Für die Verwaltung von Treibern Driverstore Explorer bringt Ordnung in den Windows-Treiberspeicher

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

„Driverstore Explorer“ ist ein „Windows“-Werkzeug zur Verwaltung des Treiberspeichers. Es ermöglicht die Übersicht aller installierten Treiberpakete, erkennt alte oder doppelte Versionen und erlaubt deren sichere Entfernung. Damit ergänzt es Funktionen, die Windows selbst nur eingeschränkt bietet.

Das Open Source-Tool „Driverstore Explorer“ hilft bei der Verwaltung von Treibern in „Windows“.(Bild:  Thomas Joos)
Das Open Source-Tool „Driverstore Explorer“ hilft bei der Verwaltung von Treibern in „Windows“.
(Bild: Thomas Joos)

Das Open Source-Tool Driverstore Explorer, auch unter der Bezeichnung „RAPR“ bekannt, ist ein portables Dienstprogramm für Windows, das den Zugriff auf den Treiberspeicher erleichtert. Es listet sämtliche installierten Treiberpakete mit Angaben zu Version, Anbieter, Datum und die Gerätezurodnung auf.

Anhand der übersichtlichen Tabellenansicht lassen sich veraltete oder doppelte Einträge identifizieren und gezielt entfernen. Mehrfachauswahl und Kontrollkästchen ermöglichen auch den gleichzeitigen Eingriff in mehrere Pakete. Für alle Vorgänge sind Administratorrechte erforderlich, da die Software tief in das System eingreift und auf systemkritische Komponenten zugreifen kann.

Der Funktionsumfang

Das Tool unterstützt die digitale Signaturprüfung und warnt, wenn unsignierte oder potenziell unsichere Treiberpakete vorliegen. Neben der Entfernung erlaubt Driverstore Explorer auch das Hinzufügen und Installieren neuer Treiber. Eine Exportfunktion legt ausgewählte oder sämtliche Treiber in strukturierten Verzeichnissen ab und dient so als Backup.

Die Funktion „Select Old Driver(s)“ erkennt ältere Versionen und erleichtert die Bereinigung. Zusätzlich lassen sich nicht mehr angeschlossene Geräte identifizieren.

Fortgeschrittene Anwender profitieren von Batch-Operationen, Echtzeitsuche und CSV-Export für Analysen. Das Tool kann mit unterschiedlichen Backends arbeiten, darunter die Windows-API, DISM oder PnPUtil. Auch Offline-Treiberstores lassen sich verwalten.

Risiken beim Einsatz

Das Entfernen von Treibern erfordert Windows-Knowhow. Denn der Driverstore Explorer überprüft nicht, ob ein Treiber noch aktiv genutzt wird. Wer einen benötigten Treiber entfernt, riskiert Funktionsausfälle einzelner Geräte oder im schlimmsten Fall einen nicht mehr startfähigen Windows-Rechner.

Vor jedem Eingriff empfiehlt sich daher ein Backup der betroffenen Pakete. Die Option „Force Deletion“ erlaubt sogar die Entfernung von aktuell verwendeten Treibern, ist jedoch nur in Ausnahmefällen sinnvoll und nicht für alle Treiberarten verfügbar.

Installation und Nutzung

Driverstore Explorer benötigt mindestens „Windows 7“ und das „.NET“-Framework ab Version 4.6.2. Die Software ist portable und erfordert keine Installation. Sie kann direkt aus einem entpackten ZIP-Archiv gestartet werden.

Alternativ steht eine Installation über Winget mit dem Befehl „winget install lostindark.DriverStoreExplorer“ zur Verfügung. Der Aufruf erfolgt danach über „rapr“. Wer den Quellcode bevorzugt, kann das Projekt in Visual Studio 2022 selbst kompilieren.

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