Windows 10/11: Deinstallation von Bing, Edge und Onedrive Digital Markets Act: Microsoft-Workstations ohne Ballast

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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In „Windows 10/11“ ist es in Zukunft möglich, „Bing“, „Edge“ und den „Onedrive“-Client aus dem Betriebssystem zu entfernen, durch deinstallieren. Das geht in Zukunft mit Bordmitteln in Windows, es sind keine zusätzlichen Tools dazu notwendig.

In Zukunft lassen sich die Anwendungen „Edge“, „Bing“ und „Onedrive“ aus „Windows“ entfernen. (Bild:  Thomas Joos)
In Zukunft lassen sich die Anwendungen „Edge“, „Bing“ und „Onedrive“ aus „Windows“ entfernen.
(Bild: Thomas Joos)

Microsoft hat Schritte zur Einhaltung der Vorgaben des 'Digital Markets Act' (DMA) der Europäischen Union unternommen, nachdem Windows und Linkedin unter diese Regelung gefallen sind. Durch die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und die Erprobung DMA-konformer Funktionen mit Kunden und innerhalb der Branche hat sich Microsoft verpflichtet, die DMA-Anforderungen zu erfüllen.

Microsoft muss DMA-Richtlinien einhalten

Für Windows werden spezielle DMA-konforme Versionen von Windows 10 und 11 für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Updates werden automatisch ausgerollt und sollen bis Anfang April 2024 abgeschlossen sein. Nutzer im EWR, die bereits jetzt auf die DMA-konformen Versionen umsteigen möchten, können dies durch Aktivierung der entsprechenden Option für Windows Update in den Einstellungen veranlassen.

Die Neuerungen in Windows umfassen unter anderem die Möglichkeit für Nutzer, den Edge-Browser und die Bing-Suchfunktion zu deinstallieren, sowie die Unterstützung für Drittanbieter-Suchanwendungen und Nachrichten-Feeds im „Windows Widgets-Panel“. Onedrive lässt sich in Zukunft ebenfalls aus dem Browser entfernen.

Darüber hinaus wurden Anpassungen am Anmeldeprozess vorgenommen, um eine automatische Anmeldung bei anderen Microsoft-Diensten zu verhindern. Neue Datenschutzpraktiken wurden eingeführt, um die Nutzung von Daten durch Microsoft strenger zu reglementieren und transparenter zu gestalten, einschließlich neuer Einwilligungsbildschirme für bestehende Nutzer.

Anpassungen auch bei Linkedin

Ähnliche Anpassungen wurden für Linkedin vorgenommen, um den DMA-Anforderungen gerecht zu werden. Mitglieder im EWR haben die Wahl, ihre Kern-Linkedin-Erfahrung mit anderen Diensten wie Jobs, Marketing Solutions und Learning zu verknüpfen oder diese Verbindung zu trennen. LinkedIn hat neue APIs entwickelt, die Mitgliedern und deren autorisierten Entwicklern den kontinuierlichen Zugriff auf ihre Daten ermöglichen.

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