Migration von IBM Db2 zu Microsoft SQL Server und Azure SQL Datenübernahme mit dem Microsoft SQL Server Migration Assistant for Db2

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Wollen Unternehmen von IBM Db2 zu Microsoft SQL Server migrieren, helfen eine strukturierte Vorgehensweise und der kostenlos verfügbare Microsoft SQL Server Migration Assistant for Db2. Damit können Admins einfach Daten von IBM Db2 zu Microsoft SQL Servern übernehmen.

 Mit Hilfe des Microsoft SQL Server Migration Assistant for Db2 wird die Migration vereinfacht.(Bild:  Scanrail - stock.adobe.com)
Mit Hilfe des Microsoft SQL Server Migration Assistant for Db2 wird die Migration vereinfacht.
(Bild: Scanrail - stock.adobe.com)

Sollen Datenbanken von IBM Db2 zu Microsoft SQL Server umziehen, unterstützt dabei der Microsoft SQL Server Migration Assistant für Db2 (SSMA). Das Tool hat den Vorteil, dass Admins den Db2-Server und den SQL-Server anbinden können.

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Danach lassen sich die Datenbanken relativ einfach verschieben. Microsoft entwickelt das Tool ständig weiter. Die aktuellen Versionen unterstützen auch SQL Server 2022. Neben dem Migrationsassistenten für Db2 gibt es noch weitere Versionen des SSMA für andere Datenbanken:

  • SQL-Server-Migrationsassistent für Access,
  • SQL-Server-Migrationsassistent für MySQL,
  • SQL-Server-Migrationsassistent für Oracle,
  • SQL-Server-Migrationsassistent für SAP ASE.

Der Ablauf ist dabei immer der gleiche. Zuerst erfolgt die Installation des SSMA auf einem passenden Computer. Im Anschluss beginnt die Anbindung an den jeweiligen Quell-Server (Access, MySQL, Oracle oder SAP ASE) und den Ziel-Server. Daraufhin lassen sich die Daten im SSMA für die Migration vorbereiten und übernehmen.

SSMA generiert sofort Datenbankobjekte auf den Ziel-Servern, erstellt sie neu oder importiert Objekte ohne Änderungen auf dem Ziel-Server. Neben der direkten Erstellung kann SSMA auch Skripte erstellen, mit denen Daten importiert werden können. Dadurch besteht nicht nur komplette Kontrolle, es ist über diesen Weg auch möglich, die T-SQL-Anweisungen zu bearbeiten.

Datenbanken zwischen IBM Db2 und SQL Server umziehen

Nach der Installation des Migrationsassistenten lässt sich eine Verbindung zu den Quell-Datenbank-Servern und den Ziel-Datenbank-Servern herstellen. Die Installation muss nicht auf einem der Server erfolgen. Die SSMA prüft bei jedem Start die Verfügbarkeit einer neuen Version. Durch die Aktualisierungen erweitert Microsoft die Funktionen, führt neue, unterstützte Versionen ein und schließt Sicherheitslücken.

Ein weiterer Pluspunkt des Tools ist die parallele Migration von Datenbanken in die Cloud. Die Quell-Datenbanken bleiben dabei erhalten. Die Aufgabe des SSMA besteht darin, die Daten in ein lesbares Format für Microsoft SQL Server oder Azure SQL umzuwandeln. Die Quelldaten betrifft das nicht, und der Quell-Server kann weiterlaufen. Dadurch können sie unproblematisch und schnell Daten übernehmen.

Neue Migrationsprojekte erstellen – auch zu Azure SQL

Die Migration erfolgt in Form von Projekten, die über „File\New Project“ angelegt werden. Es gibt daher die Möglichkeit, jederzeit weitere Projekte zu erstellen. Die Konfigurationen der einzelnen Migrationen sind in den Projekten hinterlegt. Die Speicherung der Projektdaten erlaubt es, durch das Neuladen Projekte zu wiederholen oder neue Projektvorlagen zu generieren.

Beim Erstellen eines neuen Projektes wird die Ziel-Version des SQL-Servers ausgewählt. Die aktuellen Versionen des SSMA unterstützen neben SQL Server 2022 auch Azure SQL Database sowie Azure SQL Managed Instances. Ist die Zielversion ausgewählt, folgt über die Schaltflächen im oberen Bereich entweder die Anmeldung am Quell-Server und am Ziel-Server oder direkt bei Azure SQL. SSMA speichert aus Sicherheitsgründen keine Anmeldedaten. Nutzer des SSMA müssen sich also die Anmeldedaten merken. Neben den Anmeldedaten ist auch der Port wichtig.

Schema und Datenbanken steuern

Nach der Anbindung von Quell- und Ziel-Datenbanken können zunächst die Datenbank-Schemata für die Integration zu Microsoft SQL Server angepasst werden. Das passiert aber nicht direkt auf den Daten der Quell-Datenbanken. Im Rahmen der Migration lassen sich anschließend mehrere IBM-Db2-Datenbanken zu einzelnen Microsoft-SQL-Server-Datenbanken überführen. Alternativ siedelt man die IBM-Db2-Datenbanken in jeweils eine eigene Datenbank auf dem SQL-Server um.

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Vor der Migration erstellt SSMA mit „Create Report“ einen Bericht. Dabei werden der Ablauf und die Dauer der Migration eingeschätzt. Die Berücksichtigung der einzelnen Objekte in IBM Db2 ist im Rahmen der Migration wichtig. Dabei kann es sich um Views, gespeicherte Prozeduren oder andere Objekte handeln. Vor der Migration sollte zunächst verifiziert werden, ob die Daten auch tatsächlich richtig auf den neuen Datenbankserver übernommen werden.

Sobald alle Voreinstellungen getroffen sind, startet mit „Migrate Data“ die Datenübernahme. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von SQL Server Integration Services (SSIS). Das ist interessant für ETL-Vorgänge sowie für die Datenintegration und Datenumwandlung.

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