DNS-Roundrobin als Lastenausgleich Einrichtung eines unkomplizierten NLB in Netzwerken

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Parallel zu einem NLB-Cluster ist DNS-Roundrobin eine Möglichkeit den Lastenausgleich im Netzwerk zu konfigurieren. Dabei kommt kein Cluster zum Einsatz, sondern eine spezielle DNS-Konfiguration. Der Tipp zeigt die Möglichkeiten auf.

Netzwerke effektiv betreiben und überwachen, auch im Bereich DNS(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Netzwerke effektiv betreiben und überwachen, auch im Bereich DNS
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

DNS-Roundrobin ist eine Methode zur rotierenden Änderung von DNS-Antworten. Die Möglichkeit dient als eine weitere Technik zur Lastverteilung im Netzwerk neben dem Einsatz von NLB-Clustern.

Bei der Verwendung von DNS-Roundrobin wird kein Cluster eingesetzt, sondern spezielle DNS-Einträge, die Benutzer nach einer Anfrage an den DNS-Server zu verschiedenen Clients leiten. DNS-Antworten können in diesem Modell zyklisch geändert werden.

So funktioniert DNS-Roundrobin

Im Rahmen von DNS-Roundrobin wird ein einheitlicher DNS-Eintrag für alle Server mit gleichem Namen und der jeweiligen IP-Adresse des Hosts in DNS erstellt. Wenn Clients einen DNS-Server nach der IP-Adresse eines Namens fragen, antwortet der Server immer mit der nächsten IP-Adresse in der Liste. Allerdings wird die Auslastung des Hosts dabei nicht berücksichtigt. Clients verbinden sich nacheinander mit unterschiedlichen Hosts, weil die DNS-Server die IP-Adresse des Hosts bei jeder Antwort auf eine Client-Anfrage ändern.

Vereinfacht gesagt, fragen Clients beispielsweise nach der IP-Adresse des Verbundes für den Eintrag Nlb.joos.int. Als Antwort erhält der Client eine Liste aller IP-Adressen zu diesem Eintrag, aber die Reihenfolge ändert sich bei jeder Abfrage, so dass die Clients sich immer mit einem anderen Host verbinden. Das DNS-System leitet Clients idealerweise zu einem Host im gleichen oder einem nahegelegenen Subnetz weiter.

In einem DNS-Roundrobin-Szenario behält jeder Host weiterhin seinen eigenen Host-A-Eintrag. Parallel dazu erstellen Admins, wie bei NLB, für jeden Host einen zusätzlichen Eintrag mit dem gleichen Namen, jedoch mit der eigenen IP-Adresse. Sobald die Konfiguration abgeschlossen ist, gibt es im DNS für jeden Server einen Eintrag zu seiner eigenen IP-Adresse und gleichzeitig einen identischen Namenseintrag, der die IP-Adresse des jeweiligen Hosts verwendet.

Anpasssungen in der Registry für DNS-Roundrobin

Um einen DNS-Server Roundrobin-fähig zu machen, aktivieren Administratoren:innen in den Eigenschaften des DNS-Servers unter "Erweitert" die Option "Roundrobin aktivieren". Wenn sie die Funktion für bestimmte Typen deaktivieren möchten, können sie dies über die Registry tun: Unter "HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\DNS\Parameters" wird ein REG_SZ-Wert mit der Bezeichnung "DoNotRoundRobinTypes" erzeugt. Dieser wird in die Recordtypen eingetragen, die nicht verwendet werden sollen.

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