Die Plattform-Software für die Cloud, Teil 2 Microsoft möchte mit Windows Server 2008 Hyper-V virtuelle Welten erobern

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Rainer Graefen

Mit Hyper-V will Microsoft dem ESX-Server von VMware Paroli bieten. Der funktionelle Rückstand auf den Branchenprimus ist erheblich. Doch Microsoft ist eine Markmacht und der Windows Server weit verbreitet.

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Microsoft trat erst relativ spät mit dem Virtual Server 2005 in den Markt der Servervirtualisierung ein. Der Virtual Server 2005 wurde 2008 durch den Hyper-V abgelöst. Der Hyper-V läuft dabei als Rolle im Windows Server 2008. Mit der Erneuerung des Windows Server 2008 R2 in diesem Jahre wurde auch der Hyper-V angepasst.

Er existiert nun im seinem zweiten Release. Geliefert wird der Hyper-V in unterschiedlichen Ausprägungen: den Hyper-V als Rolle des Windows Server 2008 R2 Hyper-V und eine Variante, bei der Hyper-V eigenständig und ohne den Unterbau des Windows Betriebssystems einsetzbar ist. Dieser wird als Hyper-V Server 2008 R2 bezeichnet.

Wie schon sein Vorgänger, steht auch der Hyper-V R2 in mehreren Versionen zur Verfügung. Generell werden die Standard, Enterprise und Datacenter Edition des Windows Server 2008 R2 durch den Hyper-V unterstützt.

Welche der Versionen von Windows Server 2008 R2 für den Anwender sinnvoll ist, hängt wesentlich von den Anforderungen an die Verfügbarkeit und den Virtualisierungsfunktionen ab.

Um den Hyper-V im Kontext des Windows Server 2008 in Betrieb zu nehmen, muss dessen Rolle im Server Manager des Windows Betriebssystem aktiviert werden. Der Windows Server kann als vollständige Version mit GUI oder als Server Core ohne GUI betrieben werden.

Dies gilt analog auch für den Hyper-V. Der Hyper-V umfasst nun Funktionen wie Live Migration, Cluster Shared Volumes und weitere Verbesserungen bei der Speicher- und Prozessorverwaltung.

Die Verwaltung

Zur Verwaltung des Hyper-V und der virtuellen Maschinen liefert Microsoft mehrere Werkzeuge. Der kostenlose Hyper-V-Manager wird bei der Aktivierung des Hyper-V automatisch mit eingerichtet. Der Hyper-V-Manager ist eine GUI-basierte Verwaltungskonsole.

Daher ist er nur für jene Windows Server verfügbar, die auch ein GUI aufweisen. Beim GUI-losen Server Core des Windows Server und dessen Hyper-V muss der Anwender auf den Hyper-V-Manager verzichten. Daneben steht der Virtual Machine Manager zur Verfügung. Er ist Bestandteil von System Center.

Wer größere Installation mit Hyper-V im Einsatz hat, wird um den Virtual Machine Manager nicht umhin kommen. Ferner liefert Microsoft eine Kommandozeilen-Schnittstelle zur Verwaltung des Hyper-V.

Zum Umfang dieses Kommandozeileninterfaces gehören auch Befehle zur Verwaltung des Hyper-V. Hyper-V wiederum ist mit dem dazu passenden CLI (Command Line Interface) ausgestattet.

Und schließlich kann der Hyper-V auch durch die kostenfreie PowerShell verwaltet werden. Sie ist Bestandteil des Windows Server bzw. der Client-Betriebssysteme wie etwa Windows 7.

weiter mit: Die Systemvoraussetzungen des Hyper-V

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