Rechenzentrumsbetreiber sehen sich wachsenden Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Skalierbarkeit gegenüber. Wie innovative Technologien und durchdachte Architekturen diese Herausforderungen lösen können, zeigt „Finance Cloud Native“ (FCN) von Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS).
Ein ein dediziertes Verwaltungsnetzwerk mit der Bezeichnung „Metal Hammer“ sowie der Verzicht auf Virtualisierung mittels „Metal Stack“ erlaubt dem Finanz Informatik Technologie Service den Bankhäusern ein eigenes sicheres Cloud-Native-Angebot zu unterbreiten.
(Bild: Juan - stock.adobe.com / KI-generiert)
Rechenzentren stehen unter Druck: Der steigende Bedarf an Rechenleistung – getrieben durch Cloud-Computing, künstliche Intelligenz und digitale Transformation – trifft auf Nachhaltigkeitsziele und knappe Ressourcen. Gleichzeitig müssen Betreiber die wachsenden Anforderungen an Sicherheit und Compliance meistern, insbesondere in regulierten Branchen wie der Finanzindustrie.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, gilt es, Prioritäten zu setzen: 'First things first'. Nur mit flexiblen und zukunftssicheren Lösungen können Rechenzentren die aktuellen Anforderungen erfüllen und sich zugleich auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vorbereiten.
Wie es gehen kann, belegt ein Beispiel der 1994 gegründete FI-TS. FI-TS ist der größte IT-Dienstleister für Landesbanken und ein wichtiger Partner der Finanzwirtschaft. Als Tochterunternehmen der Finanz Informatik (FI), dem Digitalisierungspartner der Sparkassen-Finanzgruppe, betreibt der IT-Dienstleister mehrere hochsichere Rechenzentren in Deutschland. Diese Rechenzentren sind speziell auf die besonderen Anforderungen regulierter Branchen ausgelegt und gewährleisten höchste Standards in den Bereichen Sicherheit, Verfügbarkeit und Compliance.
Startschuss für die Finance Cloud Native
2018 stand FI-TS vor der Anforderung, eine Lösung zu entwickeln, die Flexibilität und Skalierbarkeit bietet – ohne die hohen Sicherheitsstandards zu kompromittieren. Es entstand die FCN. Diese zeigt, wie durch Technologien und eine maßgeschneiderte Architektur die Balance zwischen Sicherheit, Effizienz und Skalierbarkeit möglich wird.
Bei der Umsetzung der FCN fiel die Wahl des beauftragten Teams auf Container-Technologien. Diese boten und bieten die ideale Grundlage, um agile Arbeitsmethoden nach DevOps-Prinzipien zu fördern, Microservices effizient zu skalieren und auf sich ändernde Anforderungen schnell reagieren zu können. Damit legte FI-TS die Basis für eine Infrastruktur, die nicht nur aktuellen Anforderungen gerecht wird, sondern auch zukunftssicher ist.
Die Wahl der richtigen Plattform
Der nächste Schritt war die Auswahl der passenden Plattform. Der IT-Dienstleister führte eine umfassende Analyse verschiedener Open-Source-Lösungen durch, um die beste Grundlage für die FCN zu finden. Dabei konzentrierte sich das Team auf drei zentrale Kriterien:
die Eignung für große Unternehmensnetzwerke, um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, die nötige Anpassungsfähigkeit an regulatorische Vorgaben und Gesetzesänderungen mit vertretbarem Aufwand.
und eine robuste Sicherheitsarchitektur, die den hohen Standards der Finanzwirtschaft entspricht.
Nach umfangreichen Testinstallationen fiel die Entscheidung schließlich auf „SAP Gardener“, einen Kubernetes-Cluster-Manager, der alle Anforderungen erfüllte. Gardener ermöglicht die automatisierte Installation, Verwaltung und Überwachung von Tausenden Kubernetes-Clustern auf Community-Cloud-Plattformen.
Diese Wahl überzeugte durch ihre Skalierbarkeit und die Möglichkeit, konsequent auf bewährte Industriestandards zurückzugreifen. Damit schuf FI-TS eine solide Basis für die weitere Entwicklung der Finance Cloud Native.
Community Cloud: Effizienz und Mandantentrennung vereint
Mit der Entscheidung für SAP Gardener setzte der IT-Dienstleister konsequent auf eine Plattform, die nicht nur Flexibilität und Skalierbarkeit bietet, sondern sich auch optimal für den Betrieb als Community Cloud eignet. Diese Architektur wurde speziell auf die Bedürfnisse der FI-TS-Kunden zugeschnitten.
