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Was bieten Cloud-Services?
Dazu muss man nur die Leistung des eigenen Rechenzentrums mit einem entsprechenden Cloud-Angebot vergleichen, wie man sie bei bekannten Anbietern, zum Beispiel Amazon, Azure, HP, IBM, T-Systems) buchen kann. Woraus besteht die angebotene Leistung?

Im Wesentlichen aus Rechnen und Speichern, Vernetzung und Archivieren, denn alles andere – siehe oben – haben wir schon den anderen zwei Dritteln zugewiesen. Bucht man nun bei einem der genannten Cloud-Anbieter diese Leistungen, so stellt man in aller Regel fest, dass die gleiche Menge für die Hälfte der Kosten zu haben ist, die man im eigenen Rechenzentrum Jahr für Jahr aufwendet.
Manchmal kommt man bei günstigen Tarifen, einem geeigneten Anbieter und zielgerichteten Verhandlungen sogar auf 70 bis 80 Prozent niedrigere Kosten bei der Cloud-Lösung. Der Grund ist klar: höhere Auslastung bei heftigem Wettbewerb und spezialisierten Economies of Scale.
Vorsicht beim Leistungsvergleich!
Ein Wort der Vorsicht sei gesagt zum Leistungsvergleich: Lassen Sie sich nicht mit vordergründigen Angaben verlocken. Manche Cloud-Provider geben nicht die notwendigen Leistungs- sondern nur Kapazitäts-Werte an, sondern nennen zum Beispiel nur die Anzahl von Server-Stunden, Core-Zeiten oder ähnlich nichtssagende Größen.
Das ist wie beim Auto, bei dem nicht nur die Anzahl der Zylinder sondern die Kilowatt-Leistung maßgebend sind. Bei den RZ-Kapaziäten sind ebenfalls sie Leistungswerte unerlässlich. Und bei den Speichern muss man natürlich neben den Terabytes auch die Geschwindigkeiten genau in den Vergleich aufnehmen, um einige wichtige zu nennen.
Äpfel und Birnen
Dabei sind dann aber auch sämtliche wichtigen Features – wie Spiegelung, 2 bis 4-fache Sicherung, Backup, Notfall/Ausweich-RZ, Software-Updates, Patches, Hardware-Upgrades und Erweiterungen, Verfügbarkeitsgrade einbezogen, so dass als Frage bleibt: Wofür werden die anderen 50 Prozent ausgegeben, die man im eigenen Rechenzentrum aufwendet ?
Eine Erklärung ist nicht einfach, weil hier auch unternehmensspezifische Posten hinzutreten, vor allem ein – vielleicht nicht immer rational begründetes – Bedürfnis nach Sicherheit. Manchmal kommen ungünstige Lizenzmodelle, Beschaffungspreise, Personalkosten und Overhead hinzu.
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