VMware will die Effizienz von Service Providern am Edge und in der Telekommunikation steigern. Dafür bietet es einen Technologiestapel mit der Bezeichnung „VMware Telecommunications Cloud Platform“ an, der nun auch 5G-Netzwerke unterstützt.
Senior Vice President Sanjay Uppal, der diesen Geschäftsbereich leitet, sagte: „Schon über 150 Cloud Service Provider sind auf dieser Plattform deployed.“
Neue Kunden
Uppal verkündete den Gewinn neuer Kunden. In Japan konnte Softbank im Hinblick auf seine geplanten 5G-Services gewonnen werden. Der Konzern hat zwei mithilfe von VMware zwei Ziele erreicht.
Indem Softbank eine horizontale, digitale Infrastruktur für den Kern seines 5G-Netzwerks eingeführt habe, sei es nun in der Lage, seine Architektur im Hinblick höhere Effizienz und verbesserter Automation zu vereinheitlichen. Mit VMware Telco Cloud Platform als Basis könne das Unternehmen sein Time-to-Market beschleunigen, um neue, innovative Dienste einzuführen, die Softbank einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. (siehe: VMware-Blog).
Im Golfstaat Katar optierte Vodafone Qatar für VMwares Telco-Plattform und für seine „VMware Cloud Foundation“ mit dem Entwicklungs-Framework „Tanzu“. Diese Vorgehensweise soll Vodafone Qatar in die Lage versetzen, die Leistungsfähigkeit des 5G-Standards, der Cloud und moderner Container-basierter Applikationen (mit Container as a Service) vollständig auszunutzen, um neue Services auf den Markt zu bringen. Damit soll die ehrgeizige Digitalisierung des Landes im Hinblick auf Qatars „National Vision 2030“ gefördert werden.
Neue Partner
Ein zentraler Bestandteil der VMware Telco Plattform 5G ist die Technologie des Radio Access Networks (RAN). Das RAN ist derjenige Teil eines mobilen Telekommunikationsnetzes, der die drahtlose Verbindung zu den Endgeräten herstellt und den Zugang zum Kernnetzwerk ermöglicht.
Die Mobilfunktechnologien GSM, GPRS/EDGE, UMTS, LTE und 5G verwenden RANs in technisch unterschiedlichen Varianten. Im Wesentlichen bestehen sie aus den Basisstationen, Antennen, Software und entsprechender Sende- und Empfangstechnik in den Endgeräten.
In der Vergangenheit waren RANs geschlossene Systeme, bei denen die Einzelkomponenten vom selben Hersteller stammen mussten. Konzepte und Initiativen wie „Open-RAN“ und „virtual RAN“ (vRAN) sorgen für offene Standards und mehr Flexibilität und Interoperabilität. Jede Methode hat ihre jeweiligen Vorteile.
OpenRAn und vRAN
OpenRAN (oRAN) ist ein technisches Konzept und eine Standardisierungsinitiative der O-RAN Alliance, das die Abhängigkeit der Kunden von proprietärer Technik (Schnittstellen, Funktionen, Hardware usw.) der Hersteller beenden soll. Telekommunikationsanbieter wie etwa Vodafone gründeten die O-RAN Alliance, an der sich auch viele große Telekommunikations-Hardware- und -Softwarehersteller beteiligen.
Das Open-RAN-Konzept sieht vor, dass die einzelnen Funktionsblöcke RU (Radio Unit), CU (Centralised Unit) und DU ((Distributed Unit) über standardisierte, offene Schnittstellen und Protokolle miteinander kommunizieren. Der „RAN Intelligent Controller“ (RIC) sorgt für die Programmierbarkeit im Open-RAN.
Mithilfe von vRAN lassen sich alle vier Funktionsblöcke virtualisieren und anstatt auf dedizierter Hardware beispielsweise als Cloud-Services implementieren. Cloud-basierte Realisierungen des RAN werden auch als „Cloud RAN“ oder „C-RAN“ bezeichnet.
Der neue Partner Samsung hat virtualisiertes RAN von VMware gewählt, um den Weg für den Aufbau von offenen 5G-Netzwerken für entsprechende Cloud-Services freizumachen. Das japanische Unternehmen NTT Data will mit VMware den Aufbau großer Software-definierter 5G-Netzwerke beschleunigen, die auf openRAN aufbauen. Neben diesen Deployments ist auch die Förderung der weltweiten Digitalisierung der bestehenden Cloud Service Provider Branche geplant.
Neue Produkte
VMware kündigte auf dem MWC zwei Neuheiten, die eher Projekte und Previews sind. Das erste besteht in einem Framework für Service Management and Orchestration (SMO). Dieses Framework entspricht den Vorgaben und Zielen der oben erwähnten O-RAN-Allianz: Vereinfachung und Optimierung.
Dafür zieht VMware eine Suite seiner Telco Cloud Management- und -Orchestrierungslösungen heran, darunter „VMware Centralized RIC“, „VMware Telco Cloud Automation“ und „VMware Telco Cloud Service Assurance“. Mithilfe dieser Suite sollen Cloud Service Provider (CSPs) ihre jeweilige Installation eines programmierbaren 5G-RAN-Netzwerks mit umfassende Automation optimieren können.
Stand: 08.12.2025
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Sanjay Uppal kündigte das Projekt „Kauai“ (benannt nach einer Insel in der Hawaii-Inselkette) als Technische Preview an. Es soll CSPs mehr Optionen für die Installation eines modernen, disaggregierten RAN anbieten.
Mit „VMware ESXi“ kommt ein Hypervisor, doch Kauai werde den Hypervisor durch die Möglichkeit ergänzen, die Funktionen eines virtualisierten und disaggregierten RAN direkt auf einem Bare Metal Server, der mit VMware Tanzu ausgestattet ist, auszuführen. „Kauai“ soll CSPs mit größerer Auswahl und Flexibilität besonders im anspruchsvollsten Bereich versehen, nämlich in Lokationen an der äußersten Edge.