Integration von SAP Joule und Microsoft Copilot Künstliche Intelligenz wird zum Joker von SAP

Von Jürgen Frisch 3 min Lesedauer

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Eine völlig neue Abwicklung von Geschäftsprozessen verspricht SAP-CEO Christian Klein mit Künstlicher Intelligenz (KI). Diese Technologie zieht künftig in sämtliche SAP-Anwendungen ein. Die Assistenten „SAP Joule“ und „Microsoft Copilot“ werden eng integriert und verknüpfen Anwendungen von SAP und Microsoft.

Welchen Joker hätten SAP-Kunden denn gerne? Welche KI-Verknüpfungen sie auch wählen, in sämtlichen SAP-Anwendungen spielt Artificail Intelliigence ohnehin bereits mit. (Bild:  frei lizenziert: Bernd Hildebrandt  /  Pixabay)
Welchen Joker hätten SAP-Kunden denn gerne? Welche KI-Verknüpfungen sie auch wählen, in sämtlichen SAP-Anwendungen spielt Artificail Intelliigence ohnehin bereits mit.
(Bild: frei lizenziert: Bernd Hildebrandt / Pixabay)

Innovationen und Partnerschaften für generative Künstliche Intelligenz rückt SAP auf der Kundenkonferenz „Sapphire“ in den Mittelpunkt. SAP verankert diese Technologie in ihrem gesamten Portfolio und schließt dafür Technologiepartnerschaften.

Christian Klein, CEO und Mitglied des Vorstands von SAP, wirbt: „Unsere Innovationen rund um Künstliche Intelligenz werden die Abwicklung von Geschäftsprozessen neu definieren. Die Partnerschaften unterstreichen, wie wichtig es uns ist, bahnbrechende Technologien bereitzustellen. Diese geben Kunden Flexibilität und stärken ihren Innovationsgeist.“

SAP bettet Künstliche Intelligenz in alle Geschäftslösungen ein. Dies umfasst zum Beispiel automatisch erzeugte Berichte in „SAP Success Factors“, die Führungskräften Informationen für Gespräche zu Vergütungen liefern. Ein weiteres Beispiel sind Prognosefunktionen „SAP Sales Cloud“, die zeigen, mit welchen Kombinationen aus Vertriebsmitarbeitern und Produkten sich der Umsatz am stärksten steigern lässt.

Christian Klein, CEO und Mitglied des Vorstands von SAP: „Unsere Innovationen rund um Künstliche Intelligenz werden die Abwicklung von Geschäftsprozessen neu definieren.“(Bild:  SAP)
Christian Klein, CEO und Mitglied des Vorstands von SAP: „Unsere Innovationen rund um Künstliche Intelligenz werden die Abwicklung von Geschäftsprozessen neu definieren.“
(Bild: SAP)

Darüber ermöglicht der „Generative AI Hub“ in der „SAP Business Technology Platform“ den Zugriff auf große Sprachmodelle der Technologiepartner Amazon Web Services, Meta und Mistral AI. In der Infrastruktur „SAP AI Core“ sollen sich Anwendungsfälle für generative Künstliche Intelligenz in SAP-Anwendungen entwickeln lassen.

SAP Joule und Microsoft Copilot werden ein Tandem

Der Assistent SAP Joule unterstützt künftig das gesamte Applikationsportfolio der Walldorfer. Die Lösung basiert auf generativer Künstlicher Intelligenz und setzt Daten aus unterschiedlichen Systemen in einen Kontext, um die Automatisierung und die Entscheidungsfindung zu verbessern.

SAP Joule wurde im Herbst des vergangenen Jahres in SAP-Success Factors eingeführt und nun in Lösungen von „SAP S/4 HANA Cloud“, in „SAP Build“ und in die „SAP Integration Suite“ eingebettet. Bis Ende des Jahres soll der Assistent auch in „SAP Ariba“ und in „SAP Analytics Cloud“ zur Verfügung stehen.

SAP Joule und Microsoft Copilot will SAP eng integrieren. Anwender sollen so eine einheitliche Umgebung für ihre täglichen Aufgaben und einen Zugriff auf Informationen aus Interaktionen mit Geschäftsanwendungen in SAP-Systemen und „Microsoft 365“ erhalten.

Philipp Herzig, Chief Artificial Intelligence Officer bei der SAP, erläutert: „Im Rahmen der künftigen bidirektionalen Integration können Anwender künftig beide Assistenten in ihrer täglichen Arbeit nutzen.“So soll es möglich sein, mit SAP Joule und „SAP Concur“ einen Flug zu buchen und diesen über und Microsoft Copilot im Kalender von „Microsoft Outlook“ zu hinterlegen.

Technologiepartnerschaften sichern Innovationen

Um mit generativer Künstlicher Intelligenz voranzukommen, arbeitet SAP mit Technologiepartnern. Neben den bisherigen Kooperationen mit Amazon und Microsoft sollen Partnerschaften mit Google Cloud, Meta, Mistral AI und Nvidia sicherstellen, dass SAP-Kunden mit Künstlicher Intelligenz schnell Ergebnisse erzielen.

Um mit Künstlicher Intelligenz Erfolg zu haben, müssen Unternehmen ihre Systeme laut SAP in die Cloud migrieren. Die Walldorfer erleichtern diesen Umstieg mit Initiativen, die Kunden helfen, die passenden Partner zu finden, die das Know-how für Transformationen mit „SAP S/4 HANA Cloud“ haben.

Zu den beispielhaften Cloud-Innovationen gehören Module wie „SAP Sustainability Control Tower“ und „SAP Sustainability Footprint Management“. Unternehmen messen damit ihren CO2-Fußabdruck, steuern ihre Nachhaltigkeitsstrategien und halten gesetzliche Standards ein.

Ein Netzwerk für die Fertigungsindustrie

Auch Erweiterungen seines Business Networks hat SAP auf der Hausmesse angekündigt. Entstehen soll ein Netzwerk für die Fertigungsindustrie, in dem Anwenderunternehmen ihre Lieferketten abbilden. Laut SAP-Produktvorstand Thomas Saueressig wickeln in den heutigen SAP-Netzwerken mehr als 130.000 Lieferanten jährlich Geschäfte im Wert von 92 Milliarden Dollar ab.

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