Tasklist und Taskkill Troubleshooting in der Befehlszeile und schneller Überblick zu laufenden Prozessen

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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In „Windows“ lässt sich mit der Befehlszeile schnell und einfach eine Liste der laufenden Prozesse anzeigen und auch beenden. in diesem Beitrag geht es um die Möglichkeiten dabei die Tools „taskkill“ und „tasklist“ bieten.

Prozesse mit „tasklist“ anzeigen und mit „taskkill“ beenden.(Bild:  Thomas Joos)
Prozesse mit „tasklist“ anzeigen und mit „taskkill“ beenden.
(Bild: Thomas Joos)

Die Windows-Befehle „tasklist“ und „taskkill“ bieten effiziente Möglichkeiten, Prozesse zu analysieren und zu beenden. Diese Werkzeuge sind besonders nützlich für die Verwaltung von Systemressourcen und die Fehlerbehebung.

Tasklist: Prozesse auflisten und filtern

Der Befehl tasklist dient dazu, eine Liste aller auf einem Windows-System laufenden Prozesse anzuzeigen. Zusätzlich ermöglicht er die Filterung und Anzeige spezifischer Prozessinformationen. Für detailliertere Informationen kann „tasklist /v“ verwendet werden, um die Ausgabe um zusätzliche Details wie Sitzungs-ID und Speichernutzung zu erweitern.

Möchte ein Administrator, eine Administratorin Prozesse eines bestimmten Benutzers filtern, lässt sich dies mit mit folgendem Befehl erreichen:

tasklist /FI "USERNAME eq DOMAIN\Username"

Eine weitere nützliche Anwendung ist das Filtern nach Speichernutzung, um herauszufinden, welche Prozesse am meisten Speicher verbrauchen:

tasklist /FI "MEMUSAGE gt 100000"

Der Befehl zeigt beispielsweise alle Prozesse an, die mehr als 100 Megabyte Speicher nutzen. Zur Identifizierung speicherintensiver Prozesse, die möglicherweise die Systemleistung beeinträchtigen, kann die Ausgabe von tasklist mit Filterkriterien verfeinert werden. Durch die Verknüpfung mit anderen Befehlen wie findstr lassen sich spezifische Prozesse leichter identifizieren. Ein Beispiel:

tasklist /FI "MEMUSAGE gt 50000" | findstr "chrome.exe"

taskkill: Prozesse gezielt beenden

Der Befehl taskkill ermöglicht das Beenden eines oder mehrerer Prozesse. Um einen Prozess anhand seiner PID (Prozess-ID) zu beenden, wird der Befehl „taskkill /PID 1234“ verwendet, wobei 1234 durch die tatsächliche PID des Prozesses ersetzt wird. Um einen Prozess nach Namen zu beenden, kann taskkill /IM "notepad.exe" genutzt werden, um beispielsweise den Notepad-Prozess zu beenden.

Für fortgeschrittene Anwendungsszenarien unterstützt taskkill auch das Beenden von Prozessen auf entfernten Systemen sowie das zwangsweise Beenden von Prozessen, die nicht reagieren. Um einen Prozess auf einem entfernten Computer zu beenden, kann der folgende Befehl eingesetzt werden:

taskkill /S System /U Domain\User /P Password /IM "process.exe"

Für Prozesse, die sich nicht 'normal' beenden lassen, bietet sich der Parameter /F an, um den Prozess zu beenden:

taskkill /F /IM "hängenderprozess.exe"

taskkill ermöglicht nicht nur das Beenden einzelner Prozesse, sondern auch das gleichzeitige Beenden mehrerer Prozesse, die einem bestimmten Kriterium entsprechen. Beispielsweise können alle Prozesse, die einen bestimmten Speicherverbrauch überschreiten, wie folgt beendet werden:

for /f "tokens=2" %i in ('tasklist /FI "MEMUSAGE gt 100000" ^| find /i "exe"') do taskkill /PID %i /F

Dieser Befehl nutzt eine Schleife, um durch alle Prozesse zu iterieren, die mehr als 100 MB Speicher verbrauchen, und beendet jeden einzelnen zwangsweise.

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