Copilot in Windows 11 wird enger eingebunden Direkter KI-Zugriff auf Windows-Systemeinstellungen

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Microsoft erweitert „Copilot“ in „Windows 11“ um eine direkte Verbindung zu den Systemeinstellungen. Der KI-Assistent kann nun auf Befehle wie „Mach meinen Bildschirm leichter lesbar“ reagieren und führt gezielt zur passenden Einstellungsseite. Die Funktion startet zunächst für Windows-Insider.

Die Workplace-KI „Copilot“ kann „Windows“-Einstellungen verstehen und bald auch ändern. (Bild:  Thomas Joos)
Die Workplace-KI „Copilot“ kann „Windows“-Einstellungen verstehen und bald auch ändern.
(Bild: Thomas Joos)

Mit der neuen Copilot-Version 1.25095.161 für Windows 11 erweitert Microsoft den Funktionsumfang der KI-gestützten App deutlich. Copilot kann nun auf Anfragen zu Systemeinstellungen reagieren und führt direkt zur passenden Seite in der Windows-Konfiguration. Die Funktion steht zunächst Windows-Insidern zur Verfügung und wird über den Microsoft Store verteilt.

Copilot integriert sich enger in das System

Die Aktualisierung markiert einen spürbaren Fortschritt im Vergleich zu den ersten Copilot-Integrationen, die als unzureichend galten. Microsoft entwickelt Copilot inzwischen als eigenständige Anwendung, die über klar definierte Schnittstellen mit dem System interagiert. Statt allgemeiner Antworten liefert Copilot bei Fragen wie „Mach meinen Bildschirm leichter lesbar„ oder „Hilf mir, Ablenkungen zu reduzieren“ einen direkten Link in die Anzeige- oder Fokus-Einstellungen.

Der Zugriff auf Systemeinstellungen funktioniert ausschließlich als Verweis. Copilot selbst ändert keine Parameter, sondern erläutert, wo die gewünschte Option zu finden ist.

Damit bleibt die Kontrolle beim Nutzer, während der KI-Assistent die Navigation innerhalb des Systems erleichtert. Auf „Copilot+“-PCs mit dedizierter Neural Processing Unit (NPU) kann die App über den so genannten Settings Agent auch aktiv Einstellungen anpassen. Diese Funktion setzt jedoch entsprechende Hardware voraus, die KI-gestützte Steuerbefehle direkt verarbeiten kann.

Verteilung erfolgt in Wellen

Die Verteilung der neuen Version erfolgt schrittweise über alle Insider-Kanäle. Microsoft erprobt die Integration in enger Abstimmung mit den Testnutzern, um das Verhalten unter unterschiedlichen Systemkonfigurationen zu validieren. Rückmeldungen können direkt über das Profilmenü innerhalb der Copilot-App abgegeben werden.

Der neue Ansatz rückt Copilot näher an den Kern von Windows heran. Aus einem anfänglich separaten Chat-Fenster wird zunehmend eine zentrale Steuereinheit, die den Übergang zwischen natürlicher Sprache und Systembefehlen vereinfacht. Diese Funktion ist vor allem für Anwender relevant, die nach dem Ende des „Windows-10“-Support erstmals auf Windows 11 umsteigen und sich mit der neuen Systemarchitektur vertraut machen.

Mit dem erweiterten Zugriff auf die Systemeinstellungen gewinnt Copilot eine klar definierte Rolle innerhalb des Betriebssystems. Die Anwendung dient nicht mehr nur als Hilfskomponente, sondern als kontextsensitives Bindeglied zwischen Benutzerinteraktion und Systemsteuerung. Microsoft setzt damit die Strategie fort, Copilot als feste Ebene der Windows-Benutzererfahrung zu etablieren, bevor weitere Automatisierungsfunktionen auf Copilot+-Hardware folgen.

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