Endet die Windows-Aktivierung per Telefon? Ohne Ankündigung: Online-Zwang für Windows und Office

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Hinweise aus Foren, Support-Kanälen und „Youtube“ verdichten sich, dass die telefonische Aktivierung von „Windows“ und „Office“ faktisch nicht mehr funktioniert. Microsoft verlagert den gesamten Prozess in Web-basierte Abläufe und koppelt ihn an ein Konto sowie eine aktive Internet-Verbindung.

„Windows“ und „Office“lasen sich nicht mehr per Telefgon aktivieren.(Bild:  Thomas Joos)
„Windows“ und „Office“lasen sich nicht mehr per Telefgon aktivieren.
(Bild: Thomas Joos)

Die Aktivierung von Microsoft-Software folgt seit Jahren einem hybriden Modell aus Online-Registrierung und telefonischer Freischaltung für Systeme ohne Netzanschluss. Diese zweite Option verschwindet schrittweise aus allen bekannten Aktivierungspfaden.

In den Systemeinstellungen von „Windows 11“ fehlt die entsprechende Auswahl, der bekannte Dialog über „slui 4“ führt nicht mehr zu einer klassischen Telefonroutine und Anrufe bei den veröffentlichten Servicenummern enden durchgängig mit automatisierten Ansagen. Diese verweisen ausschließlich auf ein Web-basiertes Aktivierungsportal.

Telefon-Hotline liefert offenbar keine Aktivierungs-Codes mehr

Parallel dazu häufen sich Berichte aus unterschiedlichen Ländern, die ein einheitliches Verhalten zeigen. Die telefonische Hotline liefert keinen Bestätigungscode mehr und ersetzt den bisherigen Sprachdialog durch den Hinweis auf die Adresse „aka.ms/aoh“.

Nach Aufruf dieser Seite verlangt der Aktivierungsprozess eine Anmeldung mit einem Microsoft-Konto sowie die Lösung zusätzlicher Prüfmechanismen. Der frühere Ablauf mit Installation-ID, Ziffernblöcken und Eingabe über die Telefontastatur entfällt vollständig.

Auch Tests mit älteren Produktgenerationen bestätigen dieses Muster. Selbst bei Installationen von „Windows 7“ oder älteren „Office“-Versionen akzeptiert der Prozess keine reine Telefonaktivierung mehr. Die Aktivierung gelingt nur über das Online-Portal und setzt eine funktionierende Internet-Verbindung voraus.

Probleme und Problemchen

In mehreren Fällen reagiert die Web-Oberfläche zunächst nicht auf eingegebene IDs oder zeigt unklare Produktzuordnungen, was auf laufende Änderungen an der Aktivierungsinfrastruktur hinweist. Trotz dieser Inkonsistenzen bleibt der zentrale Punkt bestehen: Ohne Online-Zugriff lässt sich der Vorgang nicht abschließen.

Die Entwicklung trifft vor allem Szenarien mit isolierten Netzen, Legacy-Systemen oder bewusst offline betriebenen Installationen. OEM-Lizenzen älterer Windows-Versionen verlieren damit einen der letzten offiziell nutzbaren Aktivierungswege.

Eine formelle Ankündigung von Microsoft liegt nicht vor. Die Rückmeldungen aus Support-Kontakten, Hotline-Ansagen und praktischen Tests sprechen jedoch für eine bewusste und umfassende Umstellung.

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