Vorsichtige Annäherung an Huawei Dorado V6 und dann: „Das ist wirklich neu und völlig abgefahren."Für IT-Profis und Nerds* ist das ganze Jahr über Bescherung
Bekanntlich freut sich Jung und Alt auf Weihnachten und den Brauch, dass es kleine und große Überraschungen zum Auspacken gibt. Und wie weithin bekannt, findet die Bescherung hierzulande jedes Jahr am 24. Dezember statt. Doch für manche kommt die Überraschung an einem beliebigen Datum während des Jahres und bei MTI sogar während der normalen Arbeitszeit – einfach so und oftmals ohne große Ankündigung.
MTI kümmert sich um Datacenter-Optimierung, um Storage, um Managed Services und Security. Jetzt hat das 30jähige Unternehmen mit Firmensitz in Wiebaden und seit Kurzem zu Ricoh gehörend einen neuen, zusätzlichen Hardware-Partner: Huawei. Da ist Testen angesagt.
(Bild: MTI Technology in Deutschland)
Dazu gehören insbesondere Systemadministratoren und IT-Fachleute. Denn eine technische Innovation kann durchaus denselben Effekt haben wie das, was Geschenke mit Kinderaugen anstellen können: Das Funkeln in den Augen hervorrufen, Freude und Begeisterung auf etwas Neues wecken, das es zu erforschen gilt, dessen viele kleine Details und Möglichkeiten schiere Begeisterung auslösen. Und wenn man es zudem anfassen und ausgiebig testen kann, ist der professionelle Spieltrieb nicht aufzuhalten.
Was ist ein Nerd?
Laut Wiki gibt es für den „Nerd“ gleich zwei Definitionen:
Positiv betrachtet ist ein „Nerd“ ein Individualist, der durch spezielle Kenntnisse eine entsprechend hohe gesellschaftliche Anerkennung innerhalb seiner Szene genießt.
Negativ gesehen ist der „Nerd“ ein Stereotyp für einen unbeholfenen und verschrobenen Einzelgänger, der ständig vor dem Computer sitzt und jenseits des Computers weitgehend isoliert lebt.
MTI liebt Nerds und wir denken, dass die positive Betrachtungsweise durchweg die richtige ist.
So oder so ähnlich war es bei MTI Technology, als die erste neue Speichereinheit von Huawei mit integrierter Künstlicher Intelligenz (KI) sorgfältig verpackt angeliefert wurde. Retrospektiv haben wir mit Jens Racky, Solution Architect bei MTI Technology, gesprochen, der als erster in Deutschland überhaupt diese neue Technologie mit der Seriennummer #001 auch tatsächlich in den Händen hielt und auf das Genaueste untersuchte.
Als Systemtechniker haben Sie offensichtlich diverse Bescherungen in 2020 erhalten. Erzählen Sie mal, wie das ist, wenn man als erster eine neue Technologie in den Händen hält.
Jens Racky: Es ist tatsächlich ein bisschen wie Weihnachten, eine gewisse Spannung und Neugier ist nicht von der Hand zu weisen. Aber im Grunde waren meine Kollegen und ich nicht die allerersten.
Immerhin haben die Ingenieure des Herstellers seit geraumer Zeit mit und an der Maschine gearbeitet, um sie zu perfektionieren. Aber man bekommt natürlich viele Informationen über das, was eine neue Technologie kann. Und wenn man sie dann als erster behutsam auspackt, in Händen hält und das erste Mal den On-Knopf drückt, ist das schon mega.
Wenn wir bei der Analogie mit Weihnachten bleiben, ist die Übergabe und das Auspacken natürlich ein wichtiger Teil der Bescherung. Aber dann geht es doch erst richtig los?
Jens Racky: Ja klar, das ist doch wie bei einer Modelleisenbahn. Dann geht’s ans Aufbauen, man will ja sehen wie das Ding rennt. Aber hier war es natürlich nicht nur das Anschalten, um zu sehen, wie ein paar Lichtlein brennen. Hier ging es um die inneren Werte, nämlich die KI.
Ist das so, wie wenn ein Kind mit dem neuen ferngesteuerten Auto nicht nur spielt, sondern es genau untersucht, um zu verstehen, wie das Ganze funktioniert?
Jens Racky: Ich denke so ähnlich ist das. Und weil wir ja wussten, dass im Inneren das Besondere steckt, mussten wir genau das als IT-Profis natürlich auch unter die Lupe nehmen. Wir wollten einfach sehen, wo sich die KI bildlich gesehen versteckt, was in diesem Fall ein neuartiger 'Ascend'-Chip ist. Natürlich haben wir alle schon tausendfach Chips und Prozessoren gesehen, aber eben noch kein Ascend-Chip, der für die KI sorgt.
Sie wollen mir sagen, dass Sie die neue Maschine erst einmal zerlegt haben?