Der Ansatz brachte zwei entscheidende Vorteile: reduzierte Lizenzkosten und geringeren Administrationsaufwand. Gleichzeitig ermöglichte die Lösung eine strikte Mandantentrennung – ein zentraler Faktor für die Erfüllung regulatorischer Vorgaben.
Um den steigenden Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, entwickelte FI-TS eine eigene Lösung: „Metal Stack“. Diese Technik ermöglicht es, die Server direkt für zentrale Aufgaben wie die Ausführung von Kubernetes-Cluster-Komponenten (Compute Nodes) und für individuell angepasste Sicherheitslösungen wie Firewall-Systeme (Firewall Nodes) einzusetzen. Der Verzicht auf Virtualisierung reduzierte mögliche Angriffsflächen und erhöhte die Sicherheit erheblich – ein wesentlicher Vorteil für den Einsatz in einer hochregulierten Branche.
Innovationen: Metal Stack und Blade-Server als Basis
Die Infrastruktur der FCN basiert auf Blade-Servern, die durch ihr Design zusätzliche Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten. Jeder Server im Compute-Pool ist autonom, teilt sich lediglich die Stromversorgung und minimiert damit Abhängigkeiten bei Ausfällen. Diese Architektur gewährleistet eine robuste Grundlage für den Betrieb geschäftskritischer Anwendungen.
Um den Betriebsaufwand weiter zu reduzieren, implementierte FI-TS ein dediziertes Verwaltungsnetzwerk mit der Bezeichnung „Metal Hammer“. Dieses Netzwerk automatisiert den gesamten Bereitstellungsprozess – von der Provisionierung der Betriebssysteme bis zur Integration von Kubernetes- und Gardener-Komponenten. Das Ergebnis: Ein beschleunigter und fehlerfreier Betrieb, der die Effizienz erheblich steigert.
Stand: 08.12.2025
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Die Implementierung der FCN erfolgt in den hochsicheren Rechenzentren des IT-Dienstleisters in Deutschland. Durch die vollständige Kontrolle über die Infrastruktur kann FI-TS sicherstellen, dass die strengen Anforderungen der Finanzbranche an Sicherheit und Compliance erfüllt werden. Gleichzeitig ermöglicht die Nähe zu den Kunden, Lösungen gezielt auf deren Bedürfnisse abzustimmen.
*Der Autor Christian Brunner ist Abteilungsleiter Cloud-Native bei FI-TS und seit knapp 30 Jahren in der IT-Branche tätig. Nach seinem Abschluss als Diplom-Ingenieur und Elektro- und Informationstechniker an der TU München hat er bei Spacenet in München gearbeitet. Seit 5 Jahren hat er für die Kubernetes-Plattform von FI-TS die Verantwortung übernommen und den Aufbau von innovativer Rechenzentrumsinfrastruktur zu seinem Fachgebiet gemacht. Er hilft Kunden, digitale Souveränität zu erlangen, indem er ihnen eine moderne Plattform in den Rechenzentren bereitstellt. Ein bemerkenswerter Erfolg ist die Entwicklung der Open-Source-Software „Metal-Stack“, die nun ein staatlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ist. Außerdem hat er den Auftrag erhalten, eine neue Kubernetes-Umgebung für Anwendungen mit höchsten Verfügbarkeitsanforderungen aufzubauen. In seiner Freizeit beschäftigt sich Christian Brunner mit einem kleinen, eher Hardware nahen Microcontroller-Projekt. Zudem verfasste er Beiträge zu verschiedenen Open-Source-Projekten für Fachzeitschriften sowie zur Cloud-Native im FI-TS-Blog. Er sagt: Der Einsatz der FCN stellt hohe Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Compliance. Der IT-Dienstleister begegnete diesen Herausforderungen mit einer sorgfältigen Technologiewahl und der Umsetzung einer skalierbaren sowie hochsicheren Cloud. Kunden, die auf FI-TS als Cloud-Anbieter setzen, profitieren von diesen fundierten Entscheidungen: Der gezielte Einsatz bewährter Industriestandards und eine intelligente Sicherheitsarchitektur ermöglichen einen regulationskonformen Betrieb. Gleichzeitig schaffen diese Technologien eine zukunftssichere Basis für die digitale Transformation und bieten eine Infrastruktur, die sich flexibel an neue Anforderungen anpassen lässt.