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Die IT ist kein Costcenter
„Ich kann mir nicht einmal vorstellen, dass IT nur ein Costcenter ist“, sagt Fashion- und Erfolgsfrau Hyman. „Ich erwarte von jedem im Unternehmen, dass er kreativ ist und zum Unternehmenserfolg beiträgt.“ Sie setzt hinzu: „Dieses Skillset kann ich nicht outsourcen, ich bin davon abhängig.“
Wer jetzt einwendet, es handle sich dabei um ein typisches Internet-Business, bringt den falschen Einwand. Schon heute gehen 40 Prozent in der Entwicklung eines Autos in die Software-Erstellung. Alle sechs führenden Automarken basteln mehr als eifrig am „Connected Car“ und Tesla bereits am selbstfahrenden Auto.
Die Marktanalysten gehen davon aus, dass zum Ende der Dekade rund 200 Milliarden Devices, nicht gezählt Handys, Notebooks und Tablets, per Internet vernetzt sein werden. Dabei verdoppelt sich der mobile IP-Traffic in den kommenden 18 Monaten und das Umsatzvolumen steigt von derzeit 4 Milliarden auf 18 Milliarden Dollar.
Philips, Gartner und Gregoire
Sean Carrey, Chief Design Officer von Philips sagt: „Umsatz wird nicht mehr generiert, indem Produkte verkauft werden, sondern aus ihrer Vernetzung“, will heißen: Das Geld steckt in den Services, die mit einem Produkt verbunden sind. Per App lässt sich eine IP-fähige LED-Birne von Philips steuern: an und aus oder die Morgen und Abendfärbung. Die Glühbirne von Philips ist jedenfalls ein Verkaufsschlager und war Monate nach dem Produkt-Launch ausverkauft.
Wie Frank Buytendijk, Vice President Research bei Gartner, erläutert die Änderungen in der Bedeutung der IT für Unternehmen etwa, indem er den Mitarbeitern neue Rollen zukommen lässt: aus dem „Enterprise-Architekt“ wird der „Drehbuchautor“, aus dem „Business-Analysten der Antrophologe, aus dem „Data-Scientist“ der Detektiv und aus dem Informations-Manager der Produkt-Manager.

Der CEO von CA Technologies Gregoire nimmt den Faden auf, setzt aber hinzu: „diese Transformation ist keine sanfte.“ Die Kunden, die über Apps Zugang zu den Anbietern eines Service suchen, sei es eine Bank oder ein Automobilhersteller, tolerieren weder Verzögerungen noch komplizierte Verfahren. „Sie sind nicht loyal gegenüber einem Anbieter, sondern gegenüber einem Erfahrungsprozess“, formuliert er. Die Apps müssen ein gutes Design haben, die Innovation wird in Wochen nicht in Monaten oder gar Jahren gemessen.
Diese Zöpfe müssen ab
Und hier setzt CA Technologies an. Denn die Wirklichkeit in den meisten Unternehmen sieht ganz anders aus, hier kommt die IT den Anforderungen an Innovation, Wachstum, Schnelligkeit, Zuverlässigkeit sowie Sicherheit kaum nach. So befindet sich nur ein Drittel der im Markt befindlichen Softwareprodukte auf dem jüngsten Release-Stand. Dafür kann sich Schadsoftware im Schnitt 264 Tage unerkannt auf den IT-Systemen im Unternehmen tummeln, bevor sie entdeckt wird.
Einige der Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen müssen, dürften sehr unpopulär sein. So sagt Gartner-Analyst Buytendijk etwa: „Das Data Warehouse ist tot“, und setzt hinzu: „jedenfalls, so wie wir es bisher kennen.“ Gemeint ist, das bisherige Verfahren aus dem Identifizieren von nützlichen Daten, Extrahieren, Transformieren, Laden, das Bauen von Schemata und der Analyse per Business Intelligenz. Er verweist auf die Notwendigkeit, schnell immer neue Datenquellen den bisherigen hinzufügen zu müssen und sieht die Lösung in so genannten „logischen Data Warehouses“.

Für andere Themen bietet CA Technologies unterstützende Produkte. CEO Gregoire katapultiert sein eigenes Unternehmen übrigens gerade in eine andere Richtung. So hat er einen Großteil der ehemaligen Belegschaft entlassen und 1.000 neue Entwickler eingestellt. Diese sollen nun dafür sorgen dass die Produkte einfacher zu verwalten, besser zu verstehen und zu implementieren sind. Einher geht eine Konsolidierung des Portfolios.
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