Die erste echte Hybrid-Cloud, jubeln die Partner

Das DARZ als Hyperscale-Multi-Cloud-Broker

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Unendliche Skalierbarkeit

Die dritte Möglichkeit ist ein Full Service. Hierbei erhalten die Kunden den kompletten Service aus einer Hand. Auf Wunsch kümmern sich DARZ-Mitarbeiter um die Bereitstellung der benötigten Ressourcen von den Hyperscalern. Dies schließt auch den Abrechnungsprozess der Drittanbieter ein, so dass der Dienstleister als alleiniger Lieferant des Services agiert, als einziger Kontaktpunkt in allen Belangen der Hybrid-Cloud.

Abbildung 1: Der Aufbau von Hybrid-Cloud-Services
Abbildung 1: Der Aufbau von Hybrid-Cloud-Services
(Bild: Netapp)

Darüber hinaus lässt sich Netapp Private Storage as a Service auch in bestehende Co-Location- und Private- sowie Shared-Cloud-Lösungen integrieren. Zudem ist die Migration auf ein dediziertes oder Shared Netapp Storage-System möglich. Für Backup-Szenarien bietet DARZ beispielsweise die Unterbringung der Storage-Systeme in einem anderen Brandabschnitt oder Partnerrechenzentrum in Frankfurt an, etwa bei euNetworks, Global Switch und Equinix. Frankfurt ist etwa 30 Kilometer entfernt und DARZ besitzt eine eigene Glasfaserleitung zu dem dortigen Hochgeschwindigkeitsring.

Peter Wüst ist Director Cloud & Alliances CEMA bei Netapp für die Regionen Deutschland, Österreich, Schweiz, Osteuropa, Russland und die GUS sowie den Mittleren Osten und Afrika: „Aus unserer Sicht entwickelt sich die hybride Cloud zum führenden Ansatz für die IT-Leistungserbringung. Wer unternehmenskritische Daten außerhalb der Firmengrenzen nutzt, benötigt jedoch eine angepasste Strategie für das Daten-Management.“
Peter Wüst ist Director Cloud & Alliances CEMA bei Netapp für die Regionen Deutschland, Österreich, Schweiz, Osteuropa, Russland und die GUS sowie den Mittleren Osten und Afrika: „Aus unserer Sicht entwickelt sich die hybride Cloud zum führenden Ansatz für die IT-Leistungserbringung. Wer unternehmenskritische Daten außerhalb der Firmengrenzen nutzt, benötigt jedoch eine angepasste Strategie für das Daten-Management.“
(Bild: Netapp)

Doch zu einer „echten Hybrid Cloud“ wird das DARZ–Spektrum erst durch die Direct-Connect-Partnerschaften mit den so genannten Hyperscalern, wie AWS, Softlayer und VMware. So können Kunden beispielsweise für eine Datenverteilung über mehrere Standorte auf die Schnittstellen-Anbindung S3 as a Service zugreifen. Das gilt auch dann, wenn die Lösung global sein soll.

Die Public-Cloud-Geißel

DARZ-Vertriebsleiter Göbel erläutert: „Wie sprechen mit den Kunden darüber, welchen Hyperscaler sie bevorzugen. Denn tatsächlich unterscheiden sich die Angebote von AWS, Azure, Softlayer … stark voneinander. Die Vergleichbarkeit aber Restriktionen und die tatsächlichen Kosten sind für die Kunden oftmals völlig intransparent.“ Zudem seien in den Angeboten Computing-Power und Storage nicht voneinander getrennt, so dass nur komplette Pakete eingekauft werden könnten.

Anfang 2001 gründete Sebastian Zilch sein eigenes Start-up, erwarb 2004 in Frankfurt am Main den Abschluss zum Dipl. Informatik-Betriebswirt (VWA) und arbeitete anschließend unter anderem bei McKinsey & Company und Siemens Global Procurement Services.
Anfang 2001 gründete Sebastian Zilch sein eigenes Start-up, erwarb 2004 in Frankfurt am Main den Abschluss zum Dipl. Informatik-Betriebswirt (VWA) und arbeitete anschließend unter anderem bei McKinsey & Company und Siemens Global Procurement Services.
(Bild: Zilch)

Berater Zilch bezeichnet die Kunden von Hyperscalern gar als „gegeißelt“; wenn einmal die eigene IT und die Daten mit einem der Angebote verknüpft seien, bekämen die Kunden ihre Daten aus der jeweiligen Cloud einfach nicht mehr hinaus. Peter Wüst, Director Cloud & Alliances CEMA bei Netapp, erläutert das wie folgt: „Die Partnerschaft mit DARZ ist ein echter Gewinn für unsere Kunden. Diese beziehen nun alle Leistungen zum Aufbau und Betrieb einer hybriden Cloud-Infrastruktur aus einer Hand. Gleichzeitig behalten unsere Kunden weiterhin die volle Kontrolle über ihre Daten, können diese also beliebig zwischen den Cloud-Plattformen und ihrer On-Premise-Umgebung hin- und herschieben.“

Die Partner räumen jedoch auch ein, dass es noch zu den absoluten Ausnahmen gehört, die Hyperscale-Anbieter schneller als die Unterwäsche zu wechseln. Im Prinzip wäre das mit einem Angebotsmodell a la DARZ möglich; Kunden könnten etwa Tagespreise ausnutzen oder für einzelne Aufgaben andere Ressourcen dazu schalten. Zilch sagt: „ Heute gehört das noch nicht zum Tagesgeschäft eines IT-Einkäufers. Doch die Aufgaben und die Position der Einkäufer wird sich schon in den kommenden drei Jahren ändern.“

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin Datacenter-Insider, Vogel IT-Medien GmbH/ DataCenter-Insider