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Die hyperkonvergenten Systeme punkten
Allerdings heißt das nicht, dass integrierte, „Converged“ Systeme obsolet sind. Vielmehr kommt es darauf an, wie das Konzept in der Praxis umgesetzt wird.
Eine Option für kleine Filialen und Niederlassungen sind so genannte hyperkonvergente (hyperconverged) Appliances. Diese bestehen aus Standard-Hardware, etwa auf Basis von x86-Servern, und einer Software-Ebene. Dieser Software-Layer arbeitet komplett unabhängig von der Hardware. Auf einer solchen Appliance lassen sich in virtualisierter Form unterschiedliche Workloads implementieren. Eine Einschränkung auf bestimmte Anwendungen oder die Bindung an Produktzyklen eines Hardware-Herstellers sind somit nicht gegeben.
Eine hyperkonvergente Appliance stellt Rechenleistung (Server) und Storage-Ressourcen zur Verfügung. Außenstellen können ein solches Hyperconverged System außerdem für die Anbindung an ein zentrales Rechenzentrum oder eine Cloud nutzen.

Hersteller von hyperkonvergenten Systemen wie Nutanix unterstützen beispielsweise Software-Defined-WAN-Lösungen (SD-WAN). Entsprechende „Virtual Appliances“ lassen sich auf Hyperconverged-Plattformen installieren. Ein SD-WAN stellt kostengünstige Internet-Breitbandverbindungen bereit. Darüber können Mitarbeiter auf Daten und Applikationen zugreifen, die in Rechenzentren an anderen Standorten vorgehalten werden.
Schnelle Bereitstellung von IT-Services
Eine virtualisierte SD-WAN-Lösung in einem Hyperconverged Systems lässt sich parallel zu MPLS-Verbindungen oder anstelle von diesen einsetzen. Unternehmen können dadurch auf preisgünstige und gleichzeitig sichere Breitband-WAN-Verbindungen zurückgreifen.
Zudem entfallen klassische Nachteile von MPLS, etwa lange Wartezeiten, bis eine Niederlassung in ein unternehmensweites WAN eingebunden ist. Eine hyperkonvergente Appliance reduziert außerdem den Aufwand bei der Installation und Konfiguration und zeichnet sich durch niedrigere Betriebskosten aus.
Eine hyperkonvergente Infrastruktur bietet somit das Beste aus zwei Welten: Niederlassungen verfügen über eine Art Mini-Rechenzentrum, das alle zentralen Elemente enthält: Rechenleistung, Speicherplatz und Netzwerkfunktionen. Gleichzeitig können die Mitarbeiter über ein SD-WAN auf einfache und kostengünstige Weise Applikationen nutzen, die externe Datacenter anbieten, sei es das unternehmenseigene Rechenzentrum oder das eines Cloud Service Providers.
* Pierre Langlois ist Director EMEA Sales bei Silver Peak.
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