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Bei Providern stellt sich der Erfolg des Dell-eigenen IT-Imperiums zuerst ein

Dell wandelt sich vom Direktvertreiber zum Allround-Anbieter

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Ein komplettes Speicherangebot – Aus für EMC

Dell hat in den vergangenen zwei Jahren insbesondere in den Ausbau des eigenen Speicherangebots investiert. Allein im vergangenen Jahr kauften die Texaner die Firmen KACE (System-Management), Ocarina Networks (Deduplizierung), Insite One (Archivierung medizinischer Daten), Exanet (NAS-Cluster) sowie Compellent, die in Zukunft das obere Speichersegment bedienen sollen. Diesem Kauf war eine, dann letztlich verlorene, Bieterschlacht mit dem Erzrivalen HP um den Speicherhersteller 3Par vorausgegangen.

Zusammen mit den 2008 durch Firmenübernahme ins Haus gekommenen „Equalogic“-Speichern, kann Dell jetzt ein komplettes Speicher-Portfolio vorweisen: Die „Powervault“-Familie am unteren Ende, Equalogic-Speicher für den mittleren Leistungsbedarf und die derzeitigen – und vor allem die zukünftigen – Compellent-Systeme am oberen Ende.

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Damit ist EMC als hauptsächlicher Lieferant von Dell-Speichern überflüssig geworden. Laut Angaben von Brett Roscoe, Dells Executive Director, Product Marketing Enterprise Storage, wird Dell die zukünftigen EMC-Modelle nicht mehr als OEM-Produkte anbieten aber weiterhin als Reseller agieren.

Erstmalig was Eigenes: Dells fließende Datenarchitektur

Jetzt geht es darum, auch bei Speichern zu mehr Effizienz zu gelangen. Dell hat dazu den Slogan der „fließenden Datenarchitektur“ entworfen – und das ist mehr als nur ungenutzten Festplattenplatz zugänglich zu machen.

Die ungenutzte Kapazität von Speichern oder vielmehr die nicht nutzbare Speicherkapazität in den großen Arrays bereitete in der Vergangenheit den Speicherherstellern viel Kopfzerbrechen. Gelang es einer Firma aber in einem Gerät, die Elemente, die den Speicherplatz künstlich limitierten, aus dem Weg zu räumen, stieg der Aktienkurs sofort.

Das Beispiel aus der Vergangenheitliefert Storagetek mit dem „Iceberg“-Speicher, dessen Erscheinungsdatum wegen der komplizierten Technik ein ums andere Jahr verschoben werden musste, dann aber lange als bahnbrechend galt. Denn damit ließ sich die Speicherauslastung stark steigern.

Auch heute bleibt viel Speicherplatz ungenutzt: Eine Auslastung der Arrays von 40 Prozent gilt als guter Durchschnitt. Als Gründe für die Verschwendung gelten die Überversorgung, also die Vorratshaltung an Speicherplatz sowie eine schlechte Organisation der Ressourcen.

Abhilfe schaffen Techniken wie die Speichervirtualisierung, die den physischen Speicher vom Server trennt, so dass mehrere Rechner auf ein Subsystem zugreifen können. Dank einem anderen Verfahren, dem Thin Provisioning – dem Server wird aus einem Speicher-Pool bei Bedarf mehr Kapazität zugewiesen – lässt sich die Effizienz der Speicher-Arrays auf 80 Prozent und mehr steigern.

weiter mit: Effizienz, Automatisierung und Lizenzpolitik

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