Die Zukunft beginnt mit einem klaren Blick auf das Heute. Ein zielgerichtetes Application Portfolio Management (APM) hilft, veraltete Anwendungen zu identifizieren und die Unternehmens-IT für das digitale Morgen fit zu machen.
Markieren, priorisieren, aussortieren - eine adäquates Portfolio-Management hilft, beim Kategoriesieren und Filtern der Softwareprodukte, um die Unternehmen entscheiden zu lassen, was noch gebarucht wird oder entsorgt gehört.
Legacy-Systeme sind eine echte Bürde, wenn sie veraltet sind. Die Anwendungen laufen zwar noch, erfüllen aber längst nicht mehr die Anforderungen moderner Geschäftsprozesse. Sie sind teurer in der Wartung, bieten eingeschränkte Funktionalitäten und werden oft nicht mehr vom Hersteller unterstützt. Laut aktuellen Befragungen sind in jedem zehnten deutschen Unternehmen mehr als 75 Prozent der Bestandssysteme seit Jahren im produktiven Einsatz.
In 34 Prozent der befragten Firmen liegt dieser Anteil zwischen 50 und 75 Prozent. Diese „Steinzeit“-Systeme gilt es auf den Stand zu bringen. Denn ohne die notwendigen Updates und Patches wächst das Sicherheitsrisiko, Opfer eines Cyber-Angriffs zu werden. Besonders kritisch ist es, wenn niemand im Haus mehr weiß, welche Anwendungen tatsächlich im Einsatz sind und in welchem Zustand sie sich befinden.
Ein weiteres Thema ist die zunehmende Komplexität der IT-Landschaft. Verschiedene Abteilungen haben im Laufe der Zeit eigenständig Softwarelösungen eingeführt, oft ohne Rücksprache mit der IT-Abteilung. Das Resultat: eine heterogene, unübersichtliche Anwendungslandschaft. SaaS-Lösungen verschärfen dieses Problem eher noch. Unkontrollierte „Schatten-IT“ erschwert es, den Überblick zu behalten und die Compliance zu wahren.
Scahhen von Klarheit und Senken der Kosten
Welche Anwendungen nutzen wir tatsächlich? Welche sind veraltet? Und welche bergen Sicherheitsrisiken? Diese Fragen bleiben oft unbeantwortet, weil es an systematischer Erfassung und Bewertung der Software fehlt.
Daher: Unternehmen kommen um ein IT-Anwendungsmanagement nicht herum. Ein APM-Framework, also ein Rahmen mithilfe eine Portfolio-Managements überwacht, analysiert und optimiert kontinuierlich die gesamte Anwendungslandschaft. Es erfasst und bewertet jede Software hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit, Kosten und geschäftlichem Mehrwert.
Diese Transparenz erlaubt den Firmen faktenbasierte Entscheidungen zu treffen: Welche Anwendungen gilt es zu behalten, welche zu modernisieren oder zu ersetzen? Welche bergen akute Sicherheitsrisiken und müssen dringend ausgetauscht werden?
Von Vorteil ist es auch, dass APM Redundanzen aufdeckt. Oft nutzen Unternehmen mehrere Anwendungen mit ähnlichen Funktionen, ohne dass ihnen dies bewusst ist. Mit APM lassen sich solche Doppelstrukturen identifizieren und eliminieren.
Ein ebener Weg zur IT-Optimierung
Transparenz ist jedoch nur der erste Schritt. Sobald die Anwendungslandschaft vollständig erfasst ist, gilt es, Maßnahmen zu ergreifen, um ineffiziente Prozesse zu beseitigen. Die Herausforderung dabei: Anwendungen auszutauschen beziehungsweise die Applikationslandschaft zu modernisieren, ist nicht immer einfach. Viele Unternehmen scheuen die Investitionen und den Aufwand, der damit einhergeht. Wer jedoch strategisch vorgeht, kann dies bewältigen.
Bewährt hat es sich, den Reifegrad der Anwendungen zu analysieren. Dabei bewertet man, welche Systeme das höchste Risiko darstellen und welche für das Unternehmen von größten Nutzen sind. Auf diese Weise können Firmen Modernisierungsprojekte priorisieren. Eine detaillierte Roadmap legt fest, wann welche Schritte zu gehen sind. Fehlen interne Ressourcen oder Fachkenntnisse, können externe Berater wertvolle Unterstützung bieten und den Modernisierungsprozess erleichtern.
