KI ist nun einmal teuer Meta wird für 10 Milliarden Dollar Kunde bei Google

Von Ulrike Ostler 2 min Lesedauer

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Google im Wert von mehr als 10 Milliarden Dollar einen sechsjährigen Cloud-Computing-Vertrag mit Meta Platforms geschlossen. Der „Facebook“-Anbieter will die „Google Cloud“ nutzen

Meta wird Google-Cloud-Kunde(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Meta wird Google-Cloud-Kunde
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Bereits gestern wusste es der Nachrichtendienst Reuters; "eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle" habe das verraten, heißt. es. Demnach werde Meta die Server, Speicher, das Netzwerk und andere Services des Suchgiganten nutzen.

Eigentlich hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg im Juli angekündigt, Hunderte von Milliarden Dollar für den Bau mehrerer massiver KI-Rechenzentren ausgeben zu wollen. Meta hat sich US-Berichten zufolge die Finanzierung von Pimco und Blue Owl gesichert.

Und die Unternehmenszahlen sehen offenbar nicht schlecht aus. So hat das Unternehmen ebenfalls im vergangenen Monat das untere Ende seiner prognostizierten jährlichen Investitionsausgaben um 2 Milliarden auf eine Spanne von 66 bis 72 Milliarden Dollar angehoben.

In diesem Rahmen dessen beabsichtigt Meta, „Multi-Gigawatt-Cluster“ aufzubauen, von denen der erste „Prometheus“ und der zweite „Hyperion“ heißen soll. Und weil der Bau von Rechenzentren Zeit in Anspruch nimmt, nimmt das Unternehmen Zelte zur Unterbringung temporärer Rechenzentrumskapazitäten her.

Doch selbst solche Zahlen können weder den Bedarf an Rechenleistung noch an notwendigen Investitionen in die IT decke. Meta sucht nach externen Partnern, um die massive Infrastruktur zu finanzieren, die für die KI erforderlich ist, indem es Rechenzentrumsvermögen im Wert von 2 Milliarden Dollar auslagert, wie das Unternehmen Anfang des Monats in einer Einreichung mitteilte.

Andererseits sind Meta und Google seit langem Konkurrenten, etwa im Bereich der Online-Anzeigen. Doch wiederum ist es auch nicht das erste Mal in den letzten Monaten, dass Google einen Cloud-Vertrag mit einem Unternehmen unterzeichnet hat, das teilweise im Wettbewerb steht.So hat Google Cloud im Juni dieses Jahres einen Vertrag mit OpenAI unterzeichnet. Auch hier geht es um das Ermöglichen die Rechenressourcen zu nutzen, einschließlich der TPUs von Google.

Der Umsatz von Google Cloud jedenfalls lässt sich auch sehen: In diesem Quartal ist er um 32 Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar gestiegen. Das geht offenbar euf die Ankündigung von OpenAI zurück, Google Cloud-Dienst von Alphabet hinzuzufügen, um den wachsenden Bedarf an Rechenkapazität zu decken.

Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichsnliegt im zweiten Quartal um 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr und hat am Ende des Quartals 106 Milliarden Dollar erreicht.

Kommentare aus den Firmenleitungen beider Konzerne lagen zum Redaktionsschluss nicht vor.

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