Pariser Server in Oleon-Kühlflüssigkeit eingelegt Das AI Green Bytes Data­center erhält eine pflanzen­basierte Tauchkühlung

Von Ulrike Ostler 2 min Lesedauer

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Noch in diesem Jahr will AI Green Bytes in Paris ein Rechenzentrum eröffnen, das auf Immersionskühlung setzt. Das alleine ist bereits bemerkenswert. Dazu kommt aber noch, dass die von Oleon entwickelte Kühlflüssigkeit eine auf Pflanzenbasis ist.

Doe Oleon-Eintauchkühlung erlaubt eine bis zu 90 Prozent geringere Leistungsaufnahme im Vergleich zu luftbasierten Systemen.(Bild:  AI Green Bytes)
Doe Oleon-Eintauchkühlung erlaubt eine bis zu 90 Prozent geringere Leistungsaufnahme im Vergleich zu luftbasierten Systemen.
(Bild: AI Green Bytes)

Im April haben Oleon, tätig im Bereich nachhaltiger Oleochemie, und AI Green Bytes, ein Pionier im Bereich energieeffizienter GPU-Rechenzentren, eine strategische Zusammenarbeit zur Errichtung der ersten immersionsgekühlten Serveranlage von AI Green Bytes in Paris, Frankreich, bekannt gegeben.Die pflanzliche Kühlflüssigkeit „Qloe“ wird verwendet, um nachhaltig Hochleistungsrechner für die KI-Rechner bereitzustellen.

Nach Darstellung der Beteiligten trägt de Partnerschaft dem dringenden Bedarf an umweltfreundlichen Rechenzentren Rechnung. Die Vision von AI Green Bytes für nachhaltige GPU-Zentren decke sich mit dem Know-how von Oleon in Bezug auf biologisch abbaubare, leistungsstarke Tauchkühlflüssigkeiten. Die angestrebte Technik könne den Energieverbrauch um bis zu 90 Prozent senken. CO2-Emissionen würden vermieden und die Abhängigkeit von Luftkühlungssystemen beseitigt.

Maarten Trautmann, Oleons Immersion Cooling Program Lead, sagt: „Dieses Projekt zeigt die Effizienz unserer pflanzenbasierten Kühlung und unterstützt das KI-getriebene Computing nachhaltig.“

Auf der Seite des Datacenter-Betreiber heißt es: „Anstelle von sperrigen Klima-Anlagen und lauten Lüftern befinden sich Ihre Server in einem speziellen Tank, der mit der nicht leitenden Flüssigkeit gefüllt ist. Diese habe hervorragenden Wärme-Übertragungseigenschaften, so dass die Wärme direkt von den Servern ableite und herkömmliche Kühlsysteme überflüssig mache.

Luftgekühlte Rechenzentren hätten einen Stromverbrauchswirkungsgrad von etwa 1,5, die Immersionskühlung aber einen Wert von 1,02. Der geringe PUE bedeute, dass fast die gesamte Energie für den Betrieb der IT-Hardware und nicht für die Kühlung des gesamten Gebäudes verwendet werde.

Oleon gehört zur Avril-Gruppe und wandelt natürliche Fette und Öle in eine breite Palette von Produkten um, die in verschiedenen Branchen eingesetzt werden, wie Pharma, Chemie, Lebensmittel, Energie und Kosmetik. Die proprietären Eintauchkühlflüssigkeiten seien harten Tests unterzogen worden, um eine optimale thermische Leistung zu gewährleisten, die die Lebensdauer von IT-Geräten verlängert und gleichzeitig die Betriebskosten für Rechenzentren senkt.

Bisher allerdings galten die Pflanzen-basierten dielektischen Flüssigkeiten mit den üblichen Nachteilen behaftet, die etwa Bio-Diesel-Nutzer kennen, etwa Ausflockung. Um solches zu verhindern, war ein erheblich größerer Wartungsaufwand notwendig und kürzere Austauschzyklen.

Doch Stig Torvund, CEO von AI Green Bytes, zeigt sich von der Zukunftsfähigkeit überzeugt: „Mit der Qloe-Flüssigkeit von Oleon stehen wir an der Spitze des nachhaltigen AI-Computing. Diese Anlage liefert unübertroffene Effizienz und minimiert gleichzeitig unseren ökologische Fußabdruck.“

Die Einrichtung in Paris soll noch in diesem Jahr eröffnet werden.

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