Metallica kam und die IT funktionierte

Die O2 World in Berlin – ein gigantischer Showcase für Cisco

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Es wird knapp

Anfang April konnten mit dem Bau der IT-Infrastruktur begonnen werden. Da gab es allerdings in der Arena noch keine Klimaanlage, kein Licht, die Maler waren vor Ort und Kabel mussten erst noch gezogen werden, die Räume unter Wasser. Und immer wieder wurden Teilbereiche gesperrt.

Die komplette IT-Infrastruktur der O2 World in einer Grafik; Bild: Mathias Wallburg/AEG (Archiv: Vogel Business Media)

Damit waren die IT-Verantwortlichen gezwungen, die IT außerhalb bei NK Networks aufzubauen und in mehreren Läufen zu testen. Schon hier wurden die Konfigurationen festgelegt und später mit Hilfe von Images eingespielt.

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Als Core Switch dient ein „Catalyst 6513“. Im Access-Bereich setzt Wallburg auf die E-Serie, die mit Power-over-Ethernet ausgestattet ist. Für die damals noch nicht generell verfügbaren Access Points „Aironet 1252“ musste Wallburg eigens eine Vertraulichkeitserklärung unterschreiben.

Darüber hinaus sind der „Call Manager“ von Cisco im Einsatz sowie die IP-Telefone „7921“. Im Storage Area Network setzt Wallburg auf „9124 Fabric-Switches“.

Keine großen Katastrophen

Verbunden sind die IP-fähigen Geräte über eine sternförmige Tolpologie für passive Glasfaser sowie CAT-7-Kupferkabel. Nach außen führt eine 155-Megabit-Internet-Anbindung der Telekom, die dem Fifa-Standard von 2006 entspricht. Für die gesamte IT-Infrastruktur existiert ein gespiegeltes Rechenzentrum.

Am 15. Juli schließlich konnte mit dem Einbau der IT-Komponenten begonnen werden und zum Metallica-Konzert funktionierten sie und das Zusammenspiel.

Den bisher einzigen Zwischenfall, bemerkt Wallburg, gab es im Core-Switch, als hier ein Blade-Modul ausfiel – „Gott sei Dank, nicht während einer Veranstaltung“. Denn der zugesagte Ersatz binnen vier Stunden verzögerte sich, da dieses Bauteil in Berlin nicht vorrätig war und aus Hamburg beschafft werden musste. Da es auf der Strecke einen Stau gab, dauerte die Lieferung zwei Stunden länger.

Doch Wallburg kommentiert: „Wenn eine Veranstaltung gewesen wäre, hätten wir das Problem halt manuell lösen müssen. Und sonstige größere Pannen gab es nicht.“

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