Speicher-Snapshots, Netzwerk-Topologien und VM-Platzierungsregeln Proxmox VE 9 legt im Rennen mit VMware zu

Quelle: Pressemitteilung Proxmox Server Solutions 2 min Lesedauer

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Die Open-Source-Virtualisierungsplattform „Proxmox VE“ führt mit der Version 9.0 eine „Debian 13“-Basis, Snapshots für geteilten Speicher, erweiterte Netzwerkfunktionen, präzise VM-Platzierungsregeln und ein überarbeitetes mobiles Interface ein. Das Update ist öffentlich verfügbar und unter der AGPLv3-Lizenz frei nutzbar.

Symbolbild Virtualisierungssteuerung: Die Open-Source-Plattform „Proxmox Virtual Environment 9“ führt neue Virtualisierungsfunktionen, präzise steuerbare Regeln und grafische Metriken ein.  (Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Symbolbild Virtualisierungssteuerung: Die Open-Source-Plattform „Proxmox Virtual Environment 9“ führt neue Virtualisierungsfunktionen, präzise steuerbare Regeln und grafische Metriken ein.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Die Version 9.0 der Open-Source-Plattform für Server-Virtualisierung „Proxmox Virtual Environment“ erlaubt sowohl die vollständige Kernel-basierte Virtualisierung ganzer Systeme (Virtuelle Maschinen, VMs) als auch die Erstellung und Verwaltung leichtgewichtiger Container mit Unterstützung für Live-Migration und skalierbare Cluster über eine integrierte, Browser-basierte Benutzeroberfläche. Mit den neuen Funktionen baut die Open-Source-Plattform ihre Position als VMware-Alternative aus.

Herstellerunabhängige Speicher-Snapshots und komplexe Netzwerk-Topologien

Das Update fällt auf das 20-jährigen Jubiläum der Wiener Entwickler Proxmox Server Solutions. Dieser stellt die Plattform auf die aktuelle Version Debian 13 („Trixie“) mit dem Linux-Kernel 6.14.8-2 um. Dies soll Hardware-Unterstützung, Stabilität und Sicherheit stärken.

Proxmox 9 ermöglicht zudem herstellerunabhängige Sicherungs-Snapshots auf Blockspeichersystemen. Dabei organisiert die Plattform logische Volumes als Kette, wodurch nur die jeweiligen Änderungen gespeichert werden müssen. Wie bei VMware-Disk-Snapshots funktioniert dies auch in Clustern mit gemeinsam genutztem Speicher.

Mit dem Update vereinfacht die Plattform auch die Einrichtung und Steuerung komplexer und engmaschiger Software-definierter Netzwerke (SDN Fabrics). Diese sollen stets mehrere parallele Verbindungen zwischen Netzwerk-Nodes und automatisierte Traffic-Umletigung bei Teilausfällen sicherstellen.

Quelloffen und kostenfrei unter der AGPLv3-Lizenz

Node-Metriken in „Proxmos Virtual Environment 9“(Bild:  Proxmox Server Solutions)
Node-Metriken in „Proxmos Virtual Environment 9“
(Bild: Proxmox Server Solutions)

Proxmox 9.0 ermöglicht ebenfalls die Feinjustierung von Platzierungsregeln (Affinity Rules), die bestimmen, wie genau VMs im Cluster auf physische Server verteilt werden. Steht Leistung im Vordergrund, können abhängige VMs, wie eine Anwendung und ihre Datenbank, auf einem Server platziert werden, während bei Priorisierung von Redundanz eine physische Verteilung sinnvoller ist. Schließlich gehören auch graphische Monitoring-Metriken und ein überarbeitetes mobiles Interface zu den Neuerungen.

Proxmox 9.0 steht bereits öffentlich zur Verfügung und kann sowohl direkt auf Bare Metal als auch auf Debian installiert werden. Die „GNU Affero General Public“-Lizenz (AGPLv3) erlaubt eine kostenfreie Nutzung und jegliche Modifikationen, solange deren Quellcode bei Weiterverbreitung oder beim Einsatz in Webdiensten offengelegt wird.

Gleichzeitig bietet Proxmox Server Solutions ab 115 Euro pro CPU und Jahr ein Support-Abonnement an. Enterprise-Kunden können dann ein spezielles Enterprise Repository nutzen, bei dem Updates gestaffelt und nach ausgiebigen Testläufen bereitgestellt werden, sowie auf einen professionellen Support zurückgreifen.

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