Der versteckte Schatz im IT-Fürstentum

Richtig gemacht verringert Client-Virtualisierung den Administrationsaufwand drastisch

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Client-Virtualisierung: Lösungsansätze im Überblick

Analog zu Servern und Storage-Systemen lassen sich auch Clients virtualisieren und als virtuelle Maschinen im Rechenzentrum betreiben. Dabei können Unternehmen unterschiedlichste Virtualisierungsoptionen wählen: von der zentralen Applikationsbereitstellung auf Terminal-Servern oder mittels Applikationsvirtualisierung über das Hosten individueller Desktops im Rechenzentrum durch den Aufbau einer Virtual Desktop Infrastructure (VDI) bis hin zu einem Anwendungs-Streaming bei Bedarf. Zur Umsetzung der unterschiedlichen Konzepte stehen Unternehmen mehrere Virtualisierungsprodukte zur Verfügung, zum Beispiel „Citrix XenDesktop“, „Citrix XenApp“, „Microsoft Remote Desktop Services“ (RDS) oder „VMware Horizon View“.

Aladins Wunderlampe brauchen Unternehmen nicht, um das Potenzial von virtualisierten Clients zu bergen, wohl aber ausreichende Vorbereitung.
Aladins Wunderlampe brauchen Unternehmen nicht, um das Potenzial von virtualisierten Clients zu bergen, wohl aber ausreichende Vorbereitung.
(Bild: © fergregory - Fotolia)

Ein entscheidender Vorteil der Client-Virtualisierung liegt in der zentralen Bereitstellung und Verwaltung virtueller Desktops im Rechenzentrum. Vor allem auch größere Unternehmen mit einer de-zentralen Organisationsstruktur können damit die Verwaltung ihrer Desktop-Infrastruktur erheblich vereinfachen.

Für den einzelnen Anwender hat die Desktop-Virtualisierung keine direkten Auswirkungen. Er kann wie gewohnt arbeiten.

Zwei Ansätze

Im Wesentlichen bieten sich vor allem zwei unterschiedliche Lösungsansätze an: die Implementierung von virtuellen Desktops in einer Virtual Desktop Infrastructure (VDI) oder von Shared Desktops.

Bei einer Virtual Desktop Infrastructure werden wie bei der Server-Virtualisierung das Betriebssystem und die Applikationen durch einen Hypervisor von der physischen Hardware im Rechenzentrum getrennt. Jeder Benutzer hat im Gegensatz zu einem Shared Desktop einen dedizierten Desktop. Da die Anforderungen an die benötigten Clients minimal sind, können bei der Umsetzung eines solchen Ansatzes nahezu alle möglichen Endgeräte verwendet werden, von Smartphones oder Notebooks über Tablets bin hin zu Thin- und Zero-Clients.

Virtuelle Desktops empfehlen sich hauptsächlich für lastintensive Applikationen, außerdem für Anwendungen, die nicht auf einem Terminal-Server ablauffähig sind und nur auf PCs betrieben werden können oder dürfen. Generell gibt es im Hinblick auf die Anwendungen, die auf virtuellen Desktops nutzbar sind, heute nahezu keine Einschränkungen mehr. Beispielsweise ist es mit aktueller Software und Technik wie einem virtuellen Desktop Citrix XenDesktop mit „HDX 3D Pro“ oder „NICE Desktop Cloud Visualization“ (DCV) und „Grid“-GPUs von Nvidia möglich, auch Thin-Clients höchste Grafik- und Rechenleistung bereitzustellen.

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