Die Dekarbonisierung von Lieferketten Das Carbon Data Network liefert Kenntnisse zur Verlässlichkeit von Emissionsdaten

Quelle: Pressemitteilung Ecovadis 2 min Lesedauer

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Ecovadis bietet eine Plattform zu Nachhaltigkeitsinformationen für globale Lieferketten. Auf seiner jährlich stattfindenden Konferenz „Sustain“ hat das Unternehmen nun ein „Carbon Data Network“ (CDN) vorgestellt.

Pierre-François Thaler, Mitbegründer und Co-CEO von EcoVadis, erläutert den Zweck: „Der ehrgeizige Weg zu Netto-Null erfordert nicht nur entschlossene Maßnahmen und Kooperationen, sondern auch Vertrauen in Daten. Deshalb setzen wir auf Innovation durch Automatisierung und KI, um die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von CO₂-Daten zu steigern."(Bild:  frei lizenziert: soramang  /  Pixabay)
Pierre-François Thaler, Mitbegründer und Co-CEO von EcoVadis, erläutert den Zweck: „Der ehrgeizige Weg zu Netto-Null erfordert nicht nur entschlossene Maßnahmen und Kooperationen, sondern auch Vertrauen in Daten. Deshalb setzen wir auf Innovation durch Automatisierung und KI, um die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von CO₂-Daten zu steigern."
(Bild: frei lizenziert: soramang / Pixabay)

Das Carbon Data Network von Ecovadis soll liefert Erkenntnisse zur Zuverlässigkeit von CO₂-Daten liefern und so Unternehmen bei der Dekarbonisierung ihrer Lieferketten unterstützen. Nach Anbieterangaben markiert das einen entscheidenden Fortschritt bezüglich der Scope-3-Emissionen.

Das Netzwerk basiert auf Erhebungen zu mehr als 150.000 Unternehmen. Kunden erhielten erstmalig einen umfassenden Zugriff auf Erkenntnisse zur Zuverlässigkeit primärer CO₂-Daten ihrer Lieferanten, so Ecovadis. Sie würden in die Lage versetzt, den Fortschritt bei der Reduktion ihrer Scope-3-Emissionen gezielt zu steuern und zu messen.

Über Ecovadis

Ecovadis ist ein zweckorientiertes Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Nachhaltigkeitsinformationen in jede Geschäftsentscheidung weltweit einzubinden. Kunden in 220 Branchen und 180 Ländern wenden sich an den Anbieter, um ESG-Vorschriften einzuhalten, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Nachhaltigkeitsleistung ihres Unternehmens und ihrer Wertschöpfungskette zu verbessern. Dazu gehören Johnson & Johnson, L'Oréal, Unilever, Bridgestone, BASF und JPMorgan

Fehlende Daten erschweren Erreichen der Netto-Null-Ziele

Laut Ecovadis sind aktuell nur 16 Prozent der weltweit größten Unternehmen auf Kurs, ihre Netto-Null-Ziele bis 2050 zu erreichen. Dies verdeutlicht die dringende Notwendigkeit robusterer Strategien und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Zusätzlich setzen regulatorische Vorgaben wie der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) große Unternehmen unter Druck, exakte Primärdaten zu CO₂-Emissionen entlang der Lieferketten zu erfassen.

Neben globalen Netto-Null-Verpflichtungen rücken auch auf nationaler Ebene gesetzliche Anforderungen in den Fokus. In Deutschland weist die jüngste Grundgesetzänderung mit dem Ziel der „Klimaneutralität bis 2045“ die Richtung vor.

Jedoch kämpfen viele Unternehmen weltweit mit unpräzisen und inkonsistenten Daten, wodurch eine verlässliche Ausgangsbasis fehlt und der Nachweis tatsächlicher Emissionsminderungen kaum möglich ist. Umso wichtiger ist es, Unternehmen zuverlässige und möglichst konkrete Daten zur Verfügung zu stellen, um die Dekarbonisierungs- und Klimaneutralitätsziele in den kommenden Jahren zu erreichen.

Kooperationen beschleunigen Dekarbonisierung

Ecovadis will diesen Zielen und Anforderungen bereits jetzt mit dem Carbon Data Network begegnen, das durch den „Carbon Action Manager“ (CAM) des Unternehmens unterstützt wird. Dieser ermöglicht es Unternehmen, ihre Lieferanten je nach Reifegrad in den Dekarbonisierungsprozess einzubinden und so gezielte Emissionsreduktionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben. Unternehmen, die dem Netzwerk beitreten, erhielten, so der Anbieter, Zugang zu praxisnahen Werkzeugen wie Pläne zu Korrekturmaßnahmen, einem Carbon-Estimator und der „Ecovadis Academy“, um ihre Kompetenzen im Bereich CO₂-Reduktion auszubauen.

Ecovadis hat zudem Partnerschaften mit den Carbon-Accounting-Anbietern Sweep und Normative aufgebaut, um die Interoperabilität und den Datenaustausch innerhalb von Lieferketten zu beschleunigen. Diese Kooperationen minimieren den Reporting-Aufwand, indem sie primäre Lieferantendaten direkt in die Berechnung von Scope-3-Emissionen einbinden.

Ein Pilotprojekt mit Sweep ermöglichte es dem gemeinsamen Kunden SNCF, nahtlos und sicher auf CO₂-Daten von Hunderten von Lieferanten zuzugreifen. Ein weiteres Pilotprojekt mit Normative läuft derzeit mit einem anderen Schlüsselkunden und Details hierzu werden in Kürze bekannt gegeben.

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