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Bei Providern stellt sich der Erfolg des Dell-eigenen IT-Imperiums zuerst ein

Dell wandelt sich vom Direktvertreiber zum Allround-Anbieter

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Effizienz, Automatisierung und Lizenzpolitik

Dell geht jetzt einen Schritt weiter und verspricht Verbesserungen bei der Effizienz von Speichern, der Automatisierung von Aufgaben und einer neuartigen Lizenzpolitik. Die Effizienz wird gesteigert durch den durchgängigen Einsatz von Deduplizierungstechniken sowie ein Common File System, das sich Dell durch den Kauf von Exanet sicherte.

Dazu sollen andere Techniken wie Thin Provisioning und Tiering genutzt werden, aber nicht nur innerhalb der Arrays sondern über die gesamte Speicherumgebung und sogar bis hinein in die Cloud. Speichern in Wolken ist dann nur mehr eine Stufe unter anderen in der Speicherhierarchie.

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Automatisiert wird mittels Programmen wie AIM und VIS. Dieser basieren auf den Methoden, die Scalent Technology entwickelt hat. Scalent wurde ebenfalls 2010 von Dell übernommen.

Die dritte Säule der „Fluid Data Architecture“ stellt eine innovative Lizenz- und Support-Politik dar, die ebenfalls durch die Firmenübernahmen angeregt wurde. Equalogic verwendete das All-inclusiv-Modell, wo beim Kauf der Hardware die gesamte Software inklusive zukünftiger Upgrades kostenfrei mitgeliefert wird. Bei Compellent kauft man praktisch die Software, die man auch auf andere Hardware übertragen und nutzen kann.

Services: Wo ist der beste Platz dafür?

Derzeit kümmert sich Dell darum, das Angebot an Services auf- und auszubauen, für das durch die Übernahme von Perot Systems im Jahr 2009 der Grundstein gelegt wurde. Service-Direktor Andreas Stein beschreibt die Marschrichtung: „Dell tritt an, die Effizienz im Unternehmen zu steigern, auch durch Services. Dabei werden Teile der IT nach außen verlagert.“

Derzeit strukturieren die IT-Verantwortlichen die Rechenzentren um und benötigen Beratung bei Auswahl, Implementierung und Umsetzung der (neuen) Infrastruktur. Diesen Markt möchte Stein mit seinem Team betreuen.

Hinzu kommen weltweite Dienste, etwa mit „Secure-Works“ ein zentrales Firewall-Management, auf das schon 2500 Kunden vertrauen. Stein möchte mit seinen rund 100 Mitarbeitern in Deutschland in diesem Jahr eine „komplette Leistungspalette“ anbieten, auch wenn vielleicht nicht jeder Service, der in den USA angeboten wird, auch hier zu haben sein wird.

Die Company stellt dafür auch Personal ein, möglichst mit „technischer und wirtschaftlicher Sichtweise“, weil man abwägen muss was günstiger ist: Kauf oder Dienstleitung. „Die Frage ist doch: Wo ist der richtige Platz für eine Dienstleistung, beim Anwender oder beim Drittanbieter“, beschreibt Stein das Szenario.

IDC-Analyst Nebuloni erwartet eine Ausweitung der Aktivitäten: „Es würde mich nicht überraschen, wenn Dell demnächst weitere Service-Anbieter kaufen würde.“

Die Autorin:

Kriemhilde Klippstätter ist Autorin und Coach/Mediatorin in München.

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