Software Asset Management bei Mittelständlern

Plan gut, Umsetzung mangelhaft – das gilt auch für SAM

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Nicht auszurotten: Excel

Betrachtet man allerdings wie weit fortgeschritten die befragten Unternehmen hin zu einem ganzheitlichen Software Asset Management sind, ergibt sich ein negatives Bild. Nur 7 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen sind laut der durchgeführten SAM-Studie in der Lage, ihr Software-Ressourcen-Management in den einzelnen Anwendungs- und Infrastrukturgruppen nahezu in Echtzeit abzubilden.

Die Techconsult-Studie ermittel den Optimierungsbedarf im Asset-Management, zum Beispiel bei den Lizenzen. Wer wissen will, wie sein Unternehmen im Vergleich zu Wettbewerbern aufgestellt ist, kann das Online-Tool der Berater benutzen.
Die Techconsult-Studie ermittel den Optimierungsbedarf im Asset-Management, zum Beispiel bei den Lizenzen. Wer wissen will, wie sein Unternehmen im Vergleich zu Wettbewerbern aufgestellt ist, kann das Online-Tool der Berater benutzen.
(Bild: Techconsult)

Gleiches gilt für die Software-Inventare sowie die Lizenzberechtigungsinventare. Ein hoher Anteil nutzt zum Verwalten und Organisieren von Softwarelizenzen „Excel“: 65 Prozent greifen auf den Standard für Tabellenkalkulation zurück. Im Mittelstand sind darüber hinaus auch papierbasierte Listen besonders beliebt – knapp ein Drittel nutzt diese Form.

Problematisch an den manuellen Methoden sind zum einen der hohe Zeitaufwand und vor allem die Medienbrüche oder Reibungsverluste, die bei der händischen Übertragung von Papier/Excel in die Systeme fehlerhafte Werte hervorbringen. Eine mangelnde Übersicht über den tatsächlichen Lizenzbestand und schlussendlich Fehllizenzierungen sind demnach die Folgen, mit denen die Anwenderunternehmen im Mittelstand zu kämpfen haben.

Software Asset Management kein Kostenfaktor

Die Ergebnisse zeigen, dass nicht die Investitionen in Software Asset Management der kostspielige Faktor sind, sondern die in Audits festgestellten Nachlizenzierungen, die Einsparungen zunichtemachen oder sich gar negativ auswirken. Auch wird bei fehlendem SAM häufig erst durch ein Audit klar, dass unter Umständen für Lizenzen bezahlt wird, die gar nicht benötigt werden.

Autor Max Schulze st Analyst bei der Techconsult GmbH.
Autor Max Schulze st Analyst bei der Techconsult GmbH.
(Bild: Fotostudio bildsucht)

Darüber hinaus ist auch der Aufwand zu bedenken, der im Rahmen eines Audits vom Hersteller entsteht: Je besser die Dokumentation mittels SAM umgesetzt ist, desto geringer der Aufwand und desto reibungsloser verläuft das Audit.

Techconsult bietet interessierten Unternehmen die Möglichkeit, sich mittels eines SAM Benchmark-Systems, das auf dem SAM-Portal bereit steht, mit den Ergebnissen der Studie zu vergleichen.

* Max Schulze ist Analyst bei der Techconsult GmbH.

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