Wie passt sich der Großrechner an moderne Technik an? Teil 2: Bull und IBM Die Mainframe-Zukunft steht offen
Mainframe-Computing ist ganz einfach, wenn man sich als Hersteller den Gegebenheiten und den Anforderungen der Anwender anpasst. Alle drei Großrechnerhersteller erfüllen das und jeder auf seine Weise. Gemeinsam gilt der neuen Generation von Mainframe-Architekturen, dass sie sich geöffnet haben. Teil 2: Bull und IBM.
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Für IBM-Manager Roland Trauner steht fest: „Wir sind mit dem Mainframe mittlerweile eine der offensten Plattformen im Markt.“ Doch, halt! Neben Fujitsu und IBM gab es doch noch einen weiteren Mainframe-Hersteller: Bull.
Bull – fast vergessen
Bei uns fast ein wenig in Vergessenheit geraten ist Bull als eigenständiger Anbieter von Rechnerarchitekturen auch im Mainframe-Bereich. Die Company, seit rund 80 Jahren aktiv, hat eine Reihe verschiedener Mainframe-Betriebssysteme hervorgebracht, die teilweise selbst oder in Kooperation mit NEC oder Honeywell entwickelt wurden.

„Stand heute gibt es noch zwei Mainframe-Betriebssysteme, die gepflegt werden: „GCOS 7“ für die mittelgroßen und „GCOS 8“ für die großen Mainframes“, beschreibt Ulrich Richartz, Marketing Direktor Bull für die Region Deutschland, Österreich und die Schweiz, das Angebot. Weltweit liegen die GCOS-Installationen im dreistelligen Bereich.
Schon vor Jahren hat sich der Hersteller von der Weiterentwicklung oder dem Einsatz zugekaufter Großrechner-Prozessoren verabschiedet und setzt heute auf Intel-Technik („Xeon“ oder „Itanium“). Bull hat hierfür ein Chipset entwickelt, mit dem man mehr Prozessoren zu einem großen SMP-System zusammenschließen kann, als ursprünglich von Intel geplant.
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