Jens Racky: Ja, klar! Nun ja, zerlegt vielleicht nicht, aber logisch mussten wir reinschauen und auf den Boards nach dem Ascend Chip suchen, solange bis wir ihn tatsächlich gefunden haben. Irgendwie ist das KI zum Anfassen.
In solchen Situationen werden Prinzipien, Methoden und komplexe IT-Operationen zu einer greifbaren Realität. Man weiß zwar, was die KI kann und wie man sie im echten Betrieb einsetzt, aber es ist einfach nochmal etwas anderes, wenn man etwas Reales, sozusagen Handfestes vor sich hat und sieht. Anfassen sollte man Chips und Prozessoren natürlich vorsichtshalber möglichst nicht.
Was ist denn nun so anders an dieser KI und wie ging es weiter?
Jens Racky: Klar, wie immer wird bei neuen Modellen und Systemen viel versprochen. Die Marketing-Maschine läuft auf vollen Touren und es wird gelobt was das Zeug hält. Aber als IT-Spezialist will man es ja genau wissen und man glaubt nicht einfach so alles.
Also haben wir die Dorado V6 in unser blitzblank neues Testlab genommen und angeschlossen. Hier musste sie beweisen, was sie wirklich kann. Die KI mit Deep-Learning-Technologie kann in Verbindung mit Ascend und mit einer leistungsfähigen Mustererkennung eine Deduplizierung auch im Primärspeichersystem auf Blockebene realisieren. Das ist wirklich neu und völlig abgefahren, denn das ist echte Next Generation und nicht nur so daher gesagt.
Eine Spielwiese für Profis?
Jens Racky: Definitiv. Denn hier können wir vollkommen frei allen IT-Lösungen auf den Zahn fühlen. Noch viel besser, wir können - wie mit Lego für die größeren Jungs - alles realisieren, was das System hergibt. Will heißen: Wir müssen uns überhaupt nicht darum kümmern, wie eine existierende Infrastruktur aussieht und wie man eine Lösung am besten innerhalb solcher Strukturen einpasst.
Stand: 08.12.2025
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Und in solchen Momenten ist IT-Engineering richtig cool. Plötzlich hat man IOP-Raten von über 300.000 bei einer 50-prozentig niedrigeren Latenz im Vergleich dazu, was wir sonst zu sehen bekommen. Das ist schon ganz großes Kino und macht richtig Laune.
Das ist aber nicht das wirkliche Leben …
Jens Racky: Doch, doch. Ich weiß schon, auf was Sie hinauswollen. Bei Kunden kann man in den seltensten Fällen alles so einrichten, wie es einem am besten gefällt. Man hat oft die Herausforderung, das Ganze optimal in eine existierende Struktur zu integrieren.
Wenn Sie aber wissen, was wirklich möglich ist, werden Sie immer versuchen, möglichst nah an das Maximale heranzukommen. Insofern ist das Spielen ein wichtiger Teil für das eigentliche Arbeiten mit und bei unseren Kunden.
Und dann? Wie lange hat die Begeisterung angehalten?
Jens Racky: Natürlich ist es extrem spannend, einen Speicher mit KI für die Deduplizierung von Primärdaten zum ersten Mal unter voller Last zu testen und zu sehen, ob das auch wirklich alles so funktioniert wie versprochen. Und was soll ich sagen, das Ding rennt. Und die Huawei Dorado V6 tut das, was sie soll und was andere teilweise nicht können. Die irre Geschwindigkeit, die Mustererkennung von Daten und die echte Deduplizierung mithilfe von KI sind einfach super.
Das Coole daran ist, dass das alles nicht starr ist. Das System lernt wirklich selbstständig mit jeder Minute, in der es arbeitet und wird dadurch immer besser und zwar dynamisch auf die individuelle Umgebung bezogen.
Und wie verbringen Sie den 24. Dezember?
Jens Racky: Tatsächlich verbringe ich Weihnachten mit meiner Familie, so wie es eben die diesjährige Situation zulässt. Und wir haben auch keine Recehnezentrumssysteme unter dem Weihnachtsbaum und es blinken auch keine LEDs im IOP-Takt. Aber ein neues Gadget, mit dem alle Spaß haben, ....
Wer ist MTI?
Als bundesweit agierendes IT-Systemhaus ist die MTI Technology GmbH seit über 30 Jahren auf Datacenter-Infrastrukturen, Cloud Solutions, Security und Managed Services für Geschäftskunden spezialisiert. MTI bietet mit seinen eigenen Service-Technikern einen bundesweiten 24/7-Business-Support und IT-Services.
Im unternehmenseigenen „Solution Center“ werden regelmäßig neue Innovationen auf Herz und Nieren getestet. So konnte MTI unter anderem als erstes europäisches Systemhaus mit offiziellen Testergebnissen die Kompatibilität der beiden Systeme „Huawei Oceanstor Dorado V6“ als Speicher und VMware für die Virtualisierung bestätigen und so den Weg für einen praktischen Einsatz ebnen.