Anbieter zum Thema
Internetnutzung in Deutschland
Privatanwender nutzen in der Regel bereits seit Jahren SaaS: der eMail-Account bei Freenet, GMX oder T-Online, die Buchungsmaschine bei expedia.de oder der Online-Katalog von amazon.
Doch wenn es um den Einsatz im Unternehmensbereich geht, scheint der SaaS-Eifer vorbei. Auf einmal sprechen die „Abhängigkeit vom Dienstleister“ bzw. die „Furcht, Daten an einen Dritten auszulagern“, gegen den Einsatz webbasierter Anwendungen.
Zumindest wird dies seit Jahren in Befragungen als Gründe genannt, die gegen einen Einsatz von Software-as-a-Service sprechen. Und in der Tat scheint es in der Natur des Deutschen zu liegen, im Gegensatz zu anderen Nationalitäten stärker zwischen Privat und Geschäft zu trennen.
Bedenkt man die Komplexität moderner IT-Umgebungen und die permanente Abhängigkeit der meisten Unternehmen von einer funktionsfähigen IT, so wird heute niemand mehr behaupten, dass dies ein einfaches, kostengünstiges und vor allem risikoloses Unterfangen sei.
Mut zu Neuem in der Krise
Doch gerade die derzeitige schwierige wirtschaftliche Situation scheint auch bei deutschen Unternehmen einen Prozess des Umdenkens eingeleitet zu haben. So stellt Gartner in seiner eingangs zitierten Studie fest: „Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld konzentrieren sich Endkunden noch stärker auf die Themen Total Cost of Ownership (TCO), Return on Invest (ROI) und möglichst schnelle Einsatzfähigkeit einer Software-Lösung. Die gute Nachricht ist, dass SaaS in unterschiedlichem Maße bei allen diesen Themen Vorteile bieten kann.“
Und so steigt auch die Zahl an deutschen SaaS-Anwendern kontinuierlich an. Selbst ein Traditionsunternehmen wie Siemens entschied sich erst kürzlich dafür, seine Software für das Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management, CRM) in Zukunft konzernweit „als Service“ zu beziehen.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:2040096)