Erweiterung der Rechenzentrumsinfrastruktur im Süden Nürnbergs Noris Network baut ein modulares Rechenzentrum in Nürnberg

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Mit einem modular konzipierten Großprojekt baut Noris Network im Nürnberger Süden ein Rechenzentrum, das auf Anforderungen durch Künstliche Intelligenz (KI) und hohe Leistungsdichten vorbereitet ist.

Symbolbild: Noris Network erweitert im Süden Nürnbergs seine Kapazitäten um ein modular konzipiertes Rechenzentrum.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
Symbolbild: Noris Network erweitert im Süden Nürnbergs seine Kapazitäten um ein modular konzipiertes Rechenzentrum.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Noris Network erweitert seinen Standort in Nürnberg-Süd um ein weiteres Rechenzentrum. Die Anlage entsteht in modularer Stahlskelettbauweise, die flexible Leistungsdichten und verschiedene Kühltechniken ermöglicht. Im Endausbau sind bis zu 24 Module mit jeweils 400 Quadratmetern IT-Fläche geplant.

Jedes Modul kann individuell mit aktueller Technik ausgestattet und in unterschiedlichen Leistungsprofilen betrieben werden. Es sind bereits vier Module mit je 1,2 Megawatt (MW) Leistung an Kunden vergeben.

Die Planung des Rechenzentrums berücksichtigt auch künftige KI-Workloads

Da die Leistungsanforderungen etwa durch KI-Training oder -Inferenz stetig wachsen, setzt Noris Network auf eine bauliche Strategie, die mit den Entwicklungen Schritt halten kann. Das Unternehmen nutzt seine eigene operative Erfahrung als IT-Dienstleister, um Planung, Bau und Betrieb eng verzahnt umzusetzen. Die Infrastruktur ist auf hohe Leistungsdichten und neue Kühltechnologien vorbereitet, etwa Chip-Direct-Water-Cooling und adiabatische Kühlung ohne Kompressoren.

Der Standort Nürnberg-Süd ist bewusst gewählt. Der Datacenter-Betreiber ist in der Metropolregion Nürnberg tief verankert, verfügt über eine starke Kundenbasis und sieht die regionale Nähe zu Behörden und Industrie als entscheidenden Vorteil. In Kombination mit der vorhandenen Energie-Infrastruktur, inklusive eines 30-Megawatt-Stromanschlusses, entsteht ein Standort, der auch regulatorischen Anforderungen wie dem Energie-Effizienzgesetz entspricht.

Abwärmenutzung durch Einbindung in Fernwärmenetz

Im Neubau wird ein Wärmetauschersystem in der Abluft eingesetzt. Die gewonnene Wärme soll über eine zentrale Wärmepumpe in das Fernwärmenetz eingespeist werden. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit dem lokalen Netzbetreiber.

Die modulare Bauweise erlaubt es, künftige Entwicklungen wie den Ausbau dezentraler Edge-Rechenzentren oder KI-spezialisierter Cluster schnell aufzugreifen. Noris Network entwickelt derzeit mehrere kundengetriebene Projekte im Edge-Bereich.

Souveränität und Eigentum als Kernprinzip

Neben technischer Flexibilität bleibt die digitale Souveränität ein zentrales Anliegen. Noris Network betreibt seine Rechenzentren vollständig selbst, entwickelt eigene Software und verzichtet bei kritischen Anwendungen bewusst auf Public-Cloud-Modelle internationaler Anbieter. Dieses Prinzip bestimmt auch die Auswahl von Drittsoftware wie IT-Service-Management (ITSM), die in eigener Infrastruktur gehostet werden.

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