Metallica kam und die IT funktionierte

Die O2 World in Berlin – ein gigantischer Showcase für Cisco

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Vom Bau bis zum Access Point – alles zum Festpreis

Als Wallburg am 1. April 2007 in das O2-World-Projekt einstieg, war die Arena noch die Baustelle der Bam Deutschland AG. Der garantierte Maximalpreis betrug 101 Millionen Euro. Für die Ausstattung hatte die AEG ein eigene Budget von 42 Millionen Euro. Hier eingeschlossen war auch das IT-Budget von rund 2,2 Millionen Euro.

Darin enthalten sind die Kosten für die Büro-Systeme, die Netzwerkinfrastruktur inklusive Verkabelung und Trassenführung, Unified Communications, WLAN und Bluetooth, die Stromanschlüsse, die Ausstattung mit Druckern und Kopierern, die Fax-Landschaft, die Eintrittskontrollsysteme, die elektrische Schließanlage, alle Server und Clients, die IP-gesteuerten Fernseher, die Kassen für das Merchandising und für das Catering, die unterbrechungsfreie Stromversorgung und Digital Signage. Nur die Bildregie fiel nicht unter die Verantwortung von Wallburg.

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Denn seine Aufgabe bestand zunächst vornehmlich darin, den Bedarf zu eruieren und die Ausschreibungen vorzubereiten. Dazu gehörte auch zu prüfen, ob die Technik allen Vorschriften und Normen entsprach und ob die Kosten dafür durch das Budget abgedeckt waren. Alleine der Bereich „Schwachstrom“ habe zwei Ordner umfasst, erinnert sich Wallburg.

Einarbeiten bei anderen Großbaustellen

Um der Aufgabe gewachsen zu sein, hatte der IT-Leiter, der zuvor für eine Bank gearbeitet hatte, vorab schon an zwei anderen Anschutz-Projekten Teil gehabt: So war er etwa in der heißen Phase zum Projekt The O2 dazu gestoßen.

Derart eingearbeitet konnte Wallburg das ursprüngliche IT-Budget von 3,5 Millionen Euro auf 2,2 Millionen drücken – durch „Verhandlungen und geschickte Optimierung“, wie er berichtet. „Überhaupt steckt in den Leistungsbeschreibungen und den Pflichtenheften viel Schweiß drin“; sagt er.

Nach einem halben Jahr waren alle Bedingungen geprüft und die Ausschreibungen, beziehungsweise Teilprojekte liefen. Die Ausschreibung für die IT fußte bereits auf der Entscheidung, nur einen Anbieter und ein möglichst integriertes Portfolio zu nehmen. Wallburg erläutert: Entscheidet man sich für eine heterogene Landschaft, wird man zumeist im spätere n Betrieb dafür bestraft – mit zu hohen Kosten und gegenseitigen Schuldzuweisungen, wenn etwas nicht funktioniere.“

Cisco kommt an Bord

Mitarbeiter für eine so umfassende Infrastruktur wie die Multifunktionsarena seien zudem ohnehin kaum zu bekommen. Die müssten sich in Voice-Anwendungen genauso auskennen, wie im Ticketing, im Server-Umfeld und im Funknetz, ja, sogar bei den Kamerasystemen. „Die sind selten und teuer“, so der IT-Leiter. Das habe er nicht noch durch vorausgesetztes Wissen über unterschiedliche Hersteller komplizieren wollen.

Allerdings habe er Cisco parktisch mit der Nase auf das Projekt stupsen müssen „Ich wunderte mich, dass noch niemand bei Cisco von dem Projekt gehört hatte“, sagt Wallburg. Wissentlich in Kauf genommen habe er, dass Cisco nicht in jedem der verlangten Bereiche die beste Technik besitze. Diesen Mangel habe er gegen einen Hersteller, eine Infrastruktur und verbreitetes Wissen über Cisco-Technik getauscht.

Mit den Beratern und Integratoren von Axians/NK Networks habe er sich allerdings auch eine Champions-League ins Haus geholt, lobt der Director IT. „Die kennen alle Lücken und Tücken der Systeme.“

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