Digitalbranche größter industrieller Arbeitgeber Bitkom-Prognose: Software und Cloud treiben IT-Markt

Von Quelle dpa/ Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Digitalbranche in Deutschland kann sich von der allgemeinen Wirtschaftsflaute abkoppeln und wächst weiterhin kräftig. Laut einer Prognose des Digitalverbandes Bitkom, die in Berlin veröffentlicht wurde, soll der Umsatz im IT- und Telekommunikationsmarkt (ITK) im laufenden Jahr 2026 um 4,4 Prozent auf rund 245 Milliarden Euro steigen.

Der IT-Branche geht es gut, vor allem Software und Cloud sind Erfolgsgaranten.(Bild: ©  metamorworks - stock.adobe.com / KI-generiert)
Der IT-Branche geht es gut, vor allem Software und Cloud sind Erfolgsgaranten.
(Bild: © metamorworks - stock.adobe.com / KI-generiert)

Im Vorjahr wuchsen die ITK-Umsätze um 3,9 Prozent auf rund 235 Milliarden Euro, berichtete Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. Die Zuwächse im Jahr 2025 fielen allerdings geringer aus als erwartet. Vor einem Jahr hatte Bitkom noch ein Wachstum von 4,6 Prozent vorhergesagt.

Für 2026 rechnet Bitkom in Deutschland nun mit einem IT-Umsatz von 170 Milliarden Euro, ein Plus von 5,8 Prozent.

Digitalbranche größter industrieller Arbeitgeber

Mit den steigenden Umsatzzahlen baut die Digitalbranche ihre Rolle als großer industrieller Arbeitgeber aus (siehe: Abbildung 3). „In Zeiten anhaltender Konjunkturschwäche, hoher Kosten und geopolitischer Spannungen zeigt sich die Digitalwirtschaft widerstandsfähig“, sagt Wintergerst.

Das aktuelle Wachstum in Markt und Beschäftigung könnte verdoppelt werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen würden. Wintergerst versteht darunter: „Wir müssen weg von Überregulierung und Bürokratie, hin zu schnellen Genehmigungen, praxistauglichen Regeln und einer echten digitalen Verwaltung, die den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen dient, statt ihnen Nerven und Ressourcen zu rauben.“

Geschäft mit Software boomt

Besonders dynamisch entwickele sich das Software-Geschäft, das um 10,2 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro wachsen soll. Ein wesentlicher Teil entfällt dabei auf Software für den Betrieb öffentlicher Clouds.

IT-Dienstleistungen legen ebenfalls zu (Umsatz: 54,3 Mrd. Euro, +3,5 Prozent); Cloud-basierte Services machen hier mit 35,7 Milliarden Euro inzwischen rund zwei Drittel der Umsätze aus. „Cloud und KI verändern die Software- und Service-Märkte grundlegend und werden

immer mehr zum Standard für Unternehmen aller Branchen“, sagt Bitkom-Präsident

Wintergerst.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

Doch auch für das Teilsegment Telekommunikation sieht es nicht schlecht aus. Bitkom Research prognostiziert für 2026 ein Umsatzwachstum von 1,2 Prozent auf 75,1 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran haben die Telekommunikationsdienste, deren Umsätze um 1,3 Prozent auf 54,1 Milliarden Euro steigen. Das Geschäft mit Endgeräten geht dagegen leicht zurück (minus 1,2 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro), da Smartphones zunehmend länger genutzt werden. Deutlich dynamischer entwickeln sich die Investitionen in die Telekommunikationsinfrastruktur, die um 4,6 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro zulegen.

Zudem profitiert die Branche vor allem vom Trend, Daten und IT-Leistungen in die Cloud zu verlagern. Allein mit Cloud-Software werden 2026 voraussichtlich 38,3 Milliarden Euro umgesetzt, 16,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der in Deutschland wichtigster Wachstumstreiber bleibt dabei Infrastructure-as-a-Service – also gemietete Server-, Netzwerk- und Speicherkapazitäten. Dieser Bereich soll 2026 um 21,0 Prozent zulegen und damit erneut deutlich stärker wachsen als andere Segmente.

Anwendungen Künstlicher Intelligenz spielen laut Bitkom in der aktuellen Bilanz der Digitalwirtschaft in Deutschland noch eine untergeordnete Rolle. Allerdings wächst das Segment stark. Die Umsätze mit KI-Plattformen steigen 2026 nach Bitkom-Berechnungen um 61 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, nachdem sie 2025 bereits um 62 Prozent gewachsen waren.

(ID:50689110)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung