Cadence kommt mit parallelem Rechnen für superschnelle Simulationen GPU-Supercomputer für Medizin-, Halbleiter- und Datacenter-Design

Quelle: Pressemitteilung Cadence / Nvidia 2 min Lesedauer

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Der „Cadence Millennium M2000“-Supercomputer setzt auf „Blackwell“-Systeme und KI-Tools von Nvidia. Mit paralleler GPU-Rechenleistung sollen bis zu 80-mal schnellere und deutlich Energie-effizientere Simulationen für die Entwicklung von Arzneimitteln, automatisierter Elektronik und Digital Twins von Rechenzentren möglich sein.

Der GPU-basierte Supercomputer „Cadence Millennium M2000“ soll die Entwicklung von KI-Infrastruktur und Halbleitern sowie die Arzneimittelforschung beschleunigen.(Bild:  Cadence)
Der GPU-basierte Supercomputer „Cadence Millennium M2000“ soll die Entwicklung von KI-Infrastruktur und Halbleitern sowie die Arzneimittelforschung beschleunigen.
(Bild: Cadence)

Cadence Design Systems, ein Anwendungsanbieter für das elektronische Systemdesign, hat den Supercomputer „Millennium M2000“ mit Einsatz von Nvidia Hard- und Software angekündigt. Der Umstieg von CPU-zentrierten Supercomputern auf ein GPU-getriebenes Design soll deutlich schnellere Simulationen bei der KI-gestützten (Künstliche Intelligenz) Entwicklung von Arzneimitteln und elektronischen Systemen ermöglichen, darunter Halbleiter, autonome Fahr-, Flugzeuge und Maschinen sowie Digital Twins (digitale Zwillinge) von Rechenzentren.

Eine „KI-Fabrik“ für Wissenschaft und technische Entwicklung

Die Grundlage des neuen Supercomputers von Cadence bilden die „HGX B200“- und „RTX Pro 6000“-GPU-Systeme von Nvidia auf Basis der aktuellen „Blackwell“-Architektur. Softwareseitig sollen „Nvidia Cuda X“-Bibliotheken sowie die spezialisierte und für GPU-Hardware optimierte Simulations- und Anwendungssoftware von Cadence die Leistung bei rechenintensiven Aufgaben optimieren.

Im Bereich der elektronischen Designautomatisierug (EDA), der Systemdesign und -Analyse (SDA) sowie der Arzneimittelforschung sollen damit im Vergleich zu CPU-fokussierten Supercomputern bis zu achtzigfach schnellere Simulationen möglich sein. Mit der parallelen GPU-Leistung entfiele auch die typische Beschränkung auf knappe Zeitfenster für Simulationen. Der Stromverbrauch könne je nach Anwendung um das Zwanzigfache sinken.

Kooperationen für Design von Molekülen, Halbleitern und Digital Twins

Die Software des Supercomputers profitiere dabei von mehreren Synergien zwischen Cadence und Nvidia. So habe Cadence für das Molekulardesign entwickelte KI-Funktionen der „Nvidia Bionemo“-Microservices in seine Molekulardesignplattform „Orion“ integriert sowie agentische Reasoning-Modelle der „Nvidia Llama Nemotron“-Familie in die „Jedai“-Plattform für die KI-gestützte Entwicklung elektronischer Systeme einverleibt.

Die Molekulardesignplattform „Cadence Orion“ mit integrierter „Nvidia Bionemo“-KI ist Teil des „M2000“-Systems. (Bild:  Cadence)
Die Molekulardesignplattform „Cadence Orion“ mit integrierter „Nvidia Bionemo“-KI ist Teil des „M2000“-Systems.
(Bild: Cadence)

Zudem legt Cadence seiner „Reality Digital Twin“-Plattform für Rechenzentren das „„Omniverse“-Blueprint“ von Nvidia für Strom-, Kühlungs- und Netzwerksimulationen zugrunde. Nvidia bezeichnet das Gesamtpaket als „KI-Fabrik für die Wissenschaft“, Cadence spricht vom „ersten speziell entwickelten Emulator für KI-Design“.

Nvidia kauft zehn „NVL72“-basierte Supercomputer

Der M2000-Supercomputer soll sowohl für die Installation im eigenen Rechenzentrum als auch über einen Cloud-Zugriff angeboten werden. Zudem hat Nvidia-CEO Jensen Huang auf der Servicenow-Veranstaltung „Knowledge 2025“-Tagung in Las Vegas angekündigt, zehn Modifikationen der „Millennium“-Supercomputer auf Basis von „Nvidia GB200 NVL72“-Plattformen für die eigene Chipentwicklung einzukaufen. Für diese befinde sich ein eigens geplantes Rechenzentrum bereits im Bau.

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