Der „Performance Monitor“ in „Windows“ und auf Windows-Servern hat sich seit 25 Jahren nicht verändert. Jetzt hat Microsoft im „Windows Admin Center“ ab Version 1910 aber eine moderne, effiziente und anwenderfreundliche Oberfläche für die Leistungsüberwachung integriert.
Es lohnt sich, das Windows Admin Center einzusetzen – schon alleine, um die neue Leistungsüberwachung „Performance Monitor“ nutzen zu können.
(Bild: Microsoft / Joos)
Das Windows Admin Center kann derzeit immer noch auch alle Verwaltungsaufgaben durchführen, die der Server-Manager bereitstellt. Das ändert aber nichts daran, dass Microsoft dem Windows Admin Center ständig neue Erweiterungen spendiert und in das Tool zur Netzwerkverwaltung mittlerweile bei Administratoren eine echte Berechtigung hat.
Es lohnt sich also, das Windows Admin Center einzusetzen – und das auch deshalb, um die neue Leistungsüberwachung „Performance Monitor“ nutzen zu können. Denn auch im Windows Admin Center werden die Daten in Echtzeit angezeigt, genauso wie beim lokalen Betrieb von Perfmon.msc. Und dies funktioniert über einen Webbrowser problemlos.
Neben dem Performance Monitor lassen sich im Windows Admin Center bei „Übersicht“ ebenfalls Daten zum Ressourcenverbrauch anzeigen. Hier blendet das Windows Admin Center die aktuelle Nutzung der CPU, des Arbeitsspeichers und der Netzwerkadapter ein. Der Performance Monitor im Windows Admin Center kann Server mit „Windows Server 2016/2019“ und Workstations mit „Windows 10“ anbinden. Auch Cluster könnten überwacht werden.
Der Performance Monitor im Windows Admin Center
Wer das Windows Admin Center ab Version 1910 nutzt, kann nach der Verbindung mit einem Server den Menüpunkt „Performance Monitor“ aufrufen. Hier steht die neue Version der Leistungsüberwachung für Windows zur Verfügung.
Der Vorteil bei der neuen Version des Performance Monitors in Windows besteht auch darin, dass sich Administratoren eigene Workspaces erstellen können. Dabei handelt es sich um die Leistungsindikatoren, die auf einem Server überwacht werden sollen.
Die Workspaces lassen sich herunterladen, speichern und auch wieder hochladen. Dadurch können sehr schnell Oberflächen zur Überwachung erstellt werden, die jederzeit zugriffsbereit sind.
Neue Workspaces
Durch die Auswahl von „Blank Workspace“ kann ein neuer, leerer Workspace im Performance Monitor des Windows Admin Centers erstellt werden. Über „Add Counter“ lassen sich, wie bei der alten Version der Leistungsüberwachung, wiederum die einzelnen Leistungsindikatoren einbinden. Unter „Objekt“ stehen die verschiedenen Indikatoren zur Verfügung, genauso, wie bei der alten Leistungsüberwachung.
Neben dem Dropdown-Menü kann hier auch nach Objekten gesucht werden, zum Beispiel „Prozessor“ oder „SQL“. Wird mit der Maus über einen Bereich des Performance Monitors gefahren, wird eine Hilfe angezeigt, die vor allem bei Indikatoren umfassende Informationen bietet.
Auch zusätzlich installierte Workloads, wie SQL Server, werden angezeigt. Dazu verbindet sich der Performance Monitor im Windows Admin Center mit dem entsprechenden Server und zeigt die verfügbaren Indikatoren an, genauso wie die alte Version der Leistungsüberwachung. Nach der Auswahl des Indikators können die Instanzen ausgewählt werden. Auch das funktioniert, wie bei der alten, lokalen Version der Leistungsüberwachung.
Bei „Counter“ werden schließlich die einzelnen Indikatoren hinzugefügt, die dem Objekt untergeordnet sind. Über „Graph type“ kann eingestellt werden, wie die Daten angezeigt werden sollen. Die verschiedenen Bereiche lassen sich natürlich unterschiedlich formatieren. Über den Menüpunkt „Settings“ lassen sich weitere Einstellungen für den Workspace anpassen, zum Beispiel auch die Zeitspanne der Überwachung.
In den jeweiligen Kacheln des Performance Monitors lassen sich die aktuellen Daten auch als CSV-Datei herunterladen. Außerdem kann hier die Ansicht maximiert werden. Auch das Löschen der aktuellen Anzeige ist möglich. Mit „Pause“ wird die aktuelle Messung pausiert, mit „Resume“ wird die Messung fortgeführt.
Workspace speichern, herunterladen und hochladen
Sobald der Workspace mit den gewünschten Objekten und Indikatoren erstellt wurde, lässt sich dieser mit „Save“ speichern. Beim Speichern kann dem Workspace ein Name zugewiesen werden. Dieser Name wird in der Ansicht des Performance Monitors angezeigt. Durch das Anklicken des gespeicherten Workspaces, werden sofort die entsprechenden Daten abgerufen und angezeigt.
Über „Save\Download Workspace“ kann ein erstellter Workspace mit seiner kompletten Konfiguration als JSON-Datei heruntergeladen werden. Über die Import-Funktion des Performance-Monitors können die JSON-Dateien zum Beispiel für andere Server, aber auch für andere Benutzer zugänglich gemacht werden. Wer also einen komplexen Workspace mit verschiedenen Objekten und Indikatoren, unterschiedlichen Ansichten und weiteren Anpassungen aufbaut, kann diese Ansicht komplett speichern und jederzeit auf anderen Servern nutzen.
Stand: 08.12.2025
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Werden auf einem Server mehrere Workspaces gespeichert, steht auch ein Suchfeld zur Verfügung, über das nach dem richtigen Workspace gesucht werden kann. Auch das Datum der Erstellung des Workspaces und dessen letzter Änderung werden angezeigt.
Für das Importieren eines exportieren Workspace muss im Performance Monitor die Option „Upload“ ausgewählt werden. Danach wird die gespeicherte JSON-Datei entweder vom lokalen Rechner oder von einer Freigabe im Netzwerk geladen. Die JSON-Datei wird nicht auf dem Server gespeichert, der überwacht wird, sondern es handelt sich dabei um eine unabhängige Datei, die entweder auf dem Rechner gespeichert wird, der über den Browser mit dem Gateway des Windows Admin Centers verbunden ist, oder auf einer Freigabe im Netzwerk.
Natürlich lassen sich auch importierte Workspaces jederzeit anpassen und unter einem neuen Namen speichern. Auch hier ist der Download von und der Upload auf einen anderen Server möglich.
Hyper Converged-Strukturen überwachen
Wer im Windows Admin Center Cluster verwaltet, kann über den „Cluster-Manager“ speziell die Cluster überwachen lassen. Auch im Cluster-Manager steht der Performance-Monitor zur Verfügung. Auch hier können eigene Workspaces erstellt und verwaltet werden.
Die Funktionsweise entspricht der Überwachung von lokalen Servern. Der Performance Monitor zeigt hier aber nur Objekte an, die für Cluster überwachbar sind, zum Beispiel die einzelnen Knoten.
*Thomas Joos ist IT-Berater und Autor von IT-Artikeln sowie -Fachbücher. Auf DataCenter-Insider befüllt er seinen eigene Blog mit Tipps und Tricks für Administratoren: „Toms Admin-Blog“.