Das Insbrucker Unternehmen AQT baut Ionenfallen-basierte Quantencomputer. Jetzt können Kunden der „T-Systems Quantum Cloud“ auf Quantencomputer von AQT zugreifen.
Setup für die Installation eines Ionenfallen-Quentanecomputers von AQT in ein 19-Zoll-Rack
(Bild: AQT)
Noch ist der konkrete Zweck von Quantencomputern limitiert. Doch Fachleute raten allenthalben, sich rechtzeitig, also: sobald wie möglich mit der Technik vertraut zu machen. Ionenfallen-basierte Quantencomputer gelten als vielversprechend, zeichnen sich doch insbesondere durch die hohe Güte der Berechnungen aus.
Überall auf der Welt wird an der Entwicklung von Quantencomputern gearbeitet. Die Zusammenarbeit von T-Systems und AQT wird seitens der Partnerunternehmen auch als Stärkung von Europas Souveränität bei dieser kritischen Zukunftstechnologie gesehen.
Nach Angaben der Unternehmen waren erste Testläufe bereits erfolgreich. Kunden können also schon mit dem Angabot und dedizierten Beratungsleistungen von T-Systems starten. Möglich wird das für die T-Systems-Kunden über Cloud-Zugänge, so dass sie Quanten-Anwendungsfälle auf den Quantencomputern von AQT entwickeln können.
Keine Ausschließlichkeit
Diese Verbindung zu der Alpine Quantum Technologies GmbH (AQT) wird in das Multi-Quanten-Cloud-Angebot der Telekom-Tochter integriert. T-Systems unterstützt Quantum Cloud-Kunden mit Training und Enablement. Kunden haben auch Zugriff auf fertige Quantenalgorithmen und -Applikationen auf der europäischen PlanQK-Plattform.
Die Plattform bietet Unternehmen durch fertige Programmier-Bausteine einen einfachen Einstieg ins Quantencomputing. Alle Leistungen können in verschiedenen Paketen zusammengestellt werden. Es werden sowohl rechenzeitbasierte Nutzungsmodelle als auch Volumen-Pakete angeboten. Die Pakete reichen von eintägigen Einführungen bis hin zu Business Case Proofs-of-Concept die mehrere Monate dauern.
Jörn Kellermann, SVP Global Portfolio and Technology Excellence bei T-Systems, erläutert: „Wir haben Quantencomputing frühzeitig als kritische Schlüsseltechnologie für die Zukunft identifiziert. Die ersten Kunden sind bereits live auf der T-Systems Quantum Cloud und die Kooperation mit AQT erweitert ihre Möglichkeiten – auf einer souveränen, europäischen Infrastruktur.“
Die AQT-Quantencomputer
AQT ist ein Spin-Off der Universität Innsbruck und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Als erstes Unternehmen weltweit hat AQT ein System entwickelt, das direkt in marktüblichen 19 Zoll Rack-Schränken, wie sie in Rechenzentren verwendet werden, untergebracht ist.
128 Qubits fertig für den Einbau in 19-Zoll-Schränke
(Bild: AQT)
Die AQT-Technik hat hierbei ein Quantenvolumen von 128 erreicht, was es zum leistungsstärksten System in Europa macht. Mehrere Partner der AQT konnten hierauf bereits Demonstrationen in den Bereichen Chemie, Portfolio-Optimierung, Risiko-Analyse, oder Prozess-Optimierung erfolgreich umsetzen.
Mit der Unterstützung des EIC (European Innovation Council) und des QCDC-Projekts (Quantum Computers for Data Centers) stellt AQT Quantencomputer über die Cloud für europäische und internationale Forscher, öffentliche Einrichtungen und die Industrie zur Verfügung. Thomas Monz, CEO und Gründer von AQT, sagt zur jüngsten Kooperation: „Gemeinsam mit T-Systems bieten wir unseren Kunden praxisorientierten Zugriff auf die besten Quantencomputern in Europa. Wir sind davon überzeugt, dass die Synergie zwischen unseren Quantenrechnern und der Cloud-Infrastruktur von T-Systems komplett neue Fähigkeiten und Märkte für Europa eröffnen wird.“
T-Systems und Watson und IQM
Schon seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres bietet T-Systems Zugang zu IBM Quanten-Rechenressourcen, darunter mehrere 127-Qubit-Quantencomputer auf Basis des „IBM Eagle“-Prozessors und von der einschließlich „Qiskit“ Runtime, die eine Optimierung und effiziente Ausführung von Arbeitslasten auf Quantensystemen im großen Maßstab ermöglicht, und die entsprechende Expertise, zum Beispiel spezielle Schulungen.
Die Quantenservices von T-Systems werden in verschiedenen Paketen angeboten: Sie reichen von eintägigen Einführungsveranstaltungen bis hin zu mehrmonatigen Business-Case-Proofs-of-Concepts. Ziel ist es, den Kunden in ihrer Cloud-Landschaft ein integriertes nahtloses Erlebnis zu bieten, um das Potenzial des Quantencomputers zu erschließen.
Im Juli hatten dann IQM und T-Systems eine Absichtserklärung unterzeichnet. IQM baut supraleitende Quantencomputer. Zusammen mit T-Systems entsteht ein Cloud-Zugang zu den IQM-Quantensystemen. Die Kunden sollen auch in diesem Fall ihr Wissen ausbauen und Anwendungsfälle auf der Quanteninfrastruktur von IQM entwickeln können.
Stand: 08.12.2025
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