Start für Mitte September geplant Region Lübeck erhält eigenes Rechenzentrum

Von Martin Hensel 1 min Lesedauer

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Mitte September werden die Stadtwerke Lübeck ein Rechenzentrum für die gesamte Region eröffnen. Bei den ansässigen Unternehmen kommt die Einrichtung nicht nur gut an, sondern ist bereits Monate vor dem Start zur Hälfte ausgebucht.

Die Stadtwerke Lübeck eröffnen im September ein Rechenzentrum für die gesamte Region.(Bild:  Pete Linforth /  Pixabay)
Die Stadtwerke Lübeck eröffnen im September ein Rechenzentrum für die gesamte Region.
(Bild: Pete Linforth / Pixabay)

Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten immer weiter voran. Um Daten sicher und datenschutzkonform zu verarbeiten, braucht es entsprechende Infrastruktur – am besten vor Ort. Das unterstreichen auch die Ergebnisse einer Umfrage der IHK Lübeck vom August 2022: Demnach kann sich die Hälfte der 156 Mitgliedsbetriebe vorstellen, ihre IT in ein regionales Rechenzentrum zu verlagern.

Mit der für den Herbst geplanten Eröffnung eines eigenen Rechenzentrums nahe der Possehlbrücke kommen die Stadtwerke Lübeck dem wachsenden Bedarf in diese Richtung entgegen. „Viele Unternehmen aus Lübeck und Umgebung wollen die Souveränität über ihre Daten behalten und sich nicht auf die Praktiken von zum Beispiel US-Anbietern einlassen“, erklärt Christoph Schweizer, COO der Stadtwerke Lübeck Gruppe. Interne IT-Infrastrukturen würden aber einen hohen Kosten- und Personalaufwand erfordern. „Ein regionales Rechenzentrum, betrieben durch die Stadtwerke Lübeck, stellt hier die optimale Lösung dar“, meint Schweizer.

Viel Platz und nachhaltiges Design

Im neuen Lübecker Rechenzentrum stehen zur Eröffnung 44 Racks mit je 47 Höheneinheiten bereit. Dies entspricht ausreichend Platz für etwa 500 Server. Dank eines modularen Konzepts lässt sich das Platzangebot künftig sogar noch erweitern. Zertifizierungen nach ISO 27001, EN 50600 und TÜV-Level-3 gewährleisten höchste Sicherheitsstandards für den Betrieb. Zudem handelt es sich um ein „Tier 3“-Rechenzentrum: Alle Kernkomponenten wie etwa Energieversorgung oder Internetanbindung sind redundant geplant und umgesetzt.

Auch das Thema Nachhaltigkeit kam beim Bau des Datacenters in Lübeck nicht zu kurz. Moderne Kühlungs- und Energieverwaltungssysteme sorgen für eine Gesamt-PUE („Power Usage Effectiveness“) von weniger als 1,2. Der Betrieb erfolgt vollständig mit Ökostrom. Selbst die Abwärme wird zur Beheizung des Vorraumes des Rechenzentrums genutzt. Dort können Kunden beispielsweise Arbeiten an Servern durchführen oder einfach nur eine Pause machen.

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