Umbenennung, geänderte Firmenstrategie und Übernahme von 1Touch Pure Storage wird zu Everpure

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Der Storage-Hersteller Pure Storage ändert seinen Namen: Das Unternehmen trägt ab heute den Namen Everpure. Die Namensänderung soll den erweiterten Fokus des Flash-Storage-Pioniers: Die Firma will die Zukunft des Daten-Managements neu definieren.

Aus Pure Storage wird Everpure. Unter dem neuen Namen will das Unternehmen seine Datenmanagement-Fähigkeiten erweitern, was vor allem im KI-Zeitalter essenziell ist. Die neuen Services sollen neben Cloud-Plattformen auch Hardware anderer Storage-Anbieter abdecken.(Bild:  Everpure)
Aus Pure Storage wird Everpure. Unter dem neuen Namen will das Unternehmen seine Datenmanagement-Fähigkeiten erweitern, was vor allem im KI-Zeitalter essenziell ist. Die neuen Services sollen neben Cloud-Plattformen auch Hardware anderer Storage-Anbieter abdecken.
(Bild: Everpure)

Vor rund 16 Jahren wurde die Firma Pure Storage gegründet. Seinerzeit war der Hersteller ein Vorreiter bei der Flash-Storage-Technologie und mit Evergreen auch bei Storage als Service. In den folgenden Jahren hat die Firma ihren Fokus immer weiter in Richtung Datenmanagement erweitert, etwa mit der Übernahme des Kubernetes-Data-Management-Anbieters Portworx und zuletzt mit der Enterprise-Data-Cloud-Architektur.

Nun will das Unternehmen die Zukunft des Daten-Managements neu definieren und dabei auch Plattformen anderer Storage-Hersteller abdecken. „Vor sechzehn Jahren haben wir Storage völlig neu gedacht. Heute erfinden wir das Daten-Management neu. Everpure ist unser nächstes Kapitel, damit Unternehmen mehr mit ihren Daten machen können, als sie nur zu speichern“, sagt dazu John „Coz“ Colgrove, Gründer und Chief Visionary Officer von Pure Storage, nun Everpure.

Vor sechzehn Jahren haben wir Storage völlig neu gedacht. Heute erfinden wir das Datenmanagement neu.

John ‚Coz‘ Colgrove

Laut Colgrove hat vor allem die Einführung von KI die Defizite beim Daten-Management in vielen Firmen offengelegt. Daten liegen in isolierten Silos, unflexible Infrastrukturen und manuelle Prozesse bei der Datenverwaltung behindern die effiziente Nutzung für KI-Anwendungen. Um die Daten besser nutzen zu können, hat Pure Storage die „Enterprise Data Cloud“ (EDC) geschaffen, die Daten auf Pure-Storage-Systemen und in der Public Cloud in eine einheitliche, virtualisierte Daten-Cloud bringt, die von einer intelligenten Steuerungsebene verwaltet wird.

John Colgrove, Gründer und Chief Visionary Officer von Pure Storage, nun Everpure.(Bild:  Everpure)
John Colgrove, Gründer und Chief Visionary Officer von Pure Storage, nun Everpure.
(Bild: Everpure)

Die EDC-Architektur und auch die unterschiedlichen Storage-Systeme bleiben in Everpure erhalten und werden weiterentwickelt. Neu ist, dass die Everpure-Plattform um Datenerkennung und semantischen Kontext ergänzt wird.

Übernahme von 1Touch

Um das schnell zu erreichen, will Everpure das 2017 gegründete US-Unternehmen 1Touch übernehmen, einen Anbieter von Data Security Posture Management (DSPM). Die Technologie von 1Touch soll Everpure dazu befähigen, Daten über alle Datensätze und jede Umgebung hinweg, von SaaS bis zum Edge, zu erkennen, zu klassifizieren, zu kontextualisieren und anzureichern.

„Mit 1Touch gehen wir den nächsten Schritt, um Unternehmen nicht nur dabei zu helfen, die Kontrolle über ihr wertvollstes Kapital – ihre Daten – zu erlangen, sondern diese Daten auch zu verstehen, zu verbessern und in einen Kontext zu setzen, um daraus verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen“, erläutert dazu Charles Giancarlo, CEO von Everpure. 1Touch nutzt in der Data-Intelligence-Plattform „Kontextual“ selbst KI für die Klassifizierung und Kontextualisierung von Daten.

Bei Everpure soll die 1Touch-Technik dazu dienen, unterschiedliche Daten über On-Prem-, Cloud und SaaS-Plattformen hinweg in Echtzeit zu identifizieren, sie per KI zu klassifizieren und einen semantischen Layer sowie eine relationale Übersicht über die Daten zu erstellen. So sollen etwa Chief Data Officers erkennen, welcher Teil der Rohdaten für KI-Anwendungen nutzbar ist und wo Einschränkungen bei der Datenqualität bestehen.

Data- und Storage-Administratoren können überflüssige Kopien von Daten identifizieren, Daten konsolidieren und erkennen, welche Daten für KI-Anwendungen nicht genutzt werden dürfen. Die Übernahme von 1Touch soll im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 abgeschlossen sein.

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