.
Da sie auf die Geräte des jeweiligen Herstellers abgestimmt sind, erfordern sie keine großen Anpassungen oder Integrationsarbeiten, punkten mit hoher Performance und erlauben ein sehr unkompliziertes und effizientes System-Management. Zudem sind sie deutlich günstiger oder sogar kostenlos.
Viele herstellereigene Tools lassen sich mit Plug-ins erweitern. So baut etwa der Dell „Open Manage Enterprise Power Manager“ das grundlegende Power-Monitoring von „Dell Poweredge“-Servern deutlich aus. Damit können Administratoren den Stromverbrauch von Servern und Server-Gruppen oder sogar einzelnen VMs überwachen und Server-Leistung sowie Energiebudgets flexibel steuern.
Löcher in der Server-Pflege: vorsorgen oder sparen?
Auch wenn’s weh tut: System Management auf den Zahn gefühlt
Aus dem Webinar mit Peter Dümig von 23. März 2022
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)
Was haben ein Zahnarztbesuch und System-Management gemeinsam? Beides ist im Alltag lästig, aber ein notwendiges Übel. Denn einmal vernachlässigt kann das später mehr schmerzen, als es der Termin an sich getan hätte. Doch wie klappt die IT-Vorsorge?
Im Webinar am 23.03. mit Peter Dümig, das on demand zur Verfügung steht, können Zuschauer:innen erfahren, wie sie ihre IT-Systeme sauber und nachhaltig managen sowie konsolidieren, aber auch wie die 'Wehwehchen' gar nicht mehr so lästig sind, wie sie vielleicht denken.
System-Management und die Prävention von Ausfallzeiten
Nachhaltiges Energie-Management im Rechenzentrum
Patching und intrinsische IT-Security: Es braucht mehr als Monitoring.
Über Schnittstellen fügen sich die Tools darüber hinaus in ITSM-Lösungen (IT-Service-Management) wie „Servicenow“ und die Portale der Server-Hersteller ein. Droht eine Komponente auszufallen oder ist sie defekt, wird automatisch ein Ticket bei der internen IT und/oder dem Hersteller erstellt. So kann ein Austausch oder eine Reparatur schnell initiiert werden, um längere Downtimes zu vermeiden. Solche Funktionen entlasten Administratoren und verbessern die IT-Verfügbarkeit insbesondere in Außenstellen oder Niederlassungen ohne dedizierte IT-Fachkräfte.
Stand: 08.12.2025
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In vielen Unternehmen haben die Hersteller-Tools die großen Management-Frameworks abgelöst und werden häufig im Zusammenspiel mit Open-Source-Anwendungen wie „Ansible “und „Nagios“ oder Produkte wie „VMware vCenter“ und „Microsoft Windows Admin Center“ genutzt, in die sie sich integrieren.
* Peter Dümig ist Senior Product Manager Server bei Dell Technologies Deutschland.