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Sofwareanbieter zu spät
Und die deutsche Software-Branche? Die sollte es sich noch einmal überlegen, ob sie es sich leisten kann, erst einmal abzuwarten. Wie das Beispiel SAP Business by Design zeigt, gelingt es nicht einmal einem weltweit führenden Software-Anbieter, „über Nacht“ eine SaaS-Lösung auf den Markt zu werfen.
Wenn man dabei bedenkt, dass bei SAP nach eigenen Aussagen im ersten Quartal 2009 die Lizenzumsätze um 30 Prozent gesunken sind, erkennt man schnell das Dilemma für viele Software-Anbieter, die sich nicht in der verhältnismäßig günstigen Lage eines weltweit führenden Unternehmens befinden. Um sinkenden Lizenzumsätzen zu begegnen, sollten diese sich schleunigst darüber Gedanken machen, ob und wie sie ihre Lösungen „SaaS-fähig“ machen können.
Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass sich mit dem geänderten Abrechnungs¬format (monatliche Nutzungsgebühr statt einmaliger Lizenzgebühr) auch die Zahlungsströme ändern. Wie so häufig in der Vergangenheit wird auch der deutsche SaaS-Markt sich rasant weiter¬entwickeln. Dafür sorgen allein schon die derzeitige wirtschaftliche Situation und die globale Verflechtung der meisten deutschen Unternehmen. Diese werden dann über ihre ausländischen Niederlassungen und Partner an das Thema Software-as-a-Service herangeführt. PC und Internet waren ebenfalls keine Erfolge „über Nacht“, heute stellt sie wohl niemand mehr in Frage. Ähnlich wird es mit Software-as-a-Service sein.
*Werner Grohmann (dipl. oec) beschäftigt sich bereits seit fast zehn Jahren mit dem Thema „Alternative Formen der Softwarenutzung“ und Autor des ersten deutschsprachigen Fachbuchs zum Thema Software-as-a-Service.
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