Nachhaltige Transparenz
Kontinuität ist das Stichwort: Firmen sollten APM nicht als einmalige Maßnahme sehen; denn sie müssen ihre IT-Infrastruktur regelmäßig anpassen. Versäumen sie es, riskieren sie, ins Hintertreffen zu geraten.
Ein fortlaufendes APM-Programm hält die IT-Umgebung aktuell. Es verhindert mit regelmäßigen Überprüfungen und Updates, dass Anwendungen veralten und ineffiziente Prozesse zurückkehren. Unternehmen setzen zunehmend spezialisierte Teams und automatisierte Tools ein, um ihre Anwendungslandschaft zu überwachen – auch weil sie neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen müssen. Ein systematisches APM hilft ihnen, Compliance-Vorgaben wie die EU-Richtlinie NIS-2 zu erfüllen und Sicherheitsrisiken zu minimieren.
Der 6-Stufen-Plan für ein Anwendungsportfolio
Wer ein ausgewogenes Anwendungsportfolio zu erreichen hofft, folgt am besten folgendem sechsstufigen Prozess:
1. Welche Anwendungen gibt es? Zunächst gilt es ein vollständiges Inventar aller Unternehmensanwendungen zu erstellen.
2. Was muss das Portfolio leisten? Auf Basis dieser Daten lässt sich das Portfolio bewerten und ein Business-Capability-Modell entwickeln. Dieses sollte aktuelle und zukünftige Anforderungen berücksichtigen.
3. Welchen Business Value haben die Applikationen? Danach sind alle Stakeholder zu befragen – mithilfe dieser Interviews können Firmen den geschäftlichen Nutzen und den technischen Zustand der Anwendungen bewerten.
4. Was ist doppelt? Nun geht es um das Konsolidierungspotenzial der Anwendungslandschaft. Es gilt redundante Software zu identifizieren.
5. Wo müssen Analysen tiefer gehen? Bei ausgewählten Anwendungen ist eine gründlichere Analyse der Funktionen sinnvoll. Daraus lassen sich Modernisierungsstrategien ableiten.
6. Wie soll das angestrebte Anwendungsportfolio aussehen? Schließlich wird das angestrebte Portfolio definiert und eine detaillierte Roadmap entwickelt.
Stand: 08.12.2025
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Externe Partner können hierbei ebenfalls unterstützen. Sie helfen, verbesserte APM-Prozesse zu etablieren, die dazu beitragen, Kosten zu sparen. Es gehört auch zu ihrem Angebot, spezialisierte APM-Technologien zu implementieren. Die Expertise der Spezialisten reicht jedoch meist weit über die reine Portfolioverwaltung hinaus. Cloud-Migration, Anwendungsmodernisierung, Lizenzoptimierung und die Beschaffung der bestmöglichen Softwarelösungen – das alles ist mit dem richtigen Partner im Bereich des Möglichen.
*Der Autor Jean-Marc Galler ist Principal Consultant bei Software One. Mit mehr als 23 Jahren Erfahrung in der IT-Branche verfügt er über fundierte Kenntnisse in den Bereichen IT Asset Management und Digital Supply Chain. Seine Kernkompetenzen liegen in der Strategieberatung, der Prozessautomatisierung sowie der IT-Governance und Organisationsentwicklung. Als Berater legt er großen Wert auf Effektivität und Effizienz. Er fasst zusammen: Legacy-Systeme, die meist auf monolithischen Architekturen und proprietären Technologien basieren, erschweren die Integration moderner IT-Lösungen und hemmen dadurch oft Innovationen. Ein gut durchdachtes APM-Framework schafft jene Transparenz, die Unternehmen benötigen, wenn sie ihre Infrastruktur modernisieren wollen. Es berücksichtigt nicht nur die Kosten und Risiken, sondern auch den tatsächlichen Geschäftswert jeder einzelnen Anwendung. Wenn Unternehmen es schaffen, ihre Anwendungslandschaft kontinuierlich zu überprüfen und gegebenenfalls Anwendungen auszutauschen, investieren sie zukunftssicher in ihre IT-Strukturen.