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Das Stück Hardware zu Trellis
Die Trellis-Software ist mit dem bereits seit Februar erhältlichen „Avocent Universal Management Gateway“ kompatibel (siehe: Abbildung 1 und 6). Die 1HE-Appliance, die wie ein KVM-Switch aussieht, sammelt Daten in Echtzeit ein: von Kühlungs- und USV-Anlagen, Klima und Winddetektoren, Brandschutz-Sensoren, Stromleisten und sämtlichem IT-Equipment – Server, Router, Switches, Storage-Devices, Berücksichtigt aber auch Private-Cloud-Techniken, etwa virtualisierte Komponenten.
Es gibt sie in drei Ausprägungen: die kleinste Appliance erfasst rund 1.000 Daten pro Minute, die große 10.000 pro Minute. Sie verfügt über 40 Ports. Die zwei größeren Geräte bieten zudem Remote-Access-Funktionen etwa auf Server, Router und Switches, für Konsolen-Zugriffe.
Die Belegung der Ports ist frei wählbar und der Betrieb als KVM over IP parallel zum Echtzeitsammelbetrieb uneingeschränkt möglich. Das hat den Vorteil, erläutert Wolfgang Goretzki, Avocent-Product Marketing Manager, dass Kunden mit einer einzigen Appliance mehrere Funktionen abdecken können ohne mehr Platz im Rechenzentrum zu beanspruchen.
Mehr als nur ein universelles Gateway
Zudem arbeitet das Gateway bi-direktional, so dass sich etwa Kühlanlagen, selbst per MIP lokale Stromleisten, damit nicht nur überwachen, sondern auch steuern lassen. Somit lohne sich laut Goretzki eine Anschaffung, selbst wenn die Investition anfangs recht hoch erscheine. Der Preis für eine kleine Appliance liegt bei 9000 Euro; die große koste in etwa 19.000 Euro.
Versorgt wird das Gateway über Standardschnittstellen etwa SNMP, Motbus oder Bacnet. Es arbeitet selbstständig, ohne Steuerung über Trellis. Das heißt: Sie sammelt und aggegiert die Daten, überprüft das Einhalten von Schwellenwerten. Damit funktioniert die Überwachung etwa in den Zweigstellen eines Unternehmens auch, wenn die Verbindung zum Trellis-Server gekappt sein sollte.
Die Vorteile einer einzigen Plattform
Doch das Zusammenspiel mit Trellis biete einen echten Mehrwert, so Goretzki. „Die IT ist sehr dynamisch geworden“, sagt er. „So kommt es häufiger zu unerwarteten Hotspots und Stromüberlastungen.“ Ohne Echtzeiterkennung und–auswertung müsse das Rechenzentrum solche Risiken durch Puffer ausgleichen. Das komme das teuer. Mit einer Plattform wie Trellis aber lägen solche Reserven nicht brach, sondern ließen sich nutzen.
Da die Datenerfassungs-Hardware und die Anwendungen die grundlegende Plattform miteinander teilen und die Anwendungen aufeinander aufbauen, könnten Funktionen zudem schnell hinzugefügt werden, um auf Änderungen zu reagieren und sich auf künftige Anforderungen vorzubereiten. Dies bedeute, dass Investitionen in die Trellis-Plattform effektiver als bei jeder anderen derzeit verfügbaren DCIM-Lösung eingesetzt werden könnten. Auch die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) seien niedriger.
Zu der Software gehört eine Element-Library. Darin enthalten sind Beschreibungen von Protokollen und Geräten, die heute in Rechenzentren zum Einsatz kommen. So wissen die Administratoren, über das Gewicht eines Racks genauso bescheid, wie über sämtliche Netzwerk-Ports und ihre Belegung und Konfiguration.
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