Ein neuer Report von NetApp feiert Indien als neuen Vorreiter in Sachen Cloud und KI. Deutschland und Japan seien dagegen Schlusslichter der Entwicklung. Im Mittelpunkt aller KI-Bemühungen müssten unabhängig davon aber immer die Daten stehen.
Deutsche Anwender gelten im NetApp-Report als „KI-Nachzügler“ mit viel Nachholbedarf.
(Bild: ipopba - stock.adobe.com)
NetApp hat zum zweiten Mal seinen Cloud Complexity Report vorgelegt, der Fokus lag naturgemäß auf den Effekten der künstlichen Intelligenz (KI). Die befragten Führungskräfte berichten u.a. von einer 50-prozentigen Steigerung der Produktionsraten, einer 46-prozentige Automatisierung von Routinetätigkeiten und einer 45-prozentige Verbesserung des Kundenerlebnisses, die sie mit ihr erzielen haben können. Sie gaben zudem an, dass sie in Folge von 2024 bis 2030 eine Steigerung der KI-basierten Cloud-Bereitstellungen um 19 Prozent erwarten.
Die Ergebnisse der KI seien – so das vorweggenommene Fazit der Studie – jedoch abhängig von der Qualität der unterfütterten Daten. Anders gesprochen: Die KI kann nur so gut wie die Daten sein, auf die sie zugreift, oder wie es erfahrene Admins schon immer sagen: „Garbage in, Garbage out.“
Pravjit Tiwana, General Manager und Senior Vice President of Cloud Storage bei NetApp.
(Bild: NetApp)
„Datenbasierte Unternehmen, die breite strukturierte und unstrukturierte Datensätze zu einer intelligenten Dateninfrastruktur verbinden und vereinheitlichen, sind am besten positioniert, um im Zeitalter der KI zu gewinnen“, kommentierte denn auch Pravjit Tiwana, General Manager und Senior Vice President of Cloud Storage bei NetApp. „Sowohl bei KI-Vorreitern als auch bei Nachzüglern zeigt sich, dass in der üblichen hybriden IT-Umgebung KI-Initiativen nur dann erfolgreich sind, wenn die Daten einheitlich und zuverlässig vorliegen.“
IT-Kosten und Datensicherheit behinderten jedoch den KI-Fortschritt, so die Studie. Dies seien die zwei größten Herausforderungen, sie werden den Fortschritt jedoch nicht aufhalten können. Stattdessen würden Führungskräfte lieber ihre Kapazitäten reduzieren, andere IT-Abläufe kürzen oder Kosten von anderen Unternehmensbereichen umverteilen, um die KI-Initiativen zu finanzieren.
Indien setzt voll auf KI
Beim Blick auf die verschiedenen globalen Regionen fällt auf, dass der indische Subkontinent ganz versessen auf KI zu sein scheint: 70 Prozent der dortigen Unternehmen haben KI-Projekte am Laufen oder sind in der Umsetzung. Dies steht in krassem Gegensatz zum weltweiten Durchschnitt von 49 Prozent. Darüber hinaus stellte der Bericht fest, dass 91 Prozent der in Indien ansässigen Unternehmen im Jahr 2024 die Hälfte oder mehr ihrer Daten zum Trainieren von KI-Modellen verwenden werden.
„Indien ist ein Land mit riesigen Datensätzen“, erläuterte Puneet Gupta, Vizepräsident und Geschäftsführer von NetApp India/SAARC, das Ergebnis. „Kein Wunder also, dass Indien weltweit führend ist und Unternehmen KI nutzen, um ihre IT-Agenda voranzutreiben. Wir arbeiten mit einer vielfältigen Gruppe von Kunden zusammen, um eine intelligente Dateninfrastruktur aufzubauen, die mehrere Umgebungen umfasst und das Rückgrat aller KI-Projekte bildet.“
Aber auch er kommt zum Fazit: „Je einheitlicher und zuverlässiger Ihre Daten sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre KI-Initiativen erfolgreich sind.“
Deutschland gilt als abgeschlagen
Deutsche Anwender müssen sich beim Blick auf die weiteren Ergebnisse in Demut und Bescheidenheit üben: Sie gelten im Report als „KI-Nachzügler“ mit viel Nachholbedarf. Dessen ungeachtet gebe es aber auch „bemerkenswerte Fortschritte bei der Vorbereitung ihrer IT-Umgebungen auf KI“, doch das Zeitfenster für den Rückstand schließe sich schnell.
Neben Deutschland werden auch Spanien, Australien/Neuseeland und Japan als Nachzügler deklariert. Ausgerechnet Japan sei das weltweite Schlusslicht und müsse schnellstmöglich Innovationen anstoßen.
Gabie Boko, Chief Marketing Officer bei NetApp.
(Bild: NetApp)
Mit Blick auf die Bereiche, die gerne KI einsetzen, steht naturgemäß die Technologiebranche mit 70 Prozent an erster Stelle. Gefolgt wird sie von Bank- und Finanzdienstleistungen (55 %) und Fertigung (50 %). Gesundheitswesen (38 %) und Medien & Unterhaltung (25 %) liegen laut Studie deutlich zurück. Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern weisen ebenso naturgemäß eine größere Wahrscheinlichkeit für KI-Projekte auf als Kleinere.
„Der Aufstieg der KI läutet eine neue ‚Disrupt-or-Die‘-Ära ein“, sagte Gabie Boko, Chief Marketing Officer bei NetApp. „Datenbereite Unternehmen, die breite strukturierte und unstrukturierte Datensätze in einer intelligenten Dateninfrastruktur verbinden und vereinheitlichen, sind am besten positioniert, um im Zeitalter der KI zu gewinnen.“
Stand: 08.12.2025
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Methodik
Für den Report befragte Savanta im Auftrag von Netapp im März 2024 mehr als 1.300 Manager in Unternehmen in den USA, in EMEA (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien) und APAC (Australien, Neuseeland, Indien, Singapur, Japan).