Digitale Geschäftsprozesse umfassen meist viele Beteiligte und viele verteilte Systeme. Ein systematisches API-Management ist daher von zentraler Bedeutung und braucht im Alltag vieler IT-Administratoren oft reichlich Zeit und Aufwand. Ein zentraler API-Hub hilft ihnen, repetitive Aufgaben zu eliminieren und entsprechende Prozesse zu automatisieren.
Statt einzelne Systeme über direkte Schnittstellen miteinander zu verbinden, wird jedes System, jeder IT-Service im Unternehmen an einen zentralen API-Hub angeschlossen - das ist wie Autor Jakob Semere schreibt, state of the art.
Geschäftsprozesse im digitalen Zeitalter durchgängig und reibungslos mit passenden IT-Systemen und IT-Services zu unterstützen, ist keine leichte Aufgabe für IT-Verantwortliche: Ob im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud oder in beidem – meist sind Backend-Infrastrukturen auf verschiedene Standorte und unterschiedliche Administrationsumgebungen verteilt.
Bei den Business-Applikationen geht der Trend zudem von monolithischen Großsystemen zu kleinen agilen Microservices. Auf der Anwenderseite haben heute nicht nur eigene Mitarbeiter, sondern auch Lieferanten und Kunden oder sogar IoT-Systeme Zugriff auf die eigene Infrastruktur.
IT-Administratoren müssen gewährleisten, dass diese hochgradig verteilten Systeme im laufenden Betrieb gut zusammenspielen und sich kontinuierlich neuen Anforderungen anpassen. Sie müssen über all die unterschiedlichen Komponenten und IT-Services hinweg einen reibungslosen IT-Betrieb sicherstellen, um den Unternehmenserfolg nicht zu gefährden. Eine zentrale Aufgabe ist dabei die Verwaltung und Synchronisation von programmierbaren Schnittstellen (APIs) zwischen den verschiedenen Komponenten im Gesamtsystem.
APIs: Digitaler Kitt für Businessprozesse
APIs gewährleisten einen durchgängigen Datenfluss über alle Phasen eines Geschäftsprozesses hinweg. Sie sind der digitale Kitt, der unsere modernen Systeme, Arbeitsabläufe und Business-Modelle zusammenhält. Die Unternehmensberatung Gartner spricht deshalb von einer „API Economy“ und sieht APIs als zentrale Enabler für digitales Business, das auf sicherem Austausch von Daten und Funktionalität basiert.
Die programmierbaren Schnittstellen sorgen dafür, dass moderne Web-basierte Wertschöpfungsprozesse durchgängig funktionieren und ganz neue Geschäftsmodelle möglich werden. Besonders wichtig sind hier die APIs, die auf REST (Representational State Transfer) basieren, die so genannten RESTful APIs. Über sie können verteilte Systeme webbasiert miteinander interagieren und umfassend funktional integriert werden.
Es gehört deshalb zum Arbeitsalltag vieler IT-Administratoren sich um die Erstellung oder Anpassung von Schnittstellen zu kümmern. Immer wenn es Änderungen in der IT-Architektur gibt, wenn Komponenten ergänzt, Updates eingespielt oder Systeme migriert werden, müssen auch die Schnittstellen geprüft und, wenn nötig, angepasst werden. Ganz konkret bedeutet das für viele Scripts oder Plugins selbst zu schreiben oder manuell zu verändern, um gewünschte Komponenten ihrer IT-Landschaft miteinander zu verbinden.
Zentraler API-Hub statt direkte Verbindung
Direkte Verbindungen zwischen zwei Systemen oder IT-Services haben aber einen schwerwiegenden Nachteil: Je mehr Veränderungen und Updates in der gesamten Architektur vorgenommen werden müssen, desto häufiger sind auch Schnittstellen-Scripts wieder und wieder anzupassen. So entsteht kontinuierlich viel manuelle repetitive Arbeit, die IT-Administratoren meist lieber in wichtigere Aufgaben investieren würden.
Darüber hinaus machen viele direkte Verbindungen ein komplexes Gesamtsystem fehleranfälliger, weil schwerer abzuschätzen ist, wie sich kleine Veränderungen hier andernorts in einer Architektur auswirken. Wer API-Management systematisch angeht und einen API-Hub als zentrale Drehscheibe für die Verbindung zwischen verschiedensten Komponenten nutzt, löst dieses Problem und schafft deutlich effizientere Arbeitsprozesse.
Ein API-Hub funktioniert so: Statt die einzelnen Systeme einer IT-Landschaft über direkte Schnittstellen miteinander zu verbinden, wird jedes System, jeder IT-Service im Unternehmen nur noch an den zentralen API-Hub angeschlossen. Alle API-Schnittstellen werden nun hier zentral, übersichtlich und systematisch verwaltet. Um das zu ermöglichen, sollte der API-Hub unter anderem folgende Komponenten und Funktionalitäten umfassen:
Connectors: Konnektoren sind die Kernkomponenten eines API-Hub. Sie bilden die Schnittstelle zwischen dem Hub und dem angeschlossenen System. An den Connector werden die Anfragen für das System geschickt und hier werden seine Antworten abgeholt.
Connections: Die Connections definieren die Verbindung zwischen zwei Konnektoren, sie spezifizieren unter anderem das Mapping zwischen ihnen. Connections sollten komplett neu oder mit Hilfe von Templates erstellt werden können, die Felder und Mapping schon vordefinieren.
Mapping: Über das Mapping werden die Parameter und Felder zweier Konnektoren einander zugeordnet.
Scheduler: Ein Scheduler definiert, wann welche Connection ausgeführt werden soll. Diese Scheduler und ihre Ausführung sollten per Klick einfach an- und ausschaltbar sein. Wenn sie darüber hinaus für jede Operation einen Webhook erstellt, kann dieser aus angeschlossenen Applikationen heraus getriggert und ausgeführt werden.
Verfügt ein API-Hub außerdem über ein visuelles Interface, können neue Verbindungen einfach per Drag & Drop hergestellt stellt werden, so dass Migrationen oder die Einführung neuer IT-Services wesentlich weniger Aufwand bedeuten und weniger fehleranfällig sind. API-Hubs, die wie „Opencelium“ standardmäßig RESTful API unterstützen, machen es Unternehmen einfach, die reichhaltige Funktionalität von Web Services auch mit eigenen Systemen zu integrieren oder anderen zur Verfügung zu stellen. Die Nutzung eines zentralen API-Hubs unterstützt IT-Verantwortliche so beispielsweise dabei, sich regelmäßig wiederholende Prozesse ihres IT-Service-Managements (ITSM) zu automatisieren und ihren IT-Betrieb deutlich effizienter zu gestalten.
Stand: 08.12.2025
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IT-Prozesse automatisieren
IT-Verantwortliche nutzen im IT-Betrieb eine Vielzahl von Systemen, die sie bei der Administration der Gesamtarchitektur unterstützen. Dazu gehören etwa Systeme für Monitoring, IT-Dokumentation, Konfigurations-Management, Softwareverteilung oder Incident Management. Wird nun beispielsweise ein neuer Server oder eine Virtuelle Maschine (VM) im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud in Betrieb genommen, sind regelmäßig gleiche Aufgaben zu erfüllen: Server oder VM müssen konfiguriert, beim Monitoring-System angemeldet und relevante Informationen über sie im Dokumentationssystem hinterlegt werden.
Der Autor, Jakob Semere, ist Projektleiter Opencelium bei der Becon GmbH.
(Bild: Becon GmbH)
Solche Routineaufgabe im IT-Betrieb lassen sich über einen zentralen API-Hub effizient und verlässlich erledigen: Hier können die Schnittstellen mit Überblick schnell und einfach synchronisiert werden, so dass sich beispielsweise Server-Konfigurationsdaten aus dem einen Systems automatisch aus- und ins andere automatisch einlesen lassen.
So befreit ein zentraler API-Hub IT-Administratoren von sich wiederholenden Routine-Aufgaben und verschafft ihnen stattdessen Übersicht und Kontrolle für das gesamte API-Management. Dadurch gewährleisten sie, dass wichtige Systeme sicheren Zugriff auf benötigte Daten haben, und können regelmäßige Prozesse im IT-Betrieb automatisieren.
* Jakob Semere ist Projektleiter Opencelium bei der Becon GmbH.