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HP BSM 9 – die Neuerungen im Detail

Mit Business Service Management zu mehr Geschäftserfolg (Teil 2)

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Das neue Run Time Service Model

Um stets aktuelle, belastbare Angaben zur Topologie der IT-Infrastruktur wie auch zum Status der IT-Services und der Geschäftsprozesse verfügbar zu haben, verwendet BSM 9 das so genannte Run Time Service Model. Eine IT-Organisation kann diese Datenbank nach Belieben mit dem führenden CMS koppeln (in der ITIL-Terminologie: Federation und/oder Synchronisation) und mit bestehenden Daten abgleichen (laut ITIL: Reconciliation).

Weshalb aber nutzt BSM 9 eine eigene Topologiedatenbank, statt online auf das CMS zuzugreifen? Der Grund: Das Monitoring benötigt Daten, die so aktuell wie möglich sind – im Idealfall Echtzeitdaten (was aber meist nicht praktikabel ist). Viele Daten, die ein CMS vorhält, werden allerdings nicht direkt eingespielt, sondern unterliegen vielmehr einem manuellen Erfassungsprozess (zum Beispiel im Fall das Einpflegen von Vertragsdaten oder Garantiebedingungen). Dies führt dazu, dass ein CMS nicht unbedingt die aktuellen Daten zum Zustand der IT-Services enthält.

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Deshalb nutzt HP eine separate Datenbank speziell für das Monitoring, die alle Datenbeziehungen des CMS und die bereits im CMS modellierten IT-Services synchronisiert vorhält, aber sie im Hinblick auf ein verlässliches Monitoring zeitnah um Performance-Messdaten und Event-Informationen anreichert. Dies stellt sicher, dass alle beim Monitoring ermittelten Daten direkt in die Überwachung der Services einfließen: HP BSM 9 kann Business-Services echtzeitnah überwachen – wesentlich echtzeitnäher als andere Lösungen, die Informationen rein aus dem CMS beziehen.

Beispiel aus der Praxis

Ein Service-Provider hostet Server, die mittels VMware vSphere virtualisiert wurden. Mit dem Ziel, die Auslastung der Serverfarm zu optimieren – zum Beispiel um nachts die virtuellen Maschinen (VMs) auf wenigen physischen Systemen zu konsolidieren - verwendet er VMware vMotion, um VMs dynamisch zwischen Serversystemen zu verschieben. Für die Erfassung der Business-Services, Vertragsbeziehungen und Service-Level-Agreements (SLAs) im CMS ist es dabei unerheblich, wo genau sich eine VM zu einem Zeitpunkt X gerade befindet; diese Angabe muss also in der CMDB nicht kontinuierlich aktuell sein - und kann es auch gar nicht.

Um aber zum Beispiel auftretende Störungen schnellstmöglich beheben zu können, ist es unerlässlich zu wissen, welche VMs und welche Applikationen zum Zeitpunkt X von einer Störung des Serversystems Y betroffen sind. Deshalb versorgt in HP BSM 9 der „Virtualization SPI für VMware“ das Run Time Service Model automatisch mit Updates, sobald eine Applikation verschoben wurde. Tritt nun eine Störung auf, lässt sich der genaue physische Standort der VM sofort ermitteln – ohne Zeitverzögerung und unabhängig davon, ob die Störung durch eine APM-Messung auffiel („Top-down“) oder von einem Server-Monitoring-Tool gemeldet wurde („Bottom-up“). Dazu verwendet HP BSM 9 die schon aus der Vorversion bekannte Topology Based Event Correlation. Diese erleichtert es deutlich, bei Eintreten eines gestörten Geschäftsprozesses den Sollzustand wiederherzustellen – in physischen-, virtualisierten- wie auch in Cloud-Umgebungen.

weiter mit: Integrierte Health Indicators

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