Dell Poweredge XR9700 Dell stellt auf der MWC 2026 robusten Outdoor-Server vor

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Der Server „Poweredge XR9700“ mit „Intel Xeon 6“ SoC ist für den Einsatz unter extremen Umweltbedingungen konzipiert. Er eignet sich nicht nur für die Montage an Funkmasten für Cloud-RAN-Anwendungen, sondern auch als leistungsstarker Edge-Server in der Industrie.

Der robuste und flüssigkeitsgekühlte „Poweredge XR9700“ ist laut Dell zwar primär für den Cloud-RAN-Einsatz an ungeschützten Außenstandorten entwickelt, eignet sich aber auch als Server für  KI- und Edge-Anwendungen in der Industrie.(Bild:  Dell Technologies)
Der robuste und flüssigkeitsgekühlte „Poweredge XR9700“ ist laut Dell zwar primär für den Cloud-RAN-Einsatz an ungeschützten Außenstandorten entwickelt, eignet sich aber auch als Server für KI- und Edge-Anwendungen in der Industrie.
(Bild: Dell Technologies)

Auf dem „Mobile World Congress 2026“ in Barcelona stellt Dell den Poweredge XR9700 vor. Er ist laut dem Hersteller der branchenweit erste x86-Server für Cloud-RAN- und Edge-Anwendungen an externen Standorten.

Der kompakte und mit einer geschlossenen Flüssigkeitskühlung ausgestattete Server mit Intel-Xeon-6-SoC-Prozessor (System-on-a-Chip) sitzt in einem robusten Gehäuse mit Schutzklasse IP66 und GR-3108-Zertifizierung der Klasse 4. Damit ist der Poweredge XR9700 komplett gegen Staub, schweres Strahlwasser und sogar kurzzeitiges Untertauchen geschützt.

Zudem soll das Gerät mit 15 Litern Gehäusevolumen direkte Sonneneinstrahlung aushalten und in einem Temperaturbereich von -40 bis +46 Grad Celsius zuverlässig arbeiten. So soll sich der Server direkt an Funkmasten, an Außenseiten von Gebäuden oder ohne zusätzlichen Schutz in Industrieanlagen betreiben lassen.

Das vollkommen gekapselte Gehäuse des „Dell Poweredge XR9700“ ist gemäß IP66 staubdicht und gegen schweres Strahlwasser und eine kurzzeitige Überflutung geschützt. Zudem soll der Server in einem Temperaturbereich von -40 bis +46 Grad Celsius zuverlässig arbeiten.(Bild:  Dell Technologies)
Das vollkommen gekapselte Gehäuse des „Dell Poweredge XR9700“ ist gemäß IP66 staubdicht und gegen schweres Strahlwasser und eine kurzzeitige Überflutung geschützt. Zudem soll der Server in einem Temperaturbereich von -40 bis +46 Grad Celsius zuverlässig arbeiten.
(Bild: Dell Technologies)

Als Einsatzgebiete nennt Dell Technologies die Verwendung als Cloud-RAN-Server (Radio Access Network) in der Telekommunikationsbranche oder als Edge-Server für anspruchsvolle Workloads wie KI-Anwendungen. „Der Dell Poweredge XR9700 bringt Cloud-RAN-, Open-RAN- und KI-Funktionen an Orte, an denen sie bisher nicht verfügbar waren. Damit eröffnet er ganz neue Möglichkeiten für den Netzausbau und Edge-Anwendungen“, erläutert dazu Chris Kramar, Director & General Manager OEM DACH bei Dell Technologies.

Intel Xeon 6 SoC als Basis

Das Innenleben des Poweredge XR9700 entspricht dem 2U-Compute-Sled „Poweredge XR8720t“ für den Rack-Einsatz in einem „XR8000“-Chassis, was die Validierung bei Telekommunikationsanbietern erleichtert. Die Kernkomponente ist ein Intel Xeon 6 SoC. Er ist ein speziell für Edge- und vRAN-Anwendungen konzipierter „Granite-Rapids-D“-Prozessor mit bis zu 40 (HCC) beziehungsweise bis zu 72 (XCC) „Redwood-Cove-P“-Cores.

Das Innenleben des „Poweredge XR9700“ ist weitgehend identisch mit dem Compute Sled „Poweredge XR8720t“ für den Einsatz im Rack. Damit nutzt er als Prozessor ebenfalls den „Xeon 6“- SOC von Intel.(Bild:  Dell Technologies)
Das Innenleben des „Poweredge XR9700“ ist weitgehend identisch mit dem Compute Sled „Poweredge XR8720t“ für den Einsatz im Rack. Damit nutzt er als Prozessor ebenfalls den „Xeon 6“- SOC von Intel.
(Bild: Dell Technologies)

Die kleine HCC-Variante des Prozessors verfügt über vier Speicherkanäle für bis zu 384 Gigabyte (GB) DDR5-SDRAM, die große „XCC“-Variante mit zwei Compute Tiles unterstützt im Poweredge mit acht Speicherkanälen bis zu 768 GB RAM. Als Massenspeicher dienen drei NVMe-M.2-SSDs mit insgesamt bis zu 5,76 TB Speicherplatz.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Granite-Rapids-Prozessoren nutzt Intel in der SoC-Variante statt zwei kleinen ein größeres IO-Chiplet mit zwei 100G-Ethernet-Controllern für insgesamt acht Ports. Zudem warten die CPUs mit einer integrierten so genannten vRAN-Boost-Funktion auf.

Laut Dell liefert der Poweredge XR9700 damit genügend Rechenleistung und Fronthaul-Konnektivität, um mit einem einzigen Server bis zu 15 5G-Sektoren zu unterstützen. Für KI-Workloads bieten die Xeon-6-SoC-CPUs, wie alle Granite-Rapids-Prozessoren, die „Intel Advanced Matrix Extensions“ (AMX).

Das „Intel Xeon 6“-SOC ist eine spezielle „Granite-Rapids“-Variante für den vRAN- und Edge-Einsatz mit bis zu 72 „P“-Cores. Es verfügt über eine vRAN-Boost-Technologie und ein anderes IO-Chiplet mit zwei 100G-Ethernet-Controllern. Die „Intel Advanced Matrix Extensions“ (AMX) im Prozessor beschleunigen KI-Workloads.(Bild:  Intel Corporation)
Das „Intel Xeon 6“-SOC ist eine spezielle „Granite-Rapids“-Variante für den vRAN- und Edge-Einsatz mit bis zu 72 „P“-Cores. Es verfügt über eine vRAN-Boost-Technologie und ein anderes IO-Chiplet mit zwei 100G-Ethernet-Controllern. Die „Intel Advanced Matrix Extensions“ (AMX) im Prozessor beschleunigen KI-Workloads.
(Bild: Intel Corporation)

Als Mitglied der „Poweredge-XR“-Serie unterstützt der XR9700 alle bestehenden Dell-Management-Tools. Mit dem „Integrated Dell Remote Access Controller“ (iDRAC) sind die Steuerung des Servers aus der Ferne sowie mit Zero Touch Provisioning die automatische Bereitstellung der Software möglich.

Der Server Dell Poweredge XR9700 soll ab der zweiten Hälfte des Jahres verfügbar sein.

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