Flächenkühlsystem CoolW@ll sorgt Energie-Effizienz im Rechenzentrum

Der Technikraum im Datacenter ist ein Kühlraum

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Nachgerechnet: Ein direkter Vergleich

Ein energetischer Vergleich mit konventionellen Umluftklimageräten veranschaulicht die Leistungsfähigkeit am Beispiel eines Server-Raumes mit 500 Quadradmetern Fläche und 700 Kilowatt (kW) Wärmelast. Auf der 20 Meter langen Stirnseite werden im ersten Fall neun Präzisionsklimageräte mit Unterflurventilatoren installiert, im zweiten eine CoolW@ll bestehend aus elf Modulen mit 22 EC-Radialventilatoren im Doppelboden (siehe: Abbildung 3).

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Beide Lösungen verfügen nahezu über die gleiche Aufstellbreite und beinhalten jeweils ein Redundanzgerät. Die Rücklufttemperatur beträgt in beiden Fällen 27 Grad. Die Umluftklimageräte erreichen mit 12/18 Grad Kaltwasser eine Nutzkühlleistung von 700 kW und transportieren 24.000 Kubikmeter Luft pro Stunde Luft und Gerät.

CoolW@ll dagegen erreicht eine Nutzkühlleistung von 998 kW und transportiert 29.000 m³/h Luft pro Modul. Daraus ergibt sich eine Mehrleistung von rund 300 kW. Das wiederum bedeutet ein Plus von über 40 Prozent gegenüber Umluftklimasystemen.

Der Vorteil in Euro

Aus der Nutzkühlleistung pro Raumfläche lässt sich die abgeführte Wärme-Energie von 2,0 kW/m² er-rechnen, während die Umluftklimageräte lediglich 1,4 kW/m² erreichen.

Bei gleicher Nutzkühlleistung (700 kW = 1,4 kW/m²) kann dieselbe CoolW@ll-Konfiguration durch ihren besonders Energie-effizienten Betrieb die jährlichen Energiekosten im Vergleich zu Umluftklimageräten um bis zu 55 Prozent senken.

Die Ventilatoren laufen in diesem Fall besonders energiesparend mit einer Leistungsaufnahme von lediglich 1,0 kW pro Gerät. Ausgehend von einem Strompreis von 0,15 Euro/kWh ergeben sich für die Umluftklimageräte jährliche Energiekosten in Höhe von rund 40.000 Euro, wohingegen sich die Kosten bei Einsatz der CoolW@ll auf rund 20.000 Euro belaufen (ein etwaiger Mehraufwand bei der Kaltwassererzeugung durch den höheren Wärme-Eintrag der Ventilatoren in den Umluftklimageräten ist nicht berücksichtigt).

Im Gesamtkostenvergleich über fünf Jahre kann CoolW@ll die Betriebskosten somit um rund 100.000 Euro (pro Raum) senken. Da das System darüber hinaus bei gleicher Stellfläche mehr Leistung bietet als die Umluftklimageräte, ermöglicht sie eine Erweiterung der IT-Kapazitäten.

Die Kompaktklasse als Raum-in-Raum-Lösung

Für Räume, deren Begrenzungsflächen nicht zur Luftführung verwendet werden können, bietet Weiss Klimatechnik mit der CoolW@ll modular eine zusätzliche gerätebasierte Raum-in-Raum-Lösung an. Sie besteht aus einem Grundmodul mit Einhausung, das exakt auf das Doppelbodenraster abgestimmt ist. Der Wärmetauscher ist hierbei integrativer Bestandteil des Modularsystems und ermöglicht damit die Unabhängigkeit von der Raumgeometrie (siehe: Abbildung 4).

Das Grundmodul kann über Anbaumodule jederzeit bedarfsgerecht erweitert werden. Die Abmessungen der Einzelelemente sind fest definiert, so dass sie nicht individuell angepasst werden müssen. Auf diese Weise können beliebig viele Erweiterungen nach dem Baukastenprinzip hinzugefügt werden. CoolW@ll modular ermöglicht eine gute Zugänglichkeit, Begehbarkeit und einfache Sichtkontrolle und erfüllt damit die Hygieneanforderungen an raumlufttechnische Anlagen und Geräte nach VDI 6022.

Die Elemente der Einhausung bestehen aus Aluminiumprofilen mit Makroloneinsätzen und erfüllen damit die Bestimmungen der Brandschutzklasse B1. Optional ist auch eine Variante aus Stahlblech (Brandschutzklasse A1) erhältlich.

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