Jetzt sorgt der Website-Turbo NGINX für Spitzenleistung und so geht´s ...

Ist die Apache-Ära angezählt?

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Frühjahrsputz: Apache entfernen

Wer den Webserver auf die Probefahrt nehmen möchte, hat eine Vielzahl unterstützter Plattformen zur Auswahl. Da Apache bei vielen Linux-Distributionen mitgeliefert wird, beginnt die Einrichtung üblicherweise mit einem Frühjahrsputz.

Um Apache zu entfernen, müssen Sie den httpd-Dienst erst anhalten (hier am Beispiel von RHEL/Cent OS/Fedora, selbstverständlich als root):

/etc/init.d/httpd stop

Im nächsten Schritt können Sie den betagten Apache-Webserver nun guten Gewissens entfernen:

yum remove httpd

Wer Apache trotzdem – zumindest vorerst – installiert belassen möchte, kann den Daemon vom automatischen Start abhalten:

chkconfig httpd off

Einrichten der Repositories

Der eleganste Weg zu einer NGINX-Installation führt über die Einrichtung des passenden Repository. Im Falle des Paketmanagers „yum“ wechseln Sie hierzu in das Verzeichnis:

/etc/yum.repos.d/

und legen Sie hier eine Datei namens nginx.repo an:

nano /etc/yum.repos.d/nginx.repo

Fügen Sie der Daten den folgenden Text ein:

nginxname=nginx repobaseurl=http://nginx.org/packages/mainline/[OS]/[OSRELEASE]/$basearch/gpgcheck=0enabled=1

Passen Sie den Inhalt der Datei an Ihre eigenen Bedürfnisse an. Im Beispiel ersetzen Sie [OS] durch die Kennung Ihrer jeweiligen Linux-Distribution. Analoges gilt für [OSRELEASE]. Hier gehört die aktuelle Version Ihres Systems hin. Speichern Sie danach die Datei ab.

Einsatz des Schlüssels

Es empfiehlt sich, sämtliche Downloads auf den Server mit Hilfe der zugehörigen Signatur auf Echtheit hin zu überprüfen, um nicht ungewollt Malware zu installieren. Hierzu laden Sie den NGINX-Schlüssel herunter:

wget http://nginx.org/keys/nginx_signing.key

und lesen Sie ihn in den Schlüsselbund ein:

rpm --import nginx_signing.key

Die Installation von NGINX erledigt sich jetzt einfach mit einem Einzeiler:

yum install nginx

NGINX legt seine Konfigurationsdateien allesamt im Verzeichnis: /etc/nginx/ ab.

Ergänzendes zum Thema
Das Fazit der Autoren

Zu den bekanntesten Benutzern von NGINX zählen neben Facebook zwei führende Anbieter von Cloud-Speicher, Box und Dropbox, sowie die Video-Dienste Netflix und hulu.
Zu den bekanntesten Benutzern von NGINX zählen neben Facebook zwei führende Anbieter von Cloud-Speicher, Box und Dropbox, sowie die Video-Dienste Netflix und hulu.
( Bild: NGINX )
Die Zukunft von NGINX scheint inzwischen auf absehbare Zeit gesichert zu sein. Hinter dem unscheinbaren Herausforderer, einem in San Francisco beheimateten kleinen Softwarehaus, stehen knapp über 10 Millionen Euro Wagniskapital. Über 140 Millionen Websites, darunter so renommierte Namen wie Box, CloudFlare, Eventbrite, Facebook, GitHub, Instagram, Netflix, Pinterest, Soundcloud und sourceforge, nutzen NGINX als ihren Webserver, Proxy, Cache oder Lastverteiler.

Tipp: Es empfiehlt sich, von jeder relevanten Iteration einer geänderten Konfigurationsdatei eine Sicherheitskopie zu erstellen. Dabei kann es hilfreich sein, in den Dateinamen der Sicherheitskopie ein Datum und einen Zeitstempel hinein zu kodieren. So können Sie im Falle eines Falles zur letzten Version wieder zurückkehren.

Ergänzendes zum Thema
Die Preise

Die Basisedition von ist kostenlos. Wer allerdings erweiterte Features und/oder einen Support-Vertrag benötigt (siehe: NGINX-Vergleichstabelle ), wird zur Kasse gebeten. Preislich liegt NGINX Plus bei 1.350 Dollar pro Jahr für einen Standard-Support und 2.700 Dollar für den Premium-Support.

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