Virtualisierung, Run-Book Automation (RBA) und Workflow-Orchestrierung

Auf dem Weg zur Cloud: IT-Automation verknüpft Prozess- und System-Ebene

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Ein Unternehmen könnte zum Beispiel ein Interesse daran haben, möglichst schnell und unkompliziert eine Sharepoint-Serverfarm aufzusetzen. Eine wichtige Hilfestellung geben dabei Best Practices in Form von Applikations-Templates: Sie ersparen es der IT-Abteilung, selbst die optimale Konfiguration für die gewünschte Sharepoint-Landschaft finden zu müssen. Stattdessen bieten die Templates dem Administrator eine Blaupause dafür, welche Ressourcen er zuweisen und welche Settings er vorgeben muss, um zum Beispiel Sharepoint für 1.000 Anwender einzurichten.

Ein solches Template gibt klare Handlungsanweisungen zur Zahl der Cores und ihrer Taktrate, zu RAM, Netzwerk-Verbindungen, LUNs im SAN und der RAID-Konfiguration und alle zugehörigen Instanzen. Auf dieser Basis erfolgt die Provisionierung automatisch und in einem einzigen Zyklus, einschließlich der Serverkonfiguration, des Betriebssystem-Deployments und der Einbindung der System-Management-Agenten. Dies vereinfacht und beschleunigt das Aufsetzen einer Sharepoint-Infrastruktur deutlich. Eine IT-Abteilung kann damit neue oder zusätzliche IT-Prozesse schneller und kostengünstiger einführen. Ebenfalls über Templates automatisiert erfolgen später die Upgrades sowie am Ende des Lebenszyklus‘ die Deaktivierung der Applikation und die erneute Freigabe der Ressourcen für den Pool. Die IT passt sich damit flexibel den Anforderungen des Unternehmens an.

Dank hochgradiger Flexibilität und IT-Prozessautomation fungiert eine konvergente RZ-Infrastruktur sozusagen als „Shared Services Engine“: als Plattform für die rasche, automatisierte Bereitstellung beliebiger IT-Services. Damit ist es durchaus gerechtfertigt, hier von einem Paradigmenwechsel im RZ-Betrieb zu sprechen.

Höchster Automatisierungsgrad braucht Konvergenz

Derlei Run-Book Automation und die Bereitstellung automatisierbarer Templates erfordert zum einen eine tiefreichende, detaillierte Kenntnis der beteiligten Komponenten. Vorgefertigte Skripte sind nur einsetzbar in einem System, das in allen technischen Spezifikationen vorab bekannt ist. Zum anderen braucht es eine homogene beziehungsweise konvergente Infrastruktur. Der Begriff der Konvergenz ist bereits seit Jahren im Netzwerkbereich im Umlauf und meint dort eine gemeinsame Ethernet/IP-Infrastruktur für Daten- und Sprachverkehr. In Bezug auf die IT-Infrastruktur meint Konvergenz die gemeinsame Verwaltung der bisher weitgehend getrennten IT-Silos wie Server, Speicher und Netzwerk auf der Hardware-, Virtualisierungs- und Management-Ebene. Ein sehr hohes Automationsniveau im RZ fußt auf dem harmonischen Zusammenspiel („Orchestrierung“) des Managements dieser bislang separat verwalteten Ressourcen.